Christentum: Was sind die 10 Gebote?
Hallo! Ich weiß, man kann die leicht ergoogeln ABER ich finde stets unterschiedliche Formulierungen.
Ich möchte alle zehn Gebote auswendig lernen, aber nicht den Fehler machen, etwas falsches auswendig zu lernen. Ich möchte ganz exakt die richtigen Gebote lernen - buchstäblich.
Was sind die (richtigen) 10 Gebote des Christentums?
13 Antworten
In der Identität, die man durch Jesus Christus bekommt, wird man automatisch zu einem furchtlosen Menschen. Ein Christ bekommt den heiligen Geist:
denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2. Timotheus 1:7
Jesus als persönlichen Herrn und Erlöser anzunehmen, bedeutet zu leben und von innen von Gott verändert zu werden. Zudem bedeutet es eine innere Zufriedenheit von Gott zu bekommen, die einen auch durch schwierige Zeiten begleitet.
Du meinst die Zehn Gebote aus dem Alten Testament? https://www.ekd.de/Zehn-Gebote-10802.htm
Doch Du solltest bedenken, daß diese von Kanaanitern erdichtet wurden, so um 530 v.Chr. in Babylon. Lange Geschichte die nicht allen gefällt.
Die 10 Gebote sind unter dem Zwang entstanden, das es 10 sind oder werden sollen. Für jeden Finger eins. Schon die geläufigen 10 Gebote haben einen Rechenfehler. Das Gebot, "Ich bin der Herr dein Gott!" wird nicht mitgezählt.
Daneben haben die 10 Gebote, Gebote, von unterschiedlicher Qualität.
Da gibt es einmal die sogenannten Gesellschaftlichen Konventionen. Das sind uralte Regelungen, die sogar bis ins Tierreich wirken, (Beißhemmung).
Nehmen wir 5., "Du sollst nicht töten."
Völlig zwiespältiges Gesetz. Nichts war üblicher zur Zeit der 10 Gebote, als Töten. In Kriegen, bei Strafen, bei Opferungen bei Rachefeldzügen, wurde getötet, was das Zeug hielt. Es wurde sogar, nach Kriegen, aus Vorsorge getötet.
Man meinte sicher damit, das man in einer Gruppe, Sippe oder Gesellschaft nicht wahllos töten sollte, um sich Vorteile zu verschaffen. Genau das, beinhaltet die Gesellschaftliche Konvention "Du sollst nicht töten". Ein Gemeinwesen kann nicht existieren, wenn darin wahllos getötet wird.
Genauso beim 7. Gebot. "Du sollst nicht stehlen" Auch hier geht es bei der Konvention, darum, das eine Gemeinschaft nicht existieren kann, wenn jeder jedem, nach gut Dünken, einfach etwas wegnimmt. Wintervorräte würden so völlig unmachbar sein. Allerdings, gab es damals auch schon Ausnahmen. Die Religionsoberen, ließen sich damals auch Tiere opfern, damit sie sie verspeisen konnten. Ob es damals schon so etwas wie Steuern gab, ist mir nicht bekannt, aber heute muss man die Abgaben und Steuern dazu zählen. Steuern und Abgaben sind legalisierter Diebstahl.
Auch das 8. Gebot ist eine gesellschaftliche Konvention, wenn es in dem Sinne gedeutet wird, das man nicht Betrügen soll. Auch in einer Gesellschaft, wo nach gut Dünken gelogen und betrogen wird, ist kein Zusammenleben auf Dauer möglich. Es ist nicht möglich, Vertrauen aufzubauen, worauf eine Gemeinschaft angewiesen ist.
Das 6. Gebot ist das Schwierigste. Ich habe noch gelernt, "Du sollst nicht Unkeuschheit treiben." Damit war jeder Sex verboten, der nicht unmittelbar zur Zeugung eines Kindes eingesetzt wurde. Ja, mehr noch, dieser Sex sollte möglichst so gestaltet werden, das die Lust unterdrückt wurde. Völlig hirnrissig zu erfassen, das dies im Sinne von JHVH/YHWH sein könnte.
Heute, wird wieder gefordert, so wie es in der Bronzezeit wohl gedacht war, "Du sollst nicht Ehebrechen." Völlig verlogene Sache. Galt nur für die Frauen. Die Männer haben eh die Ehe gebrochen, weil Vielweiberei üblich war. Die Forderung nach Monogamie, war damals eine reine Hygienemaßnahme, und damit durchaus eine gesellschaftliche Konvention. Man wollte Krankheiten eindämmen, die durch zügellose Sextätigkeit verbreitet wurden.
Natürlich ist es JHVH/YHWH, nicht egal, wie die Menschen Sex machen. Seine Idealvorstellung liegt tatsächlich darin, das sich 2 Menschen finden, Sex machen, Kinder bekommen, die Kinder heranziehen und als Oma und Opa bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Nur so, kann die Schöpfung optimal funktionieren. Natürlich ist JHVH, kein Beckmesser. Selbstverständlich ist er bereit, auch beim Sex mal ein Auge zu zu drücken. Solange dies in einem vernünftigen Rahmen bleibt, ist JHVH, der Letzte, der etwas dagegen hat.
Das 9. und das 10. Gebot waren früher ein Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weibes, und du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut. Ganz offensichtlich von Menschen gemacht. Völlig unüberlegt. Es würde die Freiheit von Frauen in einer Weise einschränken, die nicht gerechtfertigt ist. Daneben, wäre der Handel nicht möglich. Um ein Produkt käuflich zu erwerben, muss ich es erstmal begehren. Warum sollte der Wunsch verboten sein, etwas zu erwerben, was einem Anderen gehört? Der Andere hat doch immer noch das Recht, seine Sachen zu behalten und die Abgabe abzulehnen. Solange es beim Begehren bleibt, ist die Sache harmlos.
Kommen wir also zu den Eitelkeitsgesetzen.
Da heißt es, "Ich bin der Herr dein Gott" völlig überflüssige Forderung. Einer, der sich ein enges Verhältnis zu Gott aufgebaut hat, würde diesen Gott, niemals und für nichts auf der Welt, eintauschen.
Genauso das 1. Gebot. "Du sollst keine fremden Götter neben mir haben". Das ist keine Forderung von JHWH. JHWH weis ganz genau, das ein Mensch, der eine innige Liebe mit ihm aufgebaut hat, niemals auf die Idee käme, nach anderen Göttern zu suchen.
Beim 2. Gebot, wird es albern. JHVH, hat sich angeblich Moses als JHVH vorgestellt. Das heißt wörtlich übersetzt, "Ich bin der ich bin" sowas sagt nur einer, der seinen Namen nicht nennen will. Gott hatte es einfach satt, als Sonnengott bezeichnet zu werden, wie Ra, Baal oder El. Deshalb wollte er seinen Namen nicht verraten. Vielleicht hat er keinen? Wofür auch? Gott kann auch ohne Namen seine Schöpfung machen, das beweist er schon seit über 15 Milliarden Jahren, wenn nicht noch länger.
Wenn also gefordert wird, das man den Namen Gottes nicht verunehren sollte, ist das eine Unmöglichkeit einer Leistung. Einer der keinen Namen hat, dem kann man auch nicht den Namen verunehren. Im Übrigen, ist das wieder ein klarer Beweis, das einigen Bibelschreibern die Phantasie durch gegangen ist. Als wenn sich ein Gott darüber aufregen könnte, wenn er nicht angemessen angesprochen wird? Gott weis genau, aus welcher Intension er angesprochen wird. Da ist es völlig unerheblich, welche Worte gebraucht werden. Im Übrigen, kommt die Kontaktaufnahme zu über 99% von Gott. Das Problem stellt sich also fast gar nicht.
Beim 3. Gebot, wird es wieder ganz haarig. Als wenn Gott ein Interesse hätte, das der Sabbath geheiligt wird. Hier ist es ganz eindeutig. Hier werden Interessen von Menschen durchgesetzt, um andere Menschen zu bestehlen, zu plündern, zu unnützen Belastungen zu zwingen, zu Indoktrinieren und zu Gehirnzuwaschen. Wer da auch nur ansatzweise meint, das das im Sinne von JHVH ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Bezeichnend ist hier, das die Christen den Sabbath gar nicht mehr heiligen. Fragt sich dann allerdings, warum sie dieses Gebot noch haben.
Kommen wir zu der Rentenversicherung. "Du sollst Vater und Mutter ehren, auf das es dir wohl ergehe, und du lange lebest auf Erden." Das spielt in das 6. Gebot. Gott hat tatsächlich ein Interesse daran, das die Familien lange gemeinschaftlich existieren. Das heißt aber noch lange nicht, das man sich als Vater und Mutter benehmen kann, wie man will. Auch hier völlig eindeutig. Eine solche Positive Regelung, wird von Zwielichtigen Typen benutzt, um sich Vorteile zu ergaunern, die ihnen nach der Ethik gar nicht zustehen.
Nach Martin Luthers (passt zum heutigen Reformationstag) kleinem Katechismus sind dies die 10 Gebote:
Das erste Gebot:
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Das zweite Gebot:
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.
Das dritte Gebot:
Du sollst den Feiertag heiligen.
Das vierte Gebot:
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Das fünfte Gebot:
Du sollst nicht töten.
Das sechste Gebot:
Du sollst nicht ehebrechen.
Das siebte Gebot:
Du sollst nicht stehlen.
Das achte Gebot:
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das neunte Gebot:
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Das zehnte Gebot:
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.
Doch wenn man es genau nimmt, gehören die 10 Gebote zum Gesetz, das Mose am Berg Sinai von Gott empfangen hat und dem Volk Israel gab. Insgesamt besteht dieses Gesetz aus 613 Geboten und Verboten und die 10 Gebote sind der bekannteste Teil davon. Da Christen nicht unter dem Gesetz stehen, gelten für sie auch nicht die 10 Gebote. Allerdings werden im Neuen Testament 9 der 10 Gebote auch für Christen aufgestellt und formuliert (bis auf das Sabbat-Gebot [Luther schreibt "Feiertag heiligen", aber eigentlich müsste es "Sabbat" heißen], weshalb Christen nicht den Sabbat feiern, der von Freitagabend Sonnenuntergang bis zum Samstagabend Sonnenuntergang geht).
Es gibt aber weitere ethische Forderungen, die an Christen gestellt werden und die über die 10 Gebote hinausgehen. Jesus lehrte z. B., seinen Gott und seinen Nächsten zu lieben, wie man sich selbst liebt und sogar seine Feinde zu lieben. Bei starken Beleidigungen ("auf die rechte Backe schlägt") soll man "die andere Backe hinhalten" und sich nicht wehren.
Das gesamte Gesetz hat Jesus folgendermaßen zusammengefasst: "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten." (Matthäus 7,12)
An Timotheus schreibt Paulus: "Sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Reinheit" (1Timotheus 4,12).
Christliches Leben soll ganz praktische Früchte hervorbringen: "Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue." (Galater 5,22)
Viele weitere Beispiele könnte man aufführen...
Die 10 Gebote gelten für das Volk Israel, für die Juden. Diese Gebote wurden den Christen nicht offenbart.
Den Christen wurden neue Gebote gegeben.