Seit 2,5 Monaten ohne Fortschritte geschlossen untergebracht - Was tun?
Derzeit bin ich geschlossen in einer Klinik untergebracht. Seit 2,5 Monaten.
Ohne wirklichen Erfolg.
Der Beschluss ist 1 Jahr gültig. Langsam glaube ich, dass ich die Zeit hier nur absitzen werde.
Therapien gibt es nur wenig. Ich darf seit kurzem lediglich in Begleitung einmal wöchentlich aufs Klinikgelände, aber eben nur um an Therapien teilzunehmen.
Ziel (meines Betreuers und der Klinik) war eigentlich, eine geeignete Einrichtung für mich zu finden. Aber alle Einrichtungen im Umkreis von ca. 200 km haben abgesagt.
Ich mag nicht hunderte Kilometer wegziehen und mag nicht länger unter solchen Umständen leben.
Ich habe bereits alleine gelebt, und das 2 Jahre lang. Würde auch so allein zurechtkommen.
Ich habe schon gegen mehrere Beschlüsse Rechtsmittel eingelegt. Aber es kann ggfs. Monate oder Jahre dauern, bis es zu einem Prozess bzw. einer Verhandlung kommt.
Ich sehe eine Möglichkeit, dass jemand anders die Betreuung übernehmen könnte. Denn ein anderer Betreuer kann den Beschluss zur Unterbringung aufheben. Aber dazu habe ich niemanden bisher gehabt.
Mein derzeitiger Betreuer hat auch Aufenthaltsbestimmungsrecht und Entscheidung über freiheitsentziende Maßnahmen.
Was tun?
2 Antworten
Was hat sich denn verändert, dass Du seit kurzem nur noch einmal wöchentlich in Begleitung wöchentlich aufs Klinikgelände darfst zur Therapie?
Das war doch vorher anders. Hast Du den Grund erfahren, warum die Kliniken rundum abgesagt haben?
Wie könntest Du denn an einen anderen Betreuer herankommen? Ob dieser aber den Beschluss der Betreuung aufheben wird? Die Betreuer unterhalten sich auch alle untereinander.
Hast Du einen eigenen Anwalt, der Dich beraten könnte? Oder mal mit der Klinikleitung und mit dem Betreuer zusammen reden.
Gegen die Entscheidungen des Betreuungsgerichts kann Beschwerde eingelegt werden. Über die Beschwerde entscheidet das Landgericht. Gegen die Entscheidung ist die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof möglich.
Habt ihr darüