Warum werden die Schwächsten der Gesellschaft so entwürdigt?

7 Antworten

Weil der Sozialstaat eben darauf fußt, dass arbeitsfähige Menschen arbeiten. Sonst bricht er zusammen früher oder später.

Natürlich wird dort auch viel pauschalisiert aber Sozialmissbrauch ist ein Problem und da muss man dagegen vorgehen.

Flüchtlinge, Asylanten (was daran abwertend sein soll verstehe ich nicht) und Migranten wird auch viel in einen Topf geworfen. Gem. unserem Grundgesetz gibt es niemanden der Asyl hierzulande beantragen kann, da er immer durch sichere Drittstaaten muss,ergo sind es idR Flüchtlinge und auch nur dann, wenn ihnen Verfolgung droht. Der Rest sind Migranten, die sehr viele Leistungen erhalten.

Wenn ich in die Schweiz auswandern würde, würde ich nichts bekommen.

Und diese Leistungen müssen auch erwirtschaftet werden und diese Gelder stehen für andere Bereiche nicht zur Verfügung.

Und auch das gehört adressiert.

Du sprichst halt von Personen, die arbeitsfähig sind, aber nicht arbeiten.

Entsprechend ist der Teil der Bevölkerung, der für diese Personen aufkommen muss, nicht gut auf sie zu sprechen. Klingt für mich jetzt nicht übermäßig unlogisch.


LOLiee297 
Beitragsersteller
 21.05.2024, 00:42

die arbeitsfähig sind, aber nicht arbeiten.

Diese Aussage ist völlig undifferenziert und wird der Problematik nicht gerecht. Viele dieser Menschen sind arbeitsunfähig oder können nicht Arbeiten, da sie Alleinerziehende sind und sich um ihre Kinder kümmern müssen.

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AnglerAut  21.05.2024, 00:44
@LOLiee297

Meinst du deine Antwort wird richtiger, wenn du sie fett schreibst? Voraussetzung um Bürgergeld zu beziehen, ist dass man arbeitsfähig ist. Insofern bestreitest du gerade die Definition.

Macht wenig Sinn.

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LOLiee297 
Beitragsersteller
 21.05.2024, 00:51
@AnglerAut

Welche Expertise weist du denn vor, um dir anzumaßen, meine Antwort nach der Richtigkeit zu beurteilen?

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AnglerAut  21.05.2024, 00:53
@LOLiee297

Wenn du mir erzählst, dass 2 * 2 = 6 ist, dann reicht gesunder Menschenverstand aus, um zu erkennen, dass du etwas falsches sagst.

Aber falls du dich überzeugen möchtest, google doch mal die Voraussetzungen für Bürgergeld. Könnte dich überraschen.

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Flüchtlinge werden abwertend als "Asylanten" bezeichnet und unter Generalverdacht gestellt.

Was ist daran abwertend?

Nun wenn ein Staat ein Sozialsystem schafft, in welches du Großteile deines Einkommens einzahlst, welches dann dich aber immer noch nicht gut versorgt und die liebe Politik die sich selber besser abgesichert hat, dann deine Kapazitäten im Sozialsystem auch noch an Menschen verschenkt, die nie eingezahlt haben, natürlich wird man da wütend. Man wird ja auch betrogen.

Warum ist die Gesellschaft so und was kann man dagegen tun.

Jedwede Migration in die Sozialsysteme, in die sozialen Sicherungssysteme der Politik laufen lassen. Dann ist morgen der schmuh vorbei.

Teilweise werden sie verpflichtet, für einen unwürdigen Lohn Arbeit zu leisten.

Solange essen und Wohnungen nicht vom Himmel fallen, werden wir arbeiten müssen. Ich habe keine Lust über die Hälfte meines Einkommen weg zugeben, damit irgendwer der sich für 12€ die Stunde zu schade ist, zu arbeiten, voll versorgt wird. Es zeigt einfach nur welche Anspruchshaltung hier einige haben.

Weil man hier sehr gern nach unten tritt. Indem man die Menschen abstempelt, denen es schlecht geht, lenken Menschen, denen es gut geht davon ab, dass sie sich selbst die Taschen vollmachen. Gier ist unermesslich. Die wirklichen Probleme hier liegen in der Ungerechtigkeit des verteilten Reichtums und darin, dass der ärmere Teil der Gesellschaft von der Politik einfach ignoriert wird. Serien, wie "Armes Deutschland" z.B. sollen Sozialneid wecken und zur Stigmatisierung der Ärmeren beitragen. Etwas ändern kann man nur, wenn die Menschen erkennen, dass Solidarität stark macht und dass die soziale Absicherung durch Bürgergeld o.ä. uns alle schützt. Gut wäre die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und eine Politik, die alle gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigt. Momentan haben nur Reiche eine Lobby.

Ich fange mit den Asylanten an. Das ist nicht entwertend. Im Gegenteil das sind die einzigen legalen Flüchtlinge. Sie haben das Recht zu uns zu kommen. Im Gegensatz zu MIgranten die unberechtig hier herkommen.

Den Mindestlohn bekommen sie auf jeden Fall, Daran ist nichts entwürdigend.

Ich finde auch, man sollte es den Bürgergeldempfängern nicht ganz so bequem machen. So suchen sie sich vielleiht schneller einen Job. Viele junge Menschen meinen ja, sie hätten die Wahl zwischen Bürgergeld und Arbeit.

Die wirklich Bedürftigen, werden sicher nicht entwürdigt.