Was könnten die Gründe dafür sein, wenn junge Frauen sich politisch weit links und junge Männer sich politisch weit rechts orientieren?
Gibt es da einen Zusammenhang? Welche Dynamik entsteht, wenn es um Partnersuche geht?
8 Antworten
Wir leben in einem System, in dem der Mann die Norm ist. Das zieht sich durch viele Strukturen durch, ob Gesundheitswesen, Beruf, ... Die systemische Benachteiligung der Frau ist an vielen Stellen zu finden - was ja nur Sinn ergibt, da wir aus einer Historie kommen, in der Frauen sich grundlegende Rechte erkämpfen mussten, die Männer oft schon allein durch ihr Mann-sein hatten.
Politisch linke Parteien nehmen soziale Gerechtigkeit in den Fokus, sie versuchen diejenigen zu stärken, die vom System benachteiligt sind, oder anders gesagt: sie versuchen, Privilegien abzubauen und tatsächliche Gleichheit herzustellen, wie sie laut Grundgesetz gefordert, in der Praxis aber nicht umgesetzt wird. Benachteiligte Gruppen neigen also häufig eher zu linken Parteien, wenn sie genug Informationen und Bildung erfahren können, um diese Zusammenhänge selbst auch zu merken. Dass Information und Bildung hierbei eine Rolle spielt sieht man beispielsweise daran, dass viele ökonomisch benachteiligte Menschen AfD wählen, obwohl die AfD nach unzähligen unabhängig voneinander erstellten Analysen genau diesen Menschen zusätzlich schaden würde.
Das führt im Umkehrschluss aber auch dazu, dass traditionelle Bilder, wie sie in der Gesellschaft weit verbreitet sind (der Mann als Versorger, stark, beschützend, erfolgreich, usw...) mit linker Politik aufgeweicht werden. Damit gerät linke Politik bei vielen Menschen in einen Wertekonflikt. Gerade junge Männer - hierbei spielt Identitätsbildung eine große Rolle - suchen danach, was es heißt, Mann zu sein. Linke Politik sehen sie hierbei als Angriff gegen sich, gegen ihre Männlichkeit bzw. ihre Vorstellung von Männlichkeit. Unterbewusst gehe ich davon aus, dass der Verlust von Privilegien eine große Rolle spielt.
Natürlich ist die Frage viel komplexer und meine Antwort nur ein Erklärungsansatz. Da spielen viele weitere Faktoren mit rein.
naja, genauso wie Männer auch nach starken Frauen suchen. Du stellst richtig fest: was bedeutet Stärke?
Es gibt leider mehr Vorbilder von problematischen Männlichkeitsbildern ("Macho", Verbindung zu Gewalt, Muskeln, Härte, teilweise sogar Kriminalität, ...) als von - meiner Meinung nach - erstrebenswerten und gesunden Bildern von Männlichkeit. Viele sehen aber ihr Männlichkeitsbild als Alternativlos, da gibt es gar keine anderen Bilder, da gibt es nur die eine Art, wie ein Mann sein sollte. Und solche Bilder bedient die AfD natürlich wunderbar mit ihrem Leitbild von Familie während die linken Parteien diese Bilder aufbrechen wollen. Dieses Aufbrechen wird aber natürlich von Gegnern linker Politik ausgeschlachtet, indem dann genau das Gegenteil von dem, was als "männlich" verstanden wird extrem dargestellt wird und argumentiert wird, das sei, was Linke wollen.
Könnte man vielleicht auch an die Berufswahl koppeln. Frauen sind anders als Männer oft in medizinischen und sozialen Berufen vertreten und da herrscht eine klare linke Position und oft wird diese auch direkt gelebt. Du wirst halt kaum Sozialarbeiter, Kindergärtnerinnen, Therapeuten etc. finden, die rechts sind.
Rechte Politik kommt üblicherweise mit Ideen daher, die den sozialen Stand von Männern stärken und den von Frauen schwächen. Einschränkung der abtreibungsrechte. Frau als Mutter in finanzieller Abhängigkeit vom Mann. Und Frauen stehen historisch gesehen stärker für Lgbtq ein als Männer.
Der Hintergrund dafür ist, dass rechte Ideologien typischerweise auf möglichst viele Kinder abzielen. Dominanz des eigenen Volkes, reinblütigkeit, der ganze Quatsch. Und dazu brauch man, zu gut deutsch, zuchtstuten. Berufstätige Frauen und alles, was Lgbtq ist, steht dem entgegen.
Eine schwache Stellung der Frau ist für Frauen irgendwie weniger interessant als für Männer.
Fürs dating wird das bedeuten, dass Männer mit politisch linker bis zentraler Einstellung deutlich bessere Chancen haben.
Super, dass du es schaffst ein komplettes politisches Spektrum auf die Sexualität herunter zu reduzieren. Deine Antwort ist inhaltlich sowas von daneben.
Feminismus und Frauenrechte haben ÜBERHAUPT nichts mit der politischen Rechte zu tuen.
