Sollte Ramadan in DE stärker gefördert und integriert werden?
Integration bedeutet gegenseitige Anpassung – nicht einseitige Assimilation in die deutsche Kultur. Dennoch dominiert das christliche Abendland weiterhin den öffentlichen Raum, während islamische Traditionen weitgehend unsichtbar bleiben.
- 7% der Bevölkerung in Deutschland sind muslimisch, doch islamische Feiertage wie Ramadan oder Eid spielen öffentlich kaum eine Rolle. Warum sind Schulen und Betriebe nicht flexibler?
- Weihnachtsmärkte boomen, dabei wird dort längst Halal-Food verkauft – aber wo sind unsere offiziellen Iftar-Märkte in deutschen Innenstädten?
- Christliche Feiertage sind arbeitsfrei, muslimische nicht – ein massiver Nachteil für Millionen Menschen! Sollte der Ramadan nicht zumindest ein gesetzlicher Ruhetag werden?
- Ausschreitungen auf Weihnachtsmärkten haben in den letzten Jahren zugenommen – wieso also nicht Raum für friedliche, spirituelle Feiern wie das kollektive Fastenbrechen?
- Schulen und Kitas werden progressiver: Einige haben den Weihnachtsbaum bereits abgeschafft und stattdessen respektvolle Gesten zum Ramadan eingeführt (z. B. kein Essen und Trinken im Unterricht aus Rücksicht auf Fastende). Sollten wir uns hier ein Beispiel nehmen?
- Fast Fashion dominiert unsere Innenstädte, obwohl sich im Islam nachhaltiger Konsum und bewusster Verzicht widerspiegeln. Sollte der Ramadan nicht auch als gesellschaftliches Vorbild für einen bewussteren Lebensstil dienen?
Müssen wir nicht endlich anerkennen, dass Deutschland ein multikulturelles Land ist? Oder hält uns der veraltete Mythos der „deutschen Leitkultur“ künstlich zurück?
Wie steht ihr dazu?
45 Stimmen
7 Antworten
Klassischer Versuch, eine Strohmann-Diskussion zu führen.
Der Fragsteller definiert "Integration" in einem Sinn, wie es ihm paßt, um plötzlich Integrationspflichten der Mehrheitsgesellschaft für eine Minderheit zu erfinden.
Ich sehe nicht, dass ich mich an islamische Regeln halten muss. Moslems könne sich nach dem Islam richten, solange es mit deutsche Gesetzen vereinbar ist. Eine Förderungspflicht für die deutsche Bevölkerung gibt es sicher nicht. Genausowenig muss sich die Bevölkerung an christlche Regeln halte, so es sich nicht um Gesetzesbefehle handelt.
Ja und? Was soll das sein?
Diese nominalgeprägte Ausdrucksweise dient zumeist der Verschleierung des Gemeinten.
Das ist das, was du sehen willst. Weil du etwas gegen den Islam und/oder gegen mich hast?
Das ist die Erfahrung aus beruflichen Diskussionen, Streitschriften und Auseinandersetzungen insbesondere mit Behörden. Wenn es "nominal" wird, wird es (bewußt) unscharf.
Okay. Ist ein interessanter Punkt den du aufgreifst. Aber ich bin kein windiger Politiker/Bürokrat, der eine Verschleierungstaktik einsetzt. Ich wollte einfach nur eine Umfrage stellen..
Wenn ich mich richtg erinnere sind die meisten Muslime illegal nach Deutschland eingereist. Deshalb muss ein grosser Teil auch wieder rückgeführt werden.
Wer zu uns kommt, hat sich bei uns anzupassen oder wieder gehen.
Wir legen nicht den geringsten Wert auf islamische Traditionen, wenn sie so dreist gefordert werden, wie du es gerade tust..
Dennoch dominiert das christliche Abendland weiterhin den öffentlichen Raum,
Das wäre ja noch schöner, wenn wir und von illegal eingereisten Migranten ihre Kultur aufzwingen lassen sollen.
Allerdings sind wir sehr grosszügig, wenn wir Anstand und Respekt erkennen können bei unseren Gästen.
Sehr viele Muslime (Türken und Kurden) leben bereits in der 3. oder sogar 4. Generation in Deutschland.
Die sind auch nicht gemeint und wenn die zeitlich begrenzt aufgenommenen Migranten zurück sind und die illegal eingereisten, dann sind es schon längst nicht mehr viele. Trotzdem erwarten wir von allen Muslimen, dass sie sich unserer Kultur anpassen. Trotzdem können sie ihre Religion ausleben, soweit es nicht unsere Kultur stört.
Warum? Weil sie das ihn ihren Ländern von Christen genau das erwarten. Die können froh sein, wenn sie nicht verfolgt und getötet werden.
Nirgendwo steht, dass das eine Absicht wäre, der Fragesteller hat sich das aus dem Arsch gezogen.
Es reicht so wie es ist. Wir leben nun mal in einem christlich geprägten Land und nicht in einem muslmisch geprägten. An vielen Schulen bekommen die muslimischen Schüler übrigens auf Antrag am Zuckerfest durchaus frei. Arbeitnehmer müssen sich halt Urlaub nehmen.
Und klar wir schaffen die christliche Bräuche an Schulen ab, führen dafür aber muslimische ein. Essen im Unterricht muss ohnehin nicht sein. Und Trinken? nun es muss ja keiner fasten.
WEnn Muslime Christen zum fastenbrechen einladen warum nicht. Gerne auch öffentlich. Nur WOLLEN das die Muslime so überhaupt? Das was du vorschlägst hat nichts mit Integration von Muslimen zu tun, sondern eher mit der Einführung muslimischer Sitten und Gebräuche für alle hier!
Klar wollen Muslime das, ich wurde ziemlich oft zum Fastenbrechen und zum Zuckerfest eingeladen, obwohl ich keine Muslima bin. Das könnte daran liegen, dass diesen Menschen nicht mit Feindseligkeit begegne.
Ich auch nicht. Und klar machen MANCHE das. Ist ja auch ok. Aber das muss jetzt nicht in der Öffentlichkeit sein, das meinte ich.
Nein. Wer sich nicht in der westlich säkulären Kultur christlichen Ursprungs konfliktfrei intregieren möchte, der kann in ein islamisches Land zurückauswandern.
Wenn ein Deutscher solche Anpassungen nach christlichen Vorstellungen in Saudi Arabien oder Afghanistan fordern würde, bliebe er wahrscheinlich nicht lange am Leben. Das Problem ist, dass Menschen, die aus eben solch strengen Kulturen stammen, sich einerseits in der deutschen Kultur nicht zurechtfinden und anderseits diese auch oft nicht zu respektieren bereit sind. Es steht jedem dieser Menschen frei wieder zu gehen.
Es steht jedem dieser Menschen frei wieder zu gehen.
Was für ein Quatsch. Viele Muslime sind Deutsche bzw. schon in 3. oder 4. Generation hier.
Neu hinzugekommende Menschen kommen oft aus Kriegsgebieten, werden verfolgt usw. und können nicht zurück.
Das ist Kolonialherrenart, wie du dich hier ausdrückst.
Sollte Ramadan in DE stärker gefördert und integriert werden?
Du darfst dich gerne mit dieser Absicht engagieren.
Der Staat hat allerdings damit nichts zu tun.
Wo fordere ich, dass alle Menschen am Ramadan oder an anderen Festen teilnehmen müssen? Das ist alles freiwillig. Was ich zur Diskussion stelle, ist die gesellschaftliche Sichtbarkeit.