Ist es falsch froh zu sein nicht arbeiten zu müssen?
Ich danke Gott für meine Krankheit, für meine Behinderung. Damit ich niemals arbeiten muss und als unfähig und Erwerbsunfähig gelte. Denn, sonst müsste ich jeden Tag früh aufstehen und etwas machen was ich hasse, und mich wahrscheinlich vom Chef anschnauzen zu lassen für wenig Geld.
Ich hoffe, dass ich nie gesund werde, und es keine Heilung für meine Krankheit und Behinderung gibt.
Ist das seltsam und falsch? Ich habe eigentlich nur profitiert von meiner Diagnose. Ich beneide Normalos nicht mehr, weil ich weiss ihr Leben ist viel stressiger und Dramareicher.
14 Antworten
Es stimmt, dass die Arbeitswelt an vielen Stellen sehr undankbar ist. Viele arbeiten ja gar nicht oder haben nie gearbeitet, die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 6,4%https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt). Ich kann also gut nachvollziehen, dass du ebenfalls nicht arbeiten willst und froh darüber bist, einen guten Grund dafür zu haben.
Dass du deine Krankheit als einen Teil von dir akzeptierst, ist grundsätzlich auch keine schlechte Sache. Ich finde es aber irgendwie traurig, die eigene Gesundheit komplett aufzugeben. Natürlich weiß hier niemand, was du hast. Eventuell ist es ja etwas, mit dem man ganz gut leben kann.
Ich gehe gerne arbeiten und für eine Behinderung sollte man nicht dankbar sein.
Nein es ist nicht falsch ^^ das sollte meiner Meinung nach jeder für sich entscheiden können. Arbeit ist auch nur kacke, wenn man nicht mag, was man macht. ;')
Wenn es dir hilft, dein Schicksal leichter zu ertragen, gut für dich.
Ich möchte um keinen Preis der Welt eine Einschränkung haben wollen. Außerdem macht mir meine Arbeit Spaß und ich sehe einen Sinn dahinter.
Ich finde Deine Einstellung seltsam, aber trotzdem OK. Wenn Du damit glücklich bist, ist die Hauptsache.