Witzig, dass du finanzielle Abhängigkeit sofort unter Sexualität verbuchst. Sagt mehr über dich als über mich.
Lies dir mal das Wahlprogramm der afd durch. Aufmerksam. Insbesondere alles, was irgendwie mit Frauen zu tun hat. Und dann stell dir vor, das beträfe dich.
Und dann reden wir weiter.
Nein, du erwähnst hier LGBTQ+ als hätte es überhaupt irgendeine relevanz wenn es darum geht die politisch Rechte zu definieren.
was irgendwie mit Frauen zu tun hat. Und dann stell dir vor, das beträfe dich.
Habe ich, und daher weiß ich dass DU es nicht gelesen hast.
Denn abgesehen von der Abtreibung, wo ich übrigens stark gegen bin, gibt es dort nichts was die Frau unter den Man stellen würde.
Weißt du eigentlich wie traurig es ist, wenn die Idee von große Familien in eine Frauenfeindliche Schublade gesteckt wird?
Ist dir eigentlich bewusst dass du dass natürlichste auf der Welt, was eine Frau und ein Man zusammen tuen können, als frauenfeindlich darstellst?
Es ist traurig und wenn du irgendwann mal einen standfesten, starken und disziplinierten Man mit Werten haben willst, dann leg diese Einstellung weg.
Wir WOLLEN nämlich Kinder und eine starke Familieneinheit. Die AfD steht übrigens auch dafür, starke Familieneinheit.
Also, hör auf dass Familienbild in eine Ecke zu stellen die dem nicht recht wird.
Hier gehts nicht um Frauen oder sonst was, hier gehts um die Stärkung unserer Gesellschaft durch starke Kinder durch starke Familien und gesunder Erziehung.
Du scheinst aber alles so zu drehen dass es dann doch um dich handelt. Typisch, denn ob du es glaubst oder nicht, muss der Man genauso sein ganzes Leben opfern, um starke Kinder zu erziehen. Also, denk erst einmal drüber nach wie deine Weltansicht so traurig werden konnte, dass selbst Kinder haben für dich ein Angriff auf deine souveränität ist.
Nein, du erwähnst hier LGBTQ+ als hätte es überhaupt irgendeine relevanz wenn es darum geht die politisch Rechte zu definieren.
Bitte was? Rechts ist grundsätzlich gegen lgbtq. Hitler hat Schwule vergast. Weidel ist ins Ausland geflüchtet. Und du brauchst nem durchschnittlichen afd'ler auf social media nur nen Regenbogen vor die Nase zu halten und der Spaß geht los.
Weißt du eigentlich wie traurig es ist, wenn die Idee von große Familien in eine Frauenfeindliche Schublade gesteckt wird?
Guck, du hast es ja doch gefunden. Du hast nur das Problem nicht gesehen.
Das Problem sind nicht große Familien. Das Problem ist, dass Frau möglichst wenig Entscheidungsgewalt über die Zahl ihrer Kinder haben soll.
Es ist traurig und wenn du irgendwann mal einen standfesten, starken und disziplinierten Man mit Werten haben willst, dann leg diese Einstellung weg.
Ich HABE einen standfesten, starken Mann mit Werten. Hab ihm nen Ring an den Finger gesteckt. Meins.
Der Unterschied ist, er kann stark sein, ohne mich schwach zu machen.
Wir WOLLEN nämlich Kinder und eine starke Familieneinheit.
Und vielleicht müsst ihr das beiseite legen, wenn ihr ne Frau finden wollt. Guck, das geht in beide Richtungen ☺️
Die AfD steht übrigens auch dafür, starke Familieneinheit.
Jup. Aber nur, wenn man helle Haut hat. Und dafür braucht man einen cishet Mann und eine cishet Frau. Und schon biste wieder bei lgbtq und warum das ein Problem ist. Es passt nicht ins Klischee.
Also, hör auf dass Familienbild in eine Ecke zu stellen die dem nicht recht wird.
Uff. Mit dem Deutsch willst du das deutsche Vaterland vor den bösen Flüchtlingen schützen? Ohhhje.
Mach das nochmal. Da ist ja mehr falsch als richtig.
Hier gehts nicht um Frauen oder sonst was, hier gehts um die Stärkung unserer Gesellschaft durch starke Kinder durch starke Familien und gesunder Erziehung.
Tja dann ist es ja absolut kein Problem, wenn Frauen auf den ganzen Kram kein Bock haben und lieber passen, nicht wahr? Es geht ja schließlich nicht um uns.
Und da lgbtq kein Problem ist, könnt ihr Männer einfach einander heiraten, drei Kinder adoptieren und eine starke Familie sein.
Du scheinst aber alles so zu drehen dass es dann doch um dich handelt.
Hier geht es im Kern um dating. Eigentlich. Da bin ich raus.
Typisch, denn ob du es glaubst oder nicht, muss der Man genauso sein ganzes Leben opfern, um starke Kinder zu erziehen.
Oh, das ist gleich? Dann können wir ja tauschen. Der Mann erzieht die Kinder, die Frau geht arbeiten.
