hallo ich muss in deutsch enine interpretation zum gedicht das warenhaus von werner bergenruen schreiben könnnt ihr mir bitttte helfen?

hallo ich muss für die schule in Deutsch eine interpretation zum gedicht Das Waren Haus von Werner Bergengruen eine interpretation schreiben könnt ihr mit bitte helfen???????????????????

das ist das gedicht

Werner Bergengruen:

Das Warenhaus

Rasiert, hellbraun montiert, betreßt und goldbeknöpft

sonst nichts - steht der Portier auf seiner Stelle.

Du ahnst, woraus er seine Größe schöpft;

er hütet stumm der ganzen Schöpfung Schwelle.

Sibirien, China! Sachsen und Peru!

Meer! Atelier! Fabrik und Tropenwelt

Er weiß, was sie nur liefern, findest du

hier alles, alles, alles aufgestellt!

Hier duften Seifen, blitzen Necessaire,

Prachtbände funkeln golden und verblassen,

Korbmöbel stell’n sich drohend in die Quere

und kränken dich, bevor sie dich entlassen.

Knallrot der Mund und zauberklein der Fuß,

wächserne Damen tanzen, gehn und fächeln

und präsentieren Kleider und Dessous

starr mit gespenstisch eingefrornem Lächeln.

Du stehst geknickt vor ausgestopften Affen,

Leihbüchereien, Damengarderoben,

Sporthemden, Fleischkonserven, Kinderwaffen,

Teeräumen, erste Treppe links nach oben ...

Blitzblanke Syphons harren hellen Bieres,

Sparherde ... du erschrickst: Musik und Krach!

(Ein Fräulein weist die Güte des Klavieres

an Hand der "Fledermaus" dem Volke nach.)

Die Menge bringt dich surrend in die Weite,

zwölf Grammophone haben dich zum Besten.

Du gehst - halb aus Versehn - nur einen Schritt zur Seite

und stürzest jäh ins Reich der Sommerwesten.

Du merkst, das Chaos alles Existenten,

hier ist’s zum Kosmos weisheitsvoll gebändigt,

und jeder Teil der Welt wird den solventen

Mitbürger gegen Kasse ausgehändigt.

Die Rechnung stimmt, hier bringt sein Gott Errettung,

du stehst erblaßt, bewältigt und verdöst

und siehst der Schöpfung brausende Verkettung,

die ganze Welt in Waren aufgelöst.

Und diesem Kosmos hebst du an zu fluchen,

indes der Strom dich flutend weiterschiebst,

und voll Verzweiflung fängst du an zu suchen

nach irgendetwas, das es hier "nicht gibt".

Umsonst. Und durch dein fieberwirres Fragen

versickerst’s dumpf: Geist ... ideeller Wert ...

Dann wankst du fort, verwelkt, zermürbt, zerschlagen,

und bist zum Glauben des Portiers bekehrt.

Deutsch, Schule, Gedicht, Lyrik

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