Ich glaube ich bin schwanger und mein Arbeitgeber Kündigt mich! BITTE HILFE?

4 Antworten

Kündigung in der Schwangerschaft ist nur in absoluten Extremfällen möglich (Beispiel z.B. wenn du deinen Chef jetzt körperlich angegangen wärst, wovon ich mal nicht ausgehe. Also dann wenns absolut unzumutbar ist dich weiter zu beschäftigen)

Folgendes Problem : Um den besonderen Kündigungsschutz zu genießen, musst du spätestens 2 Wochen nach schriftlichen Kündigungserhalt die Schwangerschaft auch anzeigen können. Und die Frage ist halt, ob du das rechnerisch tatsächlich hinbekommst.

Ich muss aber auch sagen dass jetzt in absoluter Theorie der Eisprung an deinen spezifisch genannten Tagen nicht statt gefunden haben sollte. Wäre im Zyklus viel zu früh, waren ja erst ein paar Tage nach Periode. Da müsstest du schon einen ziemlichen Glückstreffer gelandet haben (oder entsprechend Spermien für mehrere Tage noch überlebt haben. Was sie können aber halt nicht immer tun). Will nur sagen die Chancen stehen nicht wirklich hoch.

(die Frage wäre aber auch allgemein ob die Kündigung überhaupt rechtswirksam ist, nachdem dir scheinbar vorher erst ein Aufhebungsvertrag angeboten werden soll)

Er darf dir nicht kuendigen, wenn du schwanger bist (ausser in seltenen Sonderfaellen und dann auch nur mit Zustimmung der zustaendigen Behoerde).

ABER: Wenn du die schriftliche Kuendigung erhaeltst, hast du nur genau 3 Wochen Zeit, um beim Arbeitsgericht eine Kuendigungsschutzklage einzureichen. Verpasst du diese Frist, bleibt die Kuendigung genau so wirksam, wie sie ausgesprochen wurde und das auch, wenn der Arbeitgeber gar nicht zu einer Kuendigung berechtigt war.

Einen Anwalt brauchst du dafuer nicht. Nimmst du dir aber dennoch einen, musst du den auch dann selbst bezahlen, wenn du die Klage gewinnst (was du wirst, wenn du die Klage rechtzeitig einreichst).

Theoretisch:

gilt eine Frist von 2 Wochen, in der eine Schwangerschaft nach einer Kündigung mitgeteilt werden muss, um den gesetzlichen Kündigungschutz geltend machen zu können.

Dann kann es dennoch Ausnahmen geben (zum Beispiel bei einer verhaltensbedingten Kündigung)

Ich bin keine Anwältin und sollte der Fall eintreten würde ich in jedem Fall eine entsprechende Fachkraft konsultieren.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Trainerin f. bedürfnisorientierte Persönlichkeitsentwicklung

In der Probezeit kann er dir immer Kündigen egal wegen was, bei einem Jahrevertrag braucht er den Vertrag nicht verlängern. Ansonsten solltest du einen unbegrenzenten Arbeitsvertrag haben muss er dich Freistellen solange du in Mutterschutz bist, oder nicht Arbeitsfähig bist.


Maximilian112  21.11.2024, 11:39

Das mit der Probezeit ist nicht richtig.

DerCaveman  21.11.2024, 14:42
In der Probezeit kann er dir immer Kündigen egal wegen was

Aber eben nicht bei Schwangerschaft. Dann greift naemlich der Kuendigungsschutz des Mutterschutzgesetzes und der kennt, anders der des Kuendigungsschutzgesetzes, keine Wartezeit.