Christliche Sexualmoral?
Warum hat moderne Psychologie ein grosses Problem mit christlicher Sexualmoral? Ist ist christliche Sexualmoral wirklich so schädlich für die Psyche? Oder nicht doch, besser?
Warum wird traditionelle Sexualmoral so verteufelt?
10 Antworten
In der katholischen Sexual-Lehre wird Sexualität eher negativ angesehen. Sexualität hat ihre primäre Daseinsberechtigung für die Fortpflanzung und in einer heterosexuellen Ehe.
Homosexuelle Beziehungen oder auch Selbstbefriedigung sind verboten. Ebenso wie heterosexueller Sex vor der Ehe.
Heute weiß man, dass das Entdecken der eigenen Sexualität zur körperlichen und psychologischen Entwicklung dazu gehört. Wenn also die Sexualität, die fest zum Menschen dazugehört und die wir auch nicht "abschalten" können, immer als etwas unanständiges und negatives angesehen wird, dann kann dies zu großen Selbstzweifeln kommen.
Es gibt hier z.B. auch immer wieder Fragen von streng Gläubigen, die sich z.B. kastrieren lassen möchten, weil sie den "sündigen" Sextrieb loswerden möchten. Manche sehen im Sextrieb sogar den Teufel am Werk.
Die Leute sehen den Sextrieb nicht als etwas natürliches, normales an, sondern als etwas schlimmes, das unterdrückt werden muss.
Grüß Dich Kadosh999
Zitat aus der Webseite der Frankfurter Rundschau
Wieso gilt Sexualität oft als Sünde?Hast Du Dich schon mal gefragt, warum viele Religionen so strenge Regeln für die Sexualität haben? Nun, das hat viel mit der Geschichte vom Sündenfall und einer Trennung zwischen Körper und Geist zu tun.
Besonders im Christentum gilt der Geist, die Seele als Ort des Glaubens. Er ist der wertvolle Teil des Menschen, der in Kontakt mit Gott treten kann. Der Leib hingegen wird als triebhaft, unvernünftig und anfällig für die Sünde beschrieben. Aus diesem Grunde hält man klare Verhaltensregeln für notwendig. Diese betreffen auch die Sexualität.
Hier weiterlesen!
https://www.fr.de/kultur/wieso-gilt-sexualitaet-suende-11084246.html
Herzlichen Gruß
Rüdiger
Erstmal: warum glaubst du, dass es so ist? Hast du dafür Quellen?
Vielleicht weil sie ungewöhnlich ist und Menschen befürchten, dass ihnen Leute etwas überstülpen wollen, was sie nicht verstehen (wollen).
Ich glaube, dass die christliche Sexualmoral das Beste ist was es gibt, wenn damit die Enthaltsamkeit bis zur Ehe gemeint ist und nicht etwa, dass der Sex nur fürs Kinderkriegen gedacht ist. Da gibt es ja in der Geschichte unterschiedliche unbiblische Ansichten.
Sie ist sinnvoll in vielerlei Hinsicht. Die Menschen, die ich kenne und die gewartet haben, sind glücklich darüber und es geht ihnen nicht schlechter als anderen.
Kann ja nicht so gesund sein wenn haufenweise Priester und andere Kirchliche “Beamte” sich an Kinder vergreifen müssen und es anscheinend auch nach hunderten Fällen nicht lassen können.
Der Kern ist: In der Sexualität gibt es keine moralischen Ankerpunkte. Denn es geht NIEMANDEN anders die Sexualität von Personen an, die freiwillig an dem Akt beteiligt sind. Im Christentum werden anscheinend Regeln dafür aufgestellt, für die es keinerlei Rechtfertigung gibt.
Des Weiteren gehen die Sexualvorstellungen gegen die Natur der Menschen und sind damit hochgradig asozial. Es ist asozial anderen vorzuschreiben, wie man sich sexuell zu verhalten hat, wenn es sich um mündige Menschen handelt.