Hätte ein langanhaltender Stromausfall nicht den Vorteil, dass die Menschen sich wieder mit sich beschäftigen dürften und klar denken könnten?
18 Antworten
Ich habe den Orkan in Tirol im Juli 2023 miterlebt, dessen Folge ein langanhaltender Stromausfall war.
Der Orkan war von Experten nicht vorhergesehen worden und so wurden wir alle von ihm überrascht.
Mein Mann und ich wollten an diesem Tag auf unsere Hütte fahren. Wir hatten gerade Lebensmittel für etliche Tage eingekauft und wurden dann vom Orkan überrascht. Wir kamen schon noch auf unserer Hütte an, aber es war wirklich gruselig: Bäume knickten reihenweise wie Streichhölzer um, einige fielen auf die Straße und versperrten sie, auch Strommasten waren defekt...Man sieht die Schäden auch anderthalb Jahre später noch sehr deutlich.
Wir bekamen ohne Strom sehr schnell Probleme. Die gerade teuer eingekauften Lebensmittel drohten zu verderben. Die Kühltasche kühlte schnell nicht mehr und im Keller war es nicht kalt genug. Wir hatten sogar einen Campingkocher, aber wir hatten viel frischen Fisch gekauft, den wir nun schnellstmöglich essen mussten.
Wir hatten Taschenlampen und Kerzen, aber die Nicht-Erreichbarkeit wurde schnell zu unserem größten Problem. Für meinen Mann lief das Semester noch (er ist Professor), er braucht Internet und muss von Kollegen und Studenten kontaktiert werden können.
Wir mussten die Hütte bereits am nächsten Tag verlassen. Es war ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt, aber die schwierigen Seiten überwogen bei weitem. Ich bin mir ganz sicher, dass andere Menschen noch weit größere Probleme durch den Stromausfall hatten, aber auch bei uns überwogen die Sorgen.
Es sind jedenfalls keine Umstände, die zum sorglosen Nachdenken animieren.
Ich glaube bei einem längeren Stromausfall hätten die Menschen ganz andere Probleme als sich mit sich selbst zu beschäftigen. Kein Essen, keine Heizung, keine Wasserversorgung, da würde keiner auf die Idee kommen einen Selbstfindungstrip zu starten.
nein für 85 Millionen Einwohner wächst nicht genug im Garten und eingelagert haben auch viele nicht genügend weil der Stromausfall ja nicht vorher angekündigt wird
Ja ei, wer hat denn heute schon eine Gartenin dem er Gemüse frühzeitig angebaut hat und ernten könnte?
Und der rohe Verezehr einiger Arten wäre äußerst unbekömmlich.
Da hilft dann nur "klauen"!
Alte Weisheit:
Wer im Sommer Kappes klaut, der hat im Winter Sauerkraut.
Das gab es ja mal Anfang des 20 Jahrhunderts in New York.
Damals stieg nach 9 Monaten die Geburtenrate exorbitant an.
Dann hätten die meisten in der Tat wieder Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen, weil sie ihren Job verlieren. Ohne Strom läuft nichts mehr in unserer Gesellschaft.
Die Erfahrung hat bereits gezeigt, das längerfristige Stromausfälle von vielen für Straftaten ausgenutzt werden.
Und je nach Dauer des Ausfalls bekommt man doch Probleme, wir sind enorm Abhängig vom Strom mittlerweile.
Haben Sicherheitsanlagen nicht auch eine Ersatzenergiequelle inzwischen?
Notstromaggregate sind nichts neues.
Wächst ohne Strom kein Gemüse mehr im Garten (zumindest in den wärmeren Jahreszeiten). Außerdem könnte man sich unverderbliche Lebensmittel einlagern.