Wie bekomme ich meine Mutter überzeugt, dass Vegan sein nichts schlimmes ist?

10 Antworten

Viele anti-vegan eingestellte Menschen äußern sich aus mangelnden Verständnis negativ gegenüber den Veganismus und teilen pseudowissenschaftliches Halbwissen, deswegen empfehle ich den Discord Server Vegan Dreamland, wo man auf solche Fragen sinnvollere antworten bekommt und sich auf hohem Niveau über die Wissenschaft zu Ernährung und Krankheiten, Logik und Ethik informieren kann. Ansonsten, hier ein paar Grundlagen:

Nährstoffe

Darüber, welche Nahrungsergänzungsmittel ich nehme, hatte ich bereits hier eine Antwort geschrieben.

Veganer müssen nur Vitamin B12 ergänzen. Vitamin D3 kann man zusätzlich ergänzen, wenn man will, weil so gut wie alle Menschen einen Mangel haben. Alle anderen Nährstoffe können über die Nahrung gedeckt werden. Es gibt keine Probleme mit den Umwandlungsraten von Vitamin K1 zu Vitamin K2, Beta-Carotin zu Vitamin A oder Omega 3 in Form von ALA zu EPA und DHA.

Carni-Nutrients

Besonders die Menschen in der Carnivore-Szene behaupten, man müsse Carni-Nutrients wie Cholin, Carnitin, Kreatin, Keratin, Taurin, Arachidonsäure oder Hämeisen, Cholesterin, tierische Fettsäuren, tierische Aminosäuren, Omega 3 in Form von EPA und DHA zu sich führen, die man nur aus den Tierprodukten bekommt, es gibt aber keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass tatsächlich ein Mangel an Carni-Nutrients bei Veganern vorliegt und ob sich dieser überhaupt negativ auswirkt. Diese Behauptungen basieren auf Mechanistic Speculation. Wenn man ausreichend der Vorläufer wie Lysin, Methionin, Cystein, Glycin, Arginin oder bestimmte Mikronährstoffe aufnimmt und sich ausgewogen ernährt, kann man davon ausgehen, dass der Körper die Fähigkeit hat, diese Carni-Nutrients selbst zu synthetisieren. Der Körper reguliert Enzyme und Rezeptoren, um sich der Nahrungsaufnahme anzupassen, deswegen müssen wir keine von den Tieren bereits aufgewerteten Nährstoffe zu uns nehmen.

Wenn man zu viel der Carni-Nutrients wie Cholin und Carnitin (steigert TMAO), Keratin oder Arachidonsäure aufnimmt, wirkt es sich sogar negativ auf die Gesundheit aus. Man sollte diese Stoffe also eher niedrig halten.

Vitamin B12

Die Tiere in der Massentierhaltung und Weidehaltung bekommen synthetisches Vitamin B12 (Cyanocobalamin) in Form von vorgefertigten Futtermischungen (Kraftfutter) ins Futter gemischt, oder injiziert, um Nährstoffmängel der Tiere zu vermeiden und um genug Vitamin B12 in die Tierprodukte zu bekommen. Tierprodukte sind eine indirekte Nahrungsergänzung, nur über den gewalttätigen Umweg übers Tier.

Es gibt kein Problem damit, ein Vitamin B12 Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, wenn man durch die Einnahme das Abschneiden von Köpfen verhindern kann. Es ist sehr gut erforscht, gesund, hat keine Nebenwirkungen und schützt die Tiere. Das Argument, es sei unnatürlich, ist ein Appeal to Nature Fallacy. Aus Natürlichkeit folgt nicht, dass etwas besser oder richtiger ist, und umgekehrt. Alles in unserem Leben ist unnatürlich, aber nicht schlecht oder falsch. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise, dass es ungesund wäre, sich von isolierten Nährstoffen zu ernähren. Bei isoliertem Beta-Carotin weiß man, dass es karzinogen wirkt, aber nur bei Rauchern. Der Nutzen ist größer als die möglichen Nebenwirkungen, die nur bei großen Mengen auftreten könnten. Die Studienlage gegen isolierte Nährstoffe ist schwach und geht in Richtung Mechanistic Speculation, da man nicht ausschließen kann, dass negative Auswirkungen eher auf eine ungesunde Ernährungs- oder Lebensweise der Probanden zurückzuführen sind.

Sanddorn, Wasserlinsen, echter Alant oder Weizengras enthalten eine große Menge an bioaktives Vitamin B12 aus Vitamin B12-produzierenden Bakterien innerhalb der Pflanzen. Wasserlinsen sind die am schnellsten wachsenden Bedecktsamer der Welt, enthalten 500% (etwa 20 µg) des empfohlenen Tagesbedarfs und für die Züchtung werden keine Ackerflächen benötigt. (Tierprodukte enthalten 0,3 bis 6 µg auf 100 g.) Echter Alant ist weit verbreitet und wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte als Gewürz gegessen und medizinisch verwendet. Das Argument, Pflanzen hätten kein Vitamin B12, ist somit ungültig.

Proteine

Pflanzen enthalten alle 9 essenziellen Aminosäuren, sonst könnten sie nicht wachsen. Die Bioverfügbarkeit von Proteinen ist Marketing, weil wir ein Aminosäurepool haben wo Proteine 6-24 Stunden gespeichert und umgewandelt werden, wie der Körper es gerade braucht. Dabei schwimmen die Proteine im Blut und ergänzen sich mit jeder Mahlzeit, und niemand isst nur eine Proteinquelle am Tag. Die Quelle der Proteine spielt keine Rolle beim Muskelaufbau, es geht vielmehr um die Menge. Tierische Proteine steigern IGF-1, mTOR und CRP, verursachen Krebs, Autoimmunerkrankungen, Nierenerkrankungen, Osteoporose, Gicht und Entzündungen.

The Associations of Diet with Serum Insulin-like Growth Factor I and Its Main Binding Proteins in 292 Women Meat-Eaters, Vegetarians, and Vegans

2002: Tierprodukte enthaltenen vorgefertigtes IGF-1, das den IGF-1 Spiegel steigert, und durch tierische Proteine produziert die Leber mehr IGF-1. IGF-1 ist der stärkste Wachstumsfaktor in unserem Körper und korreliert stark mit Krebswachstum.

Antibody cross-reactivity between myelin oligodendrocyte glycoprotein and the milk protein butyrophilin in multiple sclerosis

2004: Bei Tierversuchen wurde gezeigt, dass Milchprotein eine Autoimmunreaktion auslösen kann. Die Lymphozyten können Antikörper produzieren die sowohl das Milchprotein als auch die Myelinscheiden angreifen. Als Konsequenz zerstörter Myelinscheiden sterben auch die Nerven im Gehirn ab und man entwickelt Multiple Sklerose.

The Western-style diet: a major risk factor for impaired kidney function and chronic kidney disease

2011: Fleisch führt zur höheren Säurelast, wegen der tierischen Proteine. Die Nieren müssen mehr Säuren loswerden, weswegen man öfter wasserlässt. Es wird mehr des Zellgifts Ammoniak gebildet, das beim Abbau von Proteinen entsteht, was zu einer metabolischen Azidose führt (Übersäuerung des Blutes und Körpers) und Nierenzellen schädigt (Nephritis). Die Abnahme der Nierenfunktion konnte nur beim Konsum tierischer Proteine festgestellt werden, nicht bei pflanzlichen Proteinen.

Adverse Effects Associated with Protein Intake above the Recommended Dietary Allowance for Adults

2013: 32 Studien über die Schädlichkeit von tierischen Proteinen: Sie übersäuern den Körper, verursachen Osteoporose und Nierensteine.

Low Protein Intake Is Associated with a Major Reduction in IGF-1, Cancer, and Overall Mortality in the 65 and Younger but Not Older Population

2014: Hohe Proteineinnahme steigert die Sterblichkeit um 75%, die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu sterben um 300%, die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu sterben um 400%. Ursache ist der Anstieg von IGF-1 durch tierische Proteine.

Association of Animal and Plant Protein Intake With All-Cause and Cause-Specific Mortality

2016: Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn man tierische Proteine mit pflanzlichen Proteinen ersetzt an über 130.000 Teilnehmern: Die Gesamtsterblichkeit sowie die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und anderen Erkrankungen sinkt, egal welches Tierprodukt man gegen pflanzliche Proteine eintauscht.

The Muscle Protein Synthetic Response to the Ingestion of a Plant-Derived Protein Blend Does Not Differ from an Equivalent Amount of Milk Protein in Healthy Young Males

2023: Die Einnahme von 30 g einer pflanzlichen Proteinmischung aus Weizen-, Mais- und Erbsenprotein erhöht die Muskelproteinsyntheseraten bei gesunden jungen Männern. Die Reaktion der Muskelproteinsynthese auf die Einnahme von 30 g dieser pflanzlichen Proteinmischung unterscheidet sich nicht von der Einnahme einer entsprechenden Menge eines hochwertigen tierischen Proteins.

Ethik & Ökologie

Wenn man Tierprodukte kauft, bezahlt man andere Menschen dafür, dass Tiere versklavt, gequält, ausgebeutet, geschändet, verstümmelt, vergast, in kochendem Wasser ertränkt, erschossen und aufgeschlitzt werden.

80 Milliarden Landtiere und 2,4 Billionen Fische werden jährlich getötet, davon 200 Millionen Landtiere täglich, und für die Produktion von Tierprodukten werden ein Vielfaches mehr an Crop-Deaths in Kauf genommen, um das Futter für die Tiere anzubauen. Das ist Tiermord, weil den Tieren der Tod aufgezwungen wird, obwohl es nicht notwendig ist. Wenn man das System unterstützt, macht man sich zum Mittäter.

Mord wird im Oxford Dictionary als vorsätzliche Tötung definiert und bezieht sich nicht nur auf Menschen, daher trifft es auch auf Tiere zu.

Im Gegensatz zu den Tieren haben Pflanzen weder intrinsische noch extrinsische Werte und können kein Interesse auf elementare Grundrechte wie Leben und körperliche Unversehrtheit haben oder kommunizieren, daher kann man keine Rechtsverletzungen begehen, wenn man sie erntet oder isst, und es liegt kein Pflanzenmord vor. Pflanzen haben keine Nozizeptoren, um Schmerzsignale senden zu können, und kein Gehirn, um Schmerzen verarbeiten und Bewusstsein haben zu können:

2019: Plants Neither Possess nor Require Consciousness

2020: Debunking a myth: plant consciousness

2020: Anesthetics and plants: no pain, no brain, and therefore no consciousness

2021: Integrated information theory does not make plant consciousness more convincing

Bei den Crop-Deaths auf den Ackerflächen für die Veganer sterben zwar immer noch Kleintiere wie Nagetiere, Vögel, Schlangen und Insekten. (Die Wissenschaft tendiert bei Insekten in Richtung kein Schmerzempfinden, also ist fraglich inwiefern das überhaupt ein moralisches Problem darstellt.) Da Crop-Deaths unabsichtlich und unvermeidbar sind, und man sich von irgendwas ernähren muss, liegt kein Tiermord vor.

Ackerflächen haben den größten Nutzen für die Menschen bei gleichzeitig niedrigstem Tierleid. (Hedonic Utility = Wellbeing minus Suffering.) Es liegt also keine Disutility vor, sondern das Tierleid sinkt. Man muss nicht nach einer besseren Lösung suchen (2 Kühe pro Jahr halten oder Insekten retten), da Ackerflächen schon zu einem Net Positive Utility führen, sonst begeht man Slave Consequentialism.

Number of Animals Killed to Produce One Million Calories in Eight Food Categories

2009: Die wenigsten Crop-Deaths entstehen bei einer veganen Ernährung.

Food Climate Research Network - Grazed and confused?

2017: Die meisten Pestizide werden für die Nahrung der Tiere benutzt. Der Pestizidgebrauch für Corn und Soybeans ist am höchsten, sieht man in dieser Grafik, und genau diese zwei Nahrungsmittel sind Hauptbestandteil für Grass Fed Beef, also Weidetiere. Um das genetisches Potenzial der Weidetiere zu maximieren, erhalten sie auch Futtermittel auf Getreide- und Ölsamenbasis, statt nur Gras, landwirtschaftliche Nebenprodukte und Ernterückstände.

Mammal population densities at a global scale are higher in human-modified areas

2020: Auf Weideflächen sind doppelt so viele Tierarten wie auf Ackerflächen, sieht man in dieser Grafik. (Es ist also anzunehmen, dass auf natürlichen, unbehandelten Flächen wie Weideflächen und Waldflächen mehr Predator Prey Cycle Pressure herrscht und somit mehr Tierleid entsteht als auch unnatürlichen, behandelten Flächen wie Ackerflächen und Asphalt.)

Ökologie

World Bank Working Paper No. 22 - Causes of Deforestation of the Brazilian Amazon

2003: 80% aller aktuell abgeholzten Flächen im Amazonas Regenwald werden für Tierhaltung abgeholzt. 91% aller jemals abgeholzten Flächen im Amazonas Regenwald wurden für Tierhaltung (Ranching) abgeholzt.

TemplateLAB - Livestock and Climate Change

2009: 51% aller Treibhausgase kommen aus allem, was mit Tierprodukten zu tun hat, wenn man auch die übersehenen Faktoren bedenkt.

Estimating the Number of Fish Caught in Global Fishing Each Year

2010: Es werden pro Jahr bis zu 2,7 Billionen Fische aus dem Meer gefischt. Die Meere sind wichtig fürs Klima.

Exploring the biophysical option space for feeding the world without deforestation

2016: Wäre die Welt vegan, müsste man keinen weiteren, neuen Baum mehr fällen, nur Bestand.

The Impacts of Dietary Change on Greenhouse Gas Emissions, Land Use, Water Use, and Health: A Systematic Review

2016: Die vegane Ernährung senkt die Treibhausgase, Landnutzung und Mortalität stärker als jede andere Ernährungsform (14 Ernährungsformen analysiert).

Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers

2018: 83% der landwirtschaftlichen Flächen werden für die Produktion von Tierprodukten benötigt. Wäre die Welt vegan, dann bräuchten wir nur 1/4 der Ackerflächen.

Estimating the environmental impacts of 57,000 food products

2021: Pflanzliche Lebensmittel sind bis zu zehnmal besser für die Umwelt.

Rapid global phaseout of animal agriculture has the potential to stabilize greenhouse gas levels for 30 years and offset 68 percent of CO2 emissions this century

2022: Eine vegane Welt kann die CO2-Emissionen um 68% senken.

Gesundheit

Eine vegane Ernährung ist nicht nur die ethischste und ökologischste, sondern auch die gesündeste Ernährungsform. Darüber hatte ich bereits hier eine ausführliche Antwort mit 21 Studien und den Positionspapieren großer Ernährungsgesellschaften geschrieben.

Ich hatte bereits ausführliche Antworten mit dutzenden Studien über die Ursachen von Typ 2 DiabetesFettleberAlzheimerÜbergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschrieben. Diese Krankheiten entstehen durch Tierprodukte und Fett.

Die Nahrung der Menschen sind stärkehaltige Kohlenhydrate. Menschen sollten sich fettarm, kohlenhydratreich, ballaststoffreich von Kartoffeln, Getreide, Nudeln, Reis, Haferflocken, Mais, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Bohnen und Linsen ernähren.

Warum sind Tierprodukte ungesund?

Tierprodukte sind ungesund, unabhängig von Qualität, Herkunft und Zubereitung, weil sie aus den gleichen toxischen, karzinogenen Inhaltsstoffen bestehen: Cholesterin, tierische Fettsäuren, tierische Proteine, Wachstumsfaktoren wie IGF-1, Hormone, Karzinogene, Oxidantien, Bakterien, Viren, Hämeisen. Diese Problemstoffe stehen in zehntausenden Studien mit allen Krankheiten in Verbindung und die wichtigsten Mechanismen dahinter sind wissenschaftlich bekannt. Nicht-Veganer fokussieren sich nur auf die positiven Auswirkungen der guten Inhaltsstoffe (Nährstoffe), die 0,1% des Trockengewichts ausmachen, und ignorieren die negativen Auswirkungen der schlechten Inhaltsstoffe, die >99% des Trockengewichts ausmachen. Das ist ein Appeal to Minority Fallacy im gesundheitstechnischen Kontext, ein logischer Fehlschluss. Die positiven Auswirkungen der guten Inhaltsstoffe können die negativen Auswirkungen der schlechten Inhaltsstoffe nicht kompensieren, deswegen führen Tierprodukte - trotz Nährstoffe - zu schlechten Health Outcomes.

Karnismus: Die Psychologie des Fleischessens

Karnismus ist das Glaubenssystem / die Ideologie der Nicht-Veganer und der Grund dafür, warum sie sich so verhalten, wie sie sich verhalten. Darüber hatte ich bereits hier eine ausführliche Antwort geschrieben. Animiertes Karnismus-Video:

https://www.youtube.com/watch?v=W8sXdgVXXpM

Woher ich das weiß:Hobby

Ich weiß auch gar nicht wann ich zuletzt einfach ein Ei gegessen habe, da es bei mir bei Eiern besonders so war das ich ein sehr sehr schlechtes Gefühl bekam und mir der Gedanke, dass ich gerade etwas esse wofür Hühner gehalter werden und was auch (natürlich nur wenn es befruchtet wäre) ein Kücken sein könnte. 

Gerade diese Sichtweise verstehe ich z.B. nicht bei Veganern.

Hühner legen immer Eier ...auch ohne Hähne wenn nur Hennen da sind. Es ist quasi ein Abfallprodukt. Ein Huhn kann gar nicht "keine Eier" legen.

Und bevor es weggeworfen werden würde, ist es doch mehr als sinnvoll, dieses dann auch zu konsumieren. Selbstverständlich rede ich hier von Bio-Eiern vom kleinen regionalen Bauernhof, wo die Hennen nicht in irgendwelchen Batterien, oder Lagerhallen gehalten werden, sondern äußerst Artgerecht auf Weiden, Wiesen usw. rumscharren können. Ich kaufe jedenfalls nur dort meine Eier und nicht bei Aldi oder Penny. Wenn ich denn Glück habe und noch welche da sind ^^.

Bild zum Beitrag

Bild zum Beitrag

Ganz im Gegenteil ... hier besteht eher eine schöne Symbiose eines "Arbeitsvertrages" zwischen Huhn und Bauer .

Die Hennen werden umsorgt, gefüttert, bekommen Abends ein Dach übern Kopf , können machen was sie wollen und genießen einen gewissen Schutz gegen Wildtiere wie Fuchs, Marder & Co. dafür "geben Sie Ihre Eier her".

Was wäre für Dich die Alternative ??..... frei im Wald laufen lassen und gefressen und überfahren zu werden ?

Und überzeugen (im Sinne von akzeptieren und Unterstützen) wirst Du Deine Mutter höchstwahrscheinlich eher nicht, da gewisse Wertevorstellungen ( wie meine bei Eiern ) auf positiven Erfahrungen beruhen, die irgendwann unumstößlich sind .

Sei also froh, wenn sie es toleriert, das Du z.B. kein Fleisch oder Eier essen magst, aber erwarte bitte nicht, das sie dann wohlmöglich noch für Dich vegan kocht.

 - (Familie, vegan, Vegetarismus)  - (Familie, vegan, Vegetarismus)

AgentSally  16.11.2024, 18:18

Die Hühner werden numal in den allerwenigsten Fällen umsorgt und wenn du dir mal anschaust, was Bio heutzutage wirklich bedeutet, dann kannst du deine utopische Vorstellung davon direkt in den Müll werfen.

Die Hühner wurden so gezüchtet, dass sie so viele Eier wie möglich legen. Am besten jeden Tag eins. Das ist aber VIEL zu viel und viel zu anstrengend für deren kleine Körper. Sie brauchen die Nährstoffe, die ihm Ei sind, wie zb. das Calcium in der Eierschale, selber in ihrem Körper. Aus diesem Grund soll man selbst wenn man solche überzüchteten Haushühner zu Hause hält, ihnen die Eier zurückfüttern, damit sie die Nährstoffe wiederbekommen.

"Glückliche Hühner", die genug Auslauf, gutes Futter, genug Versteckmöglichkeiten, und, und, und bekommen, sind die ABSOLUTE Ausnahme und deshalb gleicht es schon Propaganda, dass jedes Mal, wenn man über Ausbeutung von Hühnern redet, jeder plötzlich von "glücklichen Hühnern" spricht.

Bitte informiere dich doch richtig, bevor du solch einen Unsinn verbeitest!

Überzeugt bekommen wirst du deine Mutter definitiv nicht. Da könntest du noch so viele Argumente dafür haben und sie würde es trotzdem nicht gut finden und abblocken. Zumindest wenn sie in ihrer Meinung dass vegan ungesund ist festgefahren ist. Aber es liest sich so als würdest du es gar nicht wissen ob sie wirklich dagegen wäre oder nicht.

Wenn du wirklich auf vegan umstellen willst, kannst du das ja machen, aber dann wirst du für dich selber kochen müssen und gegebenenfalls auch selbst einkaufen müssen und da wird es dann in deinem Alter schon schwierig. denn deine Mutter wird nicht mitziehen wenn sie da wirklich gegen ist und wird dich da leider nicht unterstützen. Und da wirst du sie auch nicht vom Gegenteil überzeugt bekommen. Was du machen kannst, ist er sagen, dass du gerne am veganuary im Januar teilnehmen möchtest. Einfach nur als Experiment. dann hat deine Mutter erstmal eine vier Wochen Begrenzung von dir falls sie wirklich extrem dagegen sein sollte und du kannst testen wie gut das klappt.

Abgesehen davon dass es ja mit der Ernährung allein nicht getan ist. Vegan geht ja weit weiter als nur bis zur Ernährung. Da sind ja auch sämtliche hygieneartikel, Putzmittel und Kleidung usw mit drin wo du drauf achten musst. Heißt du müsstest sogar deine Wäsche selber waschen mit extra Waschpulver wenn man es jetzt ganz eng sieht.

Lebe übrigens selbst seit fast 4 Jahren vegan, habe aber das Glück, dass ich meine eigene Wohnung habe und mir daher da niemand reinreden kann (bin allerdings auch schon 37 also deutlich älter wie du). Trotzdem finden es meine Eltern nicht gut und hätten es lieber, dass ich wieder auf vegetarisch umstelle (so habe ich mich knapp zwei Jahre vor der Umstellung ernährt) weil es für sie ja einfacher ist wenn ich mal zu Besuch komme. Das es für mich aber die restlichen 360 Tage im Jahr die ich nicht bei denen zu Besuch bin auch sehr leicht ist, werden sie auch nie verstehen. Aber ich mache mir auch nicht Mühe um sie von irgendwas überzeugen zu wollen was sie nicht wollen. Sie haben ihre Meinung dazu und ich eben meine. und da sie meine Einstellung akzeptieren auch wenn sie es nicht gut finden, akzeptiere ich auch ihre Einstellung dazu.

Das Problem ist, dass du sicherlich nicht selber kochst und deine Mutter ihren kompletten Ernährungsplan umschmeißen oder für dich extra kochen müsste. Ich kenn das. Mein Schwager und seine Frau sind Veganer. Für jemand der das will und sich damit auseinandersetzt und dann auch hin sitzt und lernt wie man vegan gut kocht, ist das ja ok. Aber von anderen verlangen immer vegan zu kochen, der das eigentlich nicht will, ist das ne Zumutung. Ich koch gern vegan für meine Verwandten. Aber ich bin auch gottfroh, wenn sie wieder weg sind, weil es mich persönlich total stresst. Ich hab keine Lust und auch keine Zeit mit ausgiebig damit zu beschäftigen. Und wenn man sich nicht richtig damit auseinander setzt und die Ersatzprodukte richtig einsetzt, dann schmeckt das Essen halt nicht. Warte doch mit Vegan werden, bis du selber kochen kannst. Und so lange meidest du halt alles so gut es geht.

Wenn sie Verstand hat, gar nicht.

Denn sie hat recht: Veganismus ist eine Mangelernährung und besonders in deinem Alter gefährlich. Wenn du dir unbedingt schaden willst, warte wenigstens, bis dein Wachstum beendet ist, dann sind die Konsequenzen weniger einschneidend.


soviellos  30.12.2024, 23:12

jej, ein selbst ernannter Ernährungswissenschaftler woooo

jetzt mal im Ernst:

Vegane Ernährung ist keine Mangelernährung, sobald man auch Vit b12 konsumiert. Das ist eigentlich weitläufig bekannt und kann einfachst suppplementiert werden. Weiter kann ich gerne auf Anfrage ins Detail gehen, werde ich einfach so aber nicht. Vegane Ernährung ist angesichts der grausame Umstände der Tierhaltung und des Klimawandels doch sehr unterstützenswert!

Ich möchte natürlich dennoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass man sich für einen gesunden Lebnsstil auch mit einer veganen Ernährung beschäftigen muss (gilt aber für alle Ernährungsweisen).