Ist ja egal. Wenn es eh dasselbe ist.
Also, denk erst einmal drüber nach wie deine Weltansicht so traurig werden konnte, dass selbst Kinder haben für dich ein Angriff auf deine souveränität ist.
Kinder selbst sind nicht das Problem. Ein gesellschaftlicher Druck, Hausfrau und Mutter zu sein, ist das Problem. So wie du zum Beispiel hier erzählst, diese Rolle anzuerkennen sei notwendig, um einen Mann zu finden.
Deutsch ist nicht meine Muttersprache, aber danke für den Persönlichen Angriff.
Aber super dass du so tolerant und lieb bist, zeigt sich ja echt angenehm gerade.
Das Problem ist, dass Frau möglichst wenig Entscheidungsgewalt über die Zahl ihrer Kinder haben soll.
Interessant was du dir alles so vorstellst... was hast du eigentlich für Verzerrtes Bild?
. Ein gesellschaftlicher Druck, Hausfrau und Mutter zu sein, ist das Problem.
Diesen Druck gibt es nicht. Schon lange weg.
Den will man auch nicht wieder einführen. Wir wollen nur Müttern helfen und entlasten, die sich doch dazu entscheiden.
Deutsch ist nicht meine Muttersprache, aber danke für den Persönlichen Angriff.
Oh bist du dann sicher, dass du hier einmal das afd Programm ausrollen solltest? Denn die werden dich remigrieren, wenn sie können.
Aber super dass du so tolerant und lieb bist, zeigt sich ja echt angenehm gerade.
Ich bin lieb. Und ich toleriere keine Intoleranz. Glückwunsch, kriegst nen Keks.
Interessant was du dir alles so vorstellst... was hast du eigentlich für Verzerrtes Bild?
Hab der afd zugehört, wenn sie redet. Da ist das irgendwie passiert.
Diesen Druck gibt es nicht. Schon lange weg.
Ach? Sagtest DU nicht gerade, Frau muss sich diesem Druck beugen, wenn sie einen Mann finden will?
Den will man auch nicht wieder einführen.
Das versteckt ihr gut.
Wir wollen nur Müttern helfen und entlasten, die sich doch dazu entscheiden.
Guck, schon ist es "wir".
Weißt, was ne ganz tolle Entlastung wäre? Wenn Männer zu Hause blieben und sich um die Kinder kümmern.
Ich sage WIR denn ich bin bei der AfD und deswegen kann ich dir versichern dass wir so einen Druck niemals herstellen wollen sondern geht es uns lediglich darum Mütter zu entlasten.
Oh bist du dann sicher, dass du hier einmal das afd Programm ausrollen solltest? Denn die werden dich remigrieren, wenn sie können.
Haha, der war gut. Du bist äußerst fehlinformiert. Es wird nicht ein einziger Deutscher abgeschoben.
Ich sage WIR denn ich bin bei der AfD und deswegen kann ich dir versichern dass wir so einen Druck niemals herstellen wollen sondern geht es uns lediglich darum Mütter zu entlasten.
Und warum hast du mir dann gerade eben gesagt, dass ich "diese Einstellung weglegen" muss? Das ist Druck.
Haha, der war gut. Du bist äußerst fehlinformiert. Es wird nicht ein einziger Deutscher abgeschoben.
Du zählst für sie in dem Sinne nicht als deutscher, das weißt du schon? Was die letzten Endes wollen ist ein revival des ariernachweises, in irgendeiner Form. Der witzige Part ist, ich bekäme den. Du nicht.
Die Frauen sind gebildeter. Wir haben mehr Mädchen mit Abitur und Studium. Zudem möchten die Rechten Frauen gern am Herd sehen, das finden die verständlicherweise nicht gut. Zum Teil liegt das sicher auch am veralteten Männerbild und am Fehlen von realen Vorbildern für die Jungen.
Das was man als Identitätspolitik bezeichnet - um nicht den umstrittenen Begriff "Wokeismus" zu verwenden, schadet eben nicht niemandem, wie so oft kolportiert.
Gerade junge Männer mit eher niedrigen Bildungsabschlüssen und aus kleinbürgerlich-konservativen Elternhäusern fühlen sich von dieser Werteverschiebung bedroht, die sie häufig auch überhaupt nicht verstehen. Es ist aus ihrer Sicht auch völlig verständlich. Das Leben war zuvor einfacher und bequemer für sie. Das gilt insbesondere für das ländliche Umfeld und weniger für die urbanen Ballungsräume.
Auch diese Leute sind nicht einfach doof, sondern wählen egoistisch nach dem was ihnen persönlich nützlich ist. Und das ist eben nicht die komplette Auflösung patriarchaler Strukturen. Denn genau davon haben ihre Väter und Großväter profitiert.
Das ist der zentrale Punkt: Wie definiert man das Mann-sein und gesunde Männlichkeit? Wer dient als Vorbild?
Frauen suchen schon nach starken Männern, aber sie meinen mit "Stärke" nicht unbedingt das, was Männer darunter verstehen.