Warum wird bei Gerichtsprozessen kein Wert auf Datenschutz gelegt?

Datenschutz wird ja in Deutschland normalerweise sehr ernst genommen und er treibt sogar solch seltsame Blüten, dass man bei Seminaren nicht mal mehr eine Teilnehmerliste ausgehändigt bekommt, auf denen ja nur die Namen stehen.

Bei Gerichtsprozessen jedoch werden sowohl die Namen als auch die komplette Anschrift von Angeklagten, Klägern und Zeugen öffentlich verlesen, wozu überhaupt keine Notwendigkeit besteht und was in jedem Fall wesentlich problematischer ist, weil bei Gerichtsverhandlungen oftmals Emotionen eine sehr große Rolle spielen.

So kann z.B. der Angeklagte oder dessen Freunde/Familie versuchen, auf Kläger oder Zeugen einzuwirken oder sich nachträglich an ihnen zu rächen, wenn diese maßgeblich zu seiner Verurteilung beitragen.

Umgekehrt können auch Kläger oder Zeugen nicht mit dem Urteil zufrieden sein, denn ein Angeklagter ist ja noch kein Verurteilter und kann ggf. auch freigesprochen werden.

Somit besteht dann auch hier die Gefahr, dass sich der mit dem Urteil unzufriedene Kläger beim Angeklagten rächen möchte und zu Selbstjustiz greift.

Warum also werden ausgerechnet in solch sensiblen Fällen alle Daten von Prozessbeteiligten öffentlich bekanntgegeben, wenn dazu überhaupt keine Notwendigkeit besteht?

Es ist doch nur wichtig, dass dem Gericht selbst die Identität aller Beteiligten bekannt ist, aber doch sonst niemandem. Und es ist auch wichtig, alle Beteiligten vor Repressalien der gegnerischen Partei zu schützen, was durch die Bekanntgabe der kompletten Identität aber leichter ermöglicht wird.

Datenschutz, Rechtsanwalt, Gesetz, Gerichtsverhandlung, Justiz, Zeugenaussage

Motorinnenreinigung sinnvoll?

Gefühlt werden seit der jüngeren Vergangenheit immer mehr Dienstleistungen rund ums Auto angeboten, von denen man früher nie was gehört hat und die früher auch noch nie ein Mechaniker empfohlen hat.

Neben einer Getriebeölspülung, die (vielleicht) noch Sinn machen könnte, ist das nun auch eine Motorinnenreinigung, wie sie z.B. von ATU angeboten wird.

Empfohlen wird diese ab 60000km und dann immer in diesem Intervall.

Manche gehen sogar so weit und empfehlen es bei jedem Ölwechsel und sogar bei Neuwagen:

https://motorvital.de/blogs/blog/motorinnenreiniger-was-kann-der-durchfuhrung-einer-motorinnenreinigung

Ich halte das ehrlich gesagt für etwas übertrieben, zumal ich bisher noch bei keinem einzigen meiner Fahrzeuge im Laufe der Jahre einen schlechteren Motorlauf festgestellt habe und auch keinen Leistungsverlust, erhöhten Ölverbrauch oder andere nachteiligen Veränderungen.

Wie soll also ein Motor schon so schnell dermaßen verkoken, wenn man das richtige Öl verwendet, keinen schlechten Sprit tankt und v.a. regelmäßig das Öl wechselt?

Es gibt aus meiner Erfahrung eigentlich nur zwei Dinge, die man für ein langes Motorleben tun muss:

Den kalten Motor nur mäßig belasten und immer sauber warmfahren, bevor man höhertourig fährt und eben wie gesagt rechtzeitig und regelmäßig das Öl wechseln.

Und wenn das schon bei älteren Motoren funktioniert hat, warum sollten dann ausgerechnet moderne Motoren, die den Sprit ja viel sauberer und effizienter verbrennen und auch kaum noch Öl verbrauchen, so eine Motorreinigung regelmäßig brauchen?

Werkstatt, Motor, Ölwechsel, A.T.U.

Autobahn - Was soll diese unsinnige Regelung?

Unsere Verkehrsregeln machen ja weitgehend Sinn, aber eine Sache werde ich nie verstehen:

Gestern passierte auf dem Autobahnabschnitt, den ich täglich befahre, ein Unfall.

Heute kam ich wieder an dieser Stelle vorbei und es gibt dort nun einen Geschwindigkeitstrichter (120, 100, 80).

Und warum? Nur weil die rechte Leitplanke an dieser Stelle auf ein paar Metern beschädigt ist, was auch mit rot-weißen Schildern markiert wurde.

Man bremst also den dort ansonsten unlimitierten Verkehr auf Tempo 80 (!) runter, damit er die paar Meter beschädigte Leitplanke mit Tempo 80 passiert, um kurz danach wieder Vollgas geben zu können.

Je nach dem, wie schnell die Leitplanke repariert wird, kann dieser Zustand tage- oder wochenlang andauern.

Einen größeren Schwachsinn gibt es für mich aber eigentlich nicht, denn man schafft durch dieses Herunterbremsen neues Stau- und Unfallpotential und das mit äußerst fragwürdigem Nutzen.

Muss das denn wirklich sein?

Wann hört man mit diesem vollidiotischen Unsinn endlich mal auf bzw. warum belässt man es nicht zumindest bei Tempo 120, wenn man schon meint, den Verkehr an dieser Stelle unbedingt verlangsamen zu müssen?

Die meisten, die diese Strecke täglich befahren, kennen zwar den Grund und halten sich sowieso nicht dran, aber das schafft dann noch zusätzliches Gefahrenpotential, weil andere den Grund nicht kennen und in die Eisen steigen.

Aber so weit denken die Verantwortlichen scheinbar nicht bzw. es ist ihnen schlichtweg egal, denn sie machen einfach Dienst nach Vorschrift.

Unfall, Autobahn, Straßenverkehr, Leitplanke