Wie lange sollte man zum Lernen eines Klavierstücks benötigen?

Ich möchte niemanden mit dieser Frage triggern und auch nur hilfreiche Antworten, weil ich mit diesen vielleicht wirklich etwas anfangen kann.

Ich lerne normalerweise Klavierstücke innerhalb von zwei bis drei Wochen auswendig, wobei es natürlich auch auf den Schwierigkeitsgrad und die Seitenanzahl/ Länge des Stücks ankommt, weshalb ich ein paar aktuelle Beispiele nennen werde:

  • Reverie, Debussy - 2 Wochen
  • Nocturne Op. 9 No. 1, Chopin - 2 Wochen
  • Impromptu Op. 90 No. 3, Schubert - 3 Wochen
  • Skrjabin Preludes Op. 11 No. 10 & 13 - jeweils 1 Woche

Das schwierigste Stück, das ich bisher gespielt habe, war das Fantasie Impromptu von Chopin, für welches ich 3 Monate gebraucht habe, bis ich es akzeptabel spielen konnte (das war vor zwei Jahren und das Stück war damals noch zu schwer für mich, weshalb es nicht so gut geworden ist, wie ich es gerne gehabt hätte, aber ich bin auch sehr perfektionistisch beim Klavierspielen und habe auf die Halbjahresprüfung damals trotzdem eine 1+ bekommen).

Die letzten Abiprüfungen stehen bevor und ich möchte danach wieder etwas mehr Zeit dem Lernen von neuen Klavierstücken widmen (aktuell spiele ich nur Stücke, die ich schon kann). Allerdings habe ich mich bei den oben aufgezählten Stücken etwas unterfordert gefühlt, weshalb ich mich an schwierigere Stücke heranwagen möchte. Aktuell habe ich aber auch keinen Klavierunterricht (und selbst wenn ich Klavierunterricht hätte, ich habe da ja auch nur die Stücke gespielt, die ich eigentlich ziemlich leicht fand), weswegen ich schlecht einschätzen kann, was noch viel zu schwer ist und was nicht.

Deshalb wäre es ganz sinnvoll, wenn ich so eine grobe Orientierung hätte, nach wie vielen Wochen ich ein Klavierstück auf jeden Fall beiseite legen und es ein paar Monate später nochmal versuchen sollte Oder generell wie lange ich auch je nach Schwierigkeitsgrad zum Lernen eines Stücks brauchen sollte.

(Ich spiele übrigens jetzt das 9. Jahr Klavier und bin eigentlich noch gar nicht mit meinem Fortschritt über die Jahre hinweg zufrieden, weshalb ich eben auch mal schwierigere Stücke spielen möchte 🙈)

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Es-Dur, Op. 9, No. 2 Analyse?

Ist diese Analyse gut und richtig?

https://www.youtube.com/watch?v=p29JUpsOSTE

Das Nocturne in Es-Dur, Op. 9, No. 2 ist ein Klavierstück von Frédéric Chopin, das in seiner charakteristischen Nocturne-Form geschrieben ist. Das Stück beginnt mit einer zarten Melodie in der rechten Hand, die von der linken Hand mit einer einfachen Begleitung begleitet wird. Die Melodie verwendet viele Arpeggien und romantische Verzierungen wie Triller und Mordenten, die typisch für Chopins Kompositionsstil sind.

Die linke Hand tritt schließlich mit einer weiteren Melodie in den Vordergrund, die mit der rechten Hand zu einer harmonischen Einheit verschmilzt. Der Nocturne nutzt kontrastierende dynamische Nuancen, um die Spannung im Stück aufrechtzuerhalten. Die Melodien wechseln von einer sanften, träumerischen Stimmung zu dramatischeren Passagen und wieder zurück.

Chopin nutzt in diesem Nocturne auch viele chromatische Passagen, die die Harmonie komplexer machen und das Stück strukturell interessant machen. In der Mitte des Stücks findet sich ein dramatischer Abschnitt, in dem die linke Hand eine schnelle Abfolge von Akkorden spielt, die von der rechten Hand mit schnellen Läufen und Arpeggien begleitet wird. Dieser Abschnitt baut eine hohe Spannung auf und führt schließlich wieder zur zarten Anfangsmelodie zurück.

Das Stück endet mit einer Wiederholung des Anfangsthemas, jedoch in einer noch zarteren und langsameren Version als zuvor. Dies gibt dem Stück einen ruhigen, träumerischen Abschluss, der die romantische Stimmung des Stücks perfekt abschließt.

Zusammenfassend ist "Nocturne in Es-Dur, Op. 9, No. 2" ein Meisterwerk der romantischen Klaviermusik. Chopins Verwendung von Arpeggien, romantischen Verzierungen und chromatischen Passagen erzeugt eine komplexe Harmonie, die von der rechten und linken Hand elegant miteinander verflochten wird. Die dynamischen Nuancen und dramatischen Abschnitte erzeugen eine aufregende musikalische Reise, die schließlich in einem ruhigen und träumerischen Abschluss endet.

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Unzufrieden bei Klavier?

Gestern hatte ich eine Erkenntnis, die mich sehr traurig gemacht hat, weshalb ich aktuell auch mit mir beim Klavierspielen sehr unzufrieden bin.

Ich habe mit 11 Jahren angefangen, Klavier zu spielen (mit Klavierunterricht, davor hab ich mir nur wenige Stücke nach Gehör und mithilfe von Videos beigebracht), und habe von Anfang an eigentlich alle Stücke immer automatisch auswendig gelernt. Auch bei Vorspielen habe ich nie Noten benutzt und mit 15 hatte ich mir dann schon einige Stücke aus den letzten Jahren gemerkt, die ich auch nach längerer Zeit noch auswendig konnte. Das waren dann irgendwie um die 30 Stücke, die ich ohne großartig zu üben vorspielen konnte.

Doch schon ein bis zwei Jahre später habe ich dann die Stücke zwar alle noch auswendig gelernt, sie mir aber nie über einen längeren Zeitraum gemerkt. Auch die meisten Stücke, die ich vorher jederzeit vorspielbereit hatte, konnte ich nicht mehr einfach so spielen.

Ich habe mich noch nie als gute Klavierspielerin gesehen, aber es war schon auch im Gegensatz zu den anderen Leuten, die ich kannte, die Klavier spielten, etwas Besonderes, dass ich so viele Stücke auswendig konnte.

Denn insgesamt bin ich über die Jahre hinweg (bin jetzt 19) nicht so gut im Klavier spielen geworden, wie ich gerne sein würde.

Ich hab das Gefühl, dass meine Technik ziemlich mies ist, dass ich nicht diese Bühnenpräsenz habe, und auch, dass ich einfach zu blöd bin, um die richtigen Noten zu spielen. Obwohl ich weiß, wie man das jeweilige Stück spielt.

Ich spiele jetzt eigentlich genauso beziehungsweise sogar schlechter als die anderen, die so lange oder wenige Jahre länger spielen wie/als ich, was mich total herunterzieht.

Auch, weil ich bisher noch nicht so wirklich schwere Stücke gelernt habe.

Ich meine, das schwerste Stück, das ich gelernt habe, war das Fantaisie-Impromptu von Chopin, welches natürlich eine Herausforderung für mich war (ich habe es vor zweieinhalb Jahren gelernt), aber wenn man das so mit anderen Leuten, die nicht direkt in meinem Umfeld sind, vergleicht... Ist es eben sehr schlecht.

Mittelschwere Stücke kann ich zwar meistens innerhalb von drei Wochen gut auswendig vorspielen, aber die fallen mir ja auch leicht. Was nicht heißt, dass ich deshalb gut spiele.

Versteht man, was ich meine?

Mein Klavierlehrer und auch alle Musiklehrer, die ich über die Jahre hatte, finden, dass ich sehr gut spiele, aber ich finde, dass ich für die Zeit, die ich jetzt schon spiele, einfach nur schlecht bin.

Ich liebe das Klavier spielen wirklich über alles und würde auch in der Zukunft gerne beruflich was mit Musik machen, aber ich mache mich gleichzeitig deswegen auch so fertig und es zieht mich auch herunter.

Aber ich weiß auch nicht so recht, wie ich dagegen vorgehen soll.

Es wäre also toll, wenn ihr mir Tipps geben könntet, wie ich besser mit diesem Problem umgehen kann. Und sich vielleicht Leute melden würden, die schon in einer ähnlichen Situation wie ich waren.

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Musicaldarstellerin werden oder lieber nicht?

Hallo,

ich bin 20, fast 21 Jahre alt. Ich hatte über 11 Jahre Tanzunterricht als Kind/Jugendliche. Davon waren 10 1/2 Jahre nur Kindertanz, ca. 5 bis 6 Monate Gesellschaftstanz und 2 Monate Solotanzen (so ein Mix aus HipHop, Jazzdance und anderem). Im Alter von 11 bis 13/14 Jahren habe ich mir Ballett teilweise selbst beigebracht, so sehr man sich das eben selbst beibringen kann. Zusätzlich habe ich letztes Jahr ein FSJ in einer Musikschule gemacht, wo ich auch manchmal beim Ballett mittanzen durfte.

Als Jugendliche habe ich 3 1/2 Jahre Theater gespielt. Mittlerweile habe ich auch seit 2 1/2 Jahren Gesangs-, seit fast 7 Jahren Klavier-, sowie Musiktheorieunterricht im 2. Jahr. Außerdem lernte ich als Kind 3 Jahre Gitarre und 7 1/2 Jahre Blockflöte (Sopran, Alt und Tenor).

Ich liebe es schon immer auf der Bühne zu stehen. Das erste mal war im Alter von 3 oder 4 Jahren. Als ich im Kindergarten war, wollte ich Schauspielerin werden, in der 5. und 6. Klasse Ballerina und seitdem ich 13 bin, Musikerin. Als Musicaldarstellerin könnte ich alle drei Berufe vereinen. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob mein Können schon für die Ausbildung aussreicht.

Ich würde damit, wenn dann, wahrscheinlich 2025 anfangen, also wenn ich 23 bin (bis 25 geht das ja) da ich momentan andere Verpflichtungen habe, die ich nicht einfach lassen bzw. überspringen kann, weil sie aus gesundheitlichen Gründen notwendig sind.

Ich würde die Zeit bis 2025 dafür nutzen, um an verschiedenen Musicalworkshops teilzunehmen, evtl. nochmal eine Zeit lang Theater zu spielen, um da wieder rein zu kommen und ich werde höchstwahrscheinlich auch Ballett- und vielleicht auch Jazzdanceunterricht nehmen.(Da ist schon was in Planung.)

Was denkt ihr? Könnte das ausreichen oder ist da mehr Können notwendig? Ich würde es nämlich eigentlich schon gern versuchen wollen, weil ich sonst niemals weiß, ob es geklappt hätte, und wenn es nicht klappt, kann ich immernoch was anderes machen, aber ich habe Bedenken, dass ich mich bei den Dozenten total zum Deppen machen würde in solch einer Aufnahmeprüfung, wenn mein Können nicht ausreicht. Soll ich es trotzdem "einfach" versuchen?

LG

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Schöne, aber nicht leichte Klavierstücke?

Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, deshalb sage ich euch einfach mal, in welcher Situation ich mich gerade befinde:

Ich soll am Ende des Schuljahres (Ende Juni & Anfang Juli) bei zwei Konzerten (Abikonzert und Solistenkonzert) Klavier spielen, weiß aber nicht genau, welche Stücke ich wählen soll, da ich die Stücke, die ich im Klavierunterricht spiele, etwas zu leicht finde (also ich fühle mich etwas unterfordert, weil ich die Stücke spätestens nach drei Wochen fertig hab), aber zu schwer darf es auch nicht sein, da ich im Juni eine Eignungsprüfung für eine Berufsfachschule für Musik mache und ich auch Zeit brauche, um die drei Stücke, die ich da vorspielen muss, auch wirklich gut hinzubekommen.

Das Stück fürs Abikonzert darf etwas leichter sein als das fürs Solistenkonzert.

Aber fürs Solistenkonzert hätte ich schon gerne ein etwas anspruchsvolleres Stück, weil da auch nur die besten spielen und es doof wäre, wenn ich nur so ein leichtes Stück spiele.

Allerdings muss es auch etwas sein, was dem Publikum gefällt.

Aber den meisten Leuten, die kein Klavier spielen, gefallen eben nur so leichte Stücke wie die von Yiruma, Einaudi oder Joep Beving.

Deshalb suche ich eben nach zwei Stücken, die schön für das Publikum klingen, bei denen ich aber auch gleichzeitig zeigen kann, dass ich kein Anfänger mehr bin, und auch Leute, die Klavier spielen, zumindest ein bisschen beeindrucken kann.

Stücke, die mir zu leicht sind, sind:

- Impromptu Op. 90 No. 3 von Schubert

- Reverie von Debussy

- Nocturne Op. 9 No. 1 von Chopin

Es soll aber auch nicht unbedingt so schwer wie das Fantaisie-Impromptu von Chopin (hab ich schon gespielt) sein, weil das zeitlich etwas knapp werden würde. Vor allem für zwei Stücke und dann auch drei weitere, mittelschwere Stücke.

Ich würde mich über einige Vorschläge freuen :)

Klavier, Konzert

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