Fühlt man Therapie?
Hey mal eine Frage für euch, merkt man eigentlich das eine Therapie eine Wirkung hat ?Gibt es ein körperliches Gefühl das sagt bums so fertig ? Oder wie denkt ihr ist es ?
7 Antworten
Normalerweise ist das alles ein sehr langer und großteils auch schleichender Prozess. Man kann selten konkrete Aussagen dazu treffen. Daher ist es sinnvoll, ein Therapietagebuch zu führen, um z.B. wichtige Erkenntnisse oder anderweitige Dinge die damit zu tun haben, festhalten zu können. Niemand weiß mehr, was genau man bei Termin No. 13 am 17.01.25 besprochen hat und welche Erkenntnisse und Absprachen sich daraus ergeben haben.
Nein, es ist damit kein Tagebuch gemeint, wo du über deine Vergangenheit schreibst. Ein Therapietagebuch bezieht sich nur auf die Therapie selbst, was du z.B. erarbeitet hast, wichtige Selbsterkenntnisse, Dinge die dir helfen was du herausgefunden hast, vielleicht auch Dinge, die du vereinbart hast und wie du sie umgesetzt hast, ebenso wenn du z.B. positive Effekte erfahren hast oder du mit gewissen Situationen besser umgegangen bist, aufgrund der Therapie.
Es soll eine Art Übersicht über deinen Therapieverlauf darstellen, wo du bei Bedarf immer mal wieder reinlesen kannst.
Achso okay ,ja das könnte ich anfangen zu machen ,wäre kein Problem. Ich werde morgen einmal die Frage genauer stelle. Mit den Dingen die ich schon gemacht habe wenn sie wollen können sie mir dann vllt Tips geben
Man ist nie fertig... Dennoch spürt man die Fortschritte deutlich.
Ich glaube gopal Heinrich Klein meinte einmal ,man kann alles auch schneller therapieren wenn man gewisse Methoden hat ,also ich glaube das er das mal gesagt hat
Natürlich! Z.B. EMDR hilft schneller als ne Gesprächstherapie. Dies bietet aber nicht jeder an und auch nicht jedem Hilfesuchenden. Das kommt drauf an, wo der Patient steht
Okay ,ja ich versichert in die selbstheolung zu kommen. Ich schreibe auf wie ich als Kind war meine Eigenschaften die ich habe und hinterfrage die gewalttaten meiner Mutter, habe sie getroffen mit ihr gesprochen und verstanden warum es so war ,dann habe ich mich und meine jetzigen Eigenschaften ob gut oder schlecht benannt und versuche in die Akzeptanz zu gehen ,ich habe alles aufgebroselt ,sogar die Erlebnisse mit meiner Partnerin, warum und welches Gefühl sie habe bei der Gewalt, dann habe ich Verständnis entwickelt und alles aufgeschrieben ,hab mir den Hintern abgeheult dabei und bin spazieren gewesen und mir weiter Gedanken gemacht ,die Situation aufgelöst mit der beziehung und die Umstände auch ,bin ausgezogen und nun bin ich total kaputt. Nun frage ich wie könnte ich weiter machen ,auch alleine ,weil Therapie ist 1 x im monat
Gibt es ein körperliches Gefühl das sagt bums so fertig ?
Hmm...so würde ich es nicht nennen. Es ist mehr ein Prozess, der auch nach dem Ende der Therapie weiter geht. Ein bisschen so wie Führerschein machen: Das richtige Autofahren lernt man erst wenn man den Lappen hat und alleine fährt.
Aber bei Therapien ist das sehr individuell. Hab Geduld mit dir und hadere nicht mit jedem kleinen Rückschlag.
Aber geht alles was mit der psyche zu tun hat nie wieder weg ? Ich hatte vor 15 Jahren panikattacken die ich alleine weg bekommen habe ,hatte sie glaube 1 Jahr und dann mit Sport und so waren sie auf einmal weg
Es gibt die Ansicht das man "nur" damit umzugehen lernt, aber man gewinnt auf jeden Fall eine Menge Lebensqualität zurück. DIe Rückfallgefahr ist ohne Therapie größer als mit.
Ja ich habe gelernt das man nur selber heilen kann ,therapien sind dazu damit umgehen zu lernen ,ich will damit nicht umgehen, ich will das weg haben ,Trauma kann man doch auflösen oder nicht ?
Ein körperliches Gefühl hatte ich nicht. Ich bemerkte teilweise Änderungen im Denken und der Wahrnehmung u.a.
Weil bei mir psychosomatisch schwindel auftritt den ich weg haben möchte
Davor , mir kommt es vor als würde der schwindel mir sagen wollen das ich diese Situationen wenn er auftritt nicht gut tun ,also der schwindel kommt in Situationen die ich nicht will
Hm... Also mir ist Schwindel bekannt als Folge von der Verarbeitung in einer Therapie und auch generell als Symptom einer psychischen Erkrankung.
Besprich das mal mit einem Fachmann (Therapeut/Psychiater).
Nein. Es gibt keinen "bums".
Du merkst schon, im Laufe der Therapie, ob es dir besser geht. Das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht, um zu funktionieren.
Gruß
Andrea
Hm, schwere Frage. Es kommt hauptsächlich, auf die Diagnose an. Manche, von den psychischen Krankheiten, werden nur "schlafen gelegt" Sie bleiben, für den Rest des Lebens. Aber, wenn man sich daran hält, was man in der Therapie gelernt hat und seine "Werkzeuge" einsetzt, wenn es mal brenzlig wird,bricht die Krankheit auch selten wieder aus. Viele leben, nach der Therapie, beschwerdefrei. Andere verfallen in alte Muster, weil sie denken, mit der Therapie ist es getan und arbeiten nicht weiter, mit dem was sie an Maßnahmen an die Hand bekommen haben.
Diese psychischen Krankheiten sind sehr tückisch. Sie geben dem Patienten ein gutes Gefühl. Er wird leichtsinnig.
So, viel Text für einen Kommentar. Lach
Ich freue mich über jede Einschätzung egal wie lang 😉
Also sollte man ein Tagebuch führen, wie ist es bei einem Trauma aus der Kindheit bei der die Mutter gewalttätig war über eine gewisse Zeit. Kindheit fertig erwachsen geworden und mit 43 Jahren in der Beziehung Gewalt erfahren vom Partner, kann das das träume mit der mutter reaktivieren ?oder ist das zu lange her ? Waren auch keine ereignisse zwischen durch