Eine Frage zur Bibel: was bedeutet "der Baum zur Erkenntnis" in Wirklichkeit ( Sündenfall- Bibel) ?
Hallo liebe Christinnen und Christen, außerdem gerne Zeugen Jehovas,
die Bibel steckt voller Geheimnisse die darauf warten, entschlüsselt zu werden.
Es ist längst klar, dass das AT nicht wörtlich gelesen werden will. Sondern unter dem Aspekt alter orientalischer Erzählkunst in klugen Beispielen verstanden werden will. Wie verhält es da sich um das Gleichnis des Baumes der Erkenntnis im Sündenfall ? Es ist geschrieben dass Gott sagte "Ihr dürft alles tun AUSSER Früchte vom Baum der Erkenntnis essen". Denn dann erkennt ihr den Unterschied von Gut und Böse.
Damals wussten die Menschen nichts mit dem Begriff "Böse" anzufangen. Also waren sie neugierig und wurden von der Schlange verführt, zu mehr (verbotener) Erkenntnis zu gelangen.
Wir wissen um die hohe Kunst der alten orientalischen Erzählkunst dahingehend, dass Lebenssachverhalte dem einfachen Volk in schillernden, leicht verständlichen Beispielen übermittelt wurden.
Wir wissen, dass Adam und Eva naturwissenschaftlich nicht die ersten Menschen waren:
Denn wir wollen hier nicht auf die Erkenntnisse der modernen Wissenschaften eingehen die jedem bekannt sind, wonach Humanoiden
- (Ardithecus ramius = Menschen) seit viereinhalb Millionen Jahren UND
- -Homo Habilitis seit 300.000 Jahren auf der Erde lebten, Feuer zum Erwärmen ihrer Speisen benutzten, mit Feuer Töpferwaren herstellten und ihre Verstorbenen mit Grabbeigaben bestatteten, schon zu einem Zeitpunkt als diese Menschen nur wenig mehr als als wenige Meter aufrecht gehen konnten um auf allen Vieren weiter gehen mussten. Somit erübrigt sich die Frage "ab wann war der Humanoid ein Mensch ???").
Die Urpriester als Autoren der Heiligen Schrift des Sündenfalles wussten nichts über moderne Wissenschaften, nichts über Anthropologie und nichts über Radiokarbon-Datierung von Fossilien.
Vielmehr ist festzustellen, dass jene Urpriester der Antike, die den biblischen Sündenfall aufschrieben, vortreffliche Beispiele - Gleichnisse nutzten - um Lebenssachverhalte unter das einfache Volk zu bringen.
Da ist die Schlange, ein Reptil ohne Körpersprache und ohne Mimik, unberechenbar, gemeinhin als unsympathisch empfunden, ein lauerndes Tier das seine Opfer lebendig verschlingt, ein Symbol für Unheil -- böse. Ein geniales Gleichnis - wenn auch naturwissenschaftlich absurd.
Da ist der Baum der Erkenntnis: "Von diesen Früchten dürft ihr nicht essen denn dann wisst ihr den Unterschied von Gut und Böse". Was hat der Verzehr eines Apfels, einer Feige (je nach Übersetzung) mit Sünde zu tun ?
Uns ist doch klar, dass dies ein geniales orientalisches Erzählbeispiel für eine riesengroße Sünde ist - ohne dabei pornografische Begriffe - die im Altertum wohl verboten waren - zu benennen:
Ich will gerne von Euch wissen:
Was war denn die Sünde? Hatte Eva die Beine für andere Männer breit gemacht weil es ihr gefiel? Hatte Adam andere Frauen gevögelt weil es ihm gefiel? Was meinten die Urpriester konkret mit den verbotenen Früchten des Baumes der Erkenntnis?
Danke
6 Antworten
Vor kurzem wurde eine ähnliche Frage gestellt. Meine Antwort vom damals passt aber auch zu deiner Frage, darum habe ich sie einfach kurz kopiert.
Lies einmal ganz in Ruhe die ersten 3 Kapitel in der Bibel.
1. Mose 1, 1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. 2 Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 4 Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis.
Nun kann man diskutieren: "ob war", oder "wurde" "wüst und Leer". Wichtiger ist, nur die Erde und nicht der Himmel. Was ist also auf der Erde geschehen?
Licht und Finsternis sind in der Bibel auch Synonyme für gut und böse. Bedenke auch hier, sie Sonne wurde erst am 4. Tag erschaffen, also kann es nicht das sein was wir heute als Licht bezeichnen.
1. Mose 2; 9 Und Gott der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Warum Gott diesen Baum der Erkenntnis "gepflanzt" hat, lässt die Bibel offen. Übrigens kann man das Wort "Erkenntnis" auch mit Lehrern übersetzen. D.h. festlegen was richtig und falsch ist, also gut und böse.
1. Mose 2; 15 Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
Der Mensch sollte den Garten bewahren. D.h. es bestand also eine Gefahr für den Garten Eden. Welche?
1. Mose 3; 5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist! 6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
Dieser Versuchung konnten Adam und Eva nicht widerstehen. Somit hat jetzt aber auch der Mensch die Verantwortung selbst festzulegen was gut und Böse ist. Diese Verantwortung haben wir bis heute und können wählen zwischen dem was Gott vorschreibt, oder was wir wollen. Wie gut das funktioniert sieht man in der Geschichte.
Prediger 8; 9 Dies alles habe ich gesehen und mein Herz all dem Treiben gewidmet, das geschieht unter der Sonne, in einer Zeit, da ein Mensch über den anderen herrscht zu seinem Schaden.
Was war denn die Sünde?
Im Text wird keine Sünde erwähnt, das Wort Sünde kommt nicht vor. Der Text sollte nicht vom Erzählten aus betrachtet werden, sondern von der Perspektive der Autoren und welche Fragen sie diese damit versuchten zu beantworten. Daher brauch man auch nicht auf Homo Habilis usw schauen.
Wir wissen um die hohe Kunst der alten orientalischen Erzählkunst dahingehend, dass Lebenssachverhalte dem einfachen Volk in schillernden, leicht verständlichen Beispielen übermittelt wurden.
In diesem Fall handelt es sich um eine Ätiologie: Wie wurde der Mensch zu dem, wie die Autoren ihn in seiner Zeit und Umwelt wahrnahmen? Dazu gehört auch...
Damals wussten die Menschen nichts mit dem Begriff "Böse" anzufangen.
...warum Mensch gutes und böses erkennen kann, Tiere aber nicht.
Es ist längst klar, dass das AT nicht wörtlich gelesen werden will. Sondern unter dem Aspekt alter orientalischer Erzählkunst in klugen Beispielen verstanden werden will.
Zu dieser Ätiologie kommt auch die Erzähltradition des Weltenbaumes hinzu. Vielleicht bekannt vom Gilgamesch-Epos
Was hat der Verzehr eines Apfels, einer Feige (je nach Übersetzung) mit Sünde zu tun ?
Ungehorsam. In jüdischer Vorstellung Basis jeglicher Sünde (vgl Ex 19,5 im Prolog zum mosaischen Gesetz).
Danke, dass du uns JZ auch erwähntest. - Der Baum stand für das Recht Gottes zu sagen was Gut und was Böse ist. Das sollten A&E nicht selbst bestimmen, was auch beinhaltet, das sie diese Fähigkeit, obwohl sonst vollkommen, nicht hatten. - Von diesem Baum "nascht" die ganze Welt. darum geht es auch drunter und drüber!
Also wer nicht verstehen will, der wird es auch nicht, dabei ist es doch so einfach und in all unseren Gesetzen auf der ganzen Welt wird das angewandt.
Wie sagte doch Jesus so treffend; [Zitat]"wenn ihr nicht einmal glauben wollt, was ihr in der Welt seht und erlebt, wie werdet ihr mir glauben wenn ich euch von Dingen aus der Geistlichen Dimension erzähle?"
ein kleines Kind wird auch noch nicht für sein Tun zur Verantwortung gezogen, denn es weiss ja noch nicht was es tut, aber umso älter es wird, umso grösser wird die Verantwortung bis der Mensch dann mit (hier in Europa) 18 Jahren volljährig wird und somit Mündig was auch bedeutet er trägt die Volle Verantwortung für sein Handeln.
Bevor Adam und Eva die Frucht asen, waren sie wie kleine Kinder, sie wussten nichts von richtig und Falsch und weil sie das nicht wussten konnte Gott sie für ihr verhalten, weil er ja gerecht ist nicht zur Verantwortung ziehen. Aber damit, dass sie durch die Frucht nun diese Fähigkeit bekamen konnte Gott nicht mehr über ihr falsches Verhalten hinwegsehen und musste den Menschen dafür zur Rechenschaft ziehen.
Und da Gott gerecht und Wahr ist und kein Mensch vor ihm bestehen kann ohne zu sterben wurde er aus seiner Gegenwart verbannt und konnte so nicht mehr mit Gott in Gemeinschaft leben.
Da durch den Verspeis der Frucht des Baumes des Lebens sie auch den Tod nicht mehr erlebt hätten, so musste er die Menschen aus dem Umfeld und vor dem Zugang zu dieser Frucht entfernen und ihn dort hin stellen wo er auf sich selbst und seiner Irdischen und somit vergänglichen Natur entsprechend dem Tode geweiht ist.
Damit wurde auch die Frau Gebärfähig, denn zuvor war sie nicht in der Lage Kinder zu gebären, was auch eine leichte Mathematische Logik beinhaltet.
Diese ganze Geschichte aber weisst auch schon auf Jesus und den Heiligen Geist hin, wie auch auf die Endzeit und das Neue Reich.
Wie das Ende der Welt sein wird und wie die neue Welt kommen wird.
In der Bibel sind keine unnötigen Geschichten nur verstehen wir nicht alles.
Aber alles ist aus einem Plan entstanden und wer es versteht, der erkennt es.
Wer ohne Verstand bleiben will, der bleibe ohne Verstand.
Das Feigenblatt wird in der biblischen Geschichte vom Sündenfall erwähnt.
Nachdem Adam und Eva die Frucht vom Baum der Erkenntnis aßen - merkten sie -dass sie nackt waren und bedeckten ihre Blöße mit Feigenblättern (Gen. 3, 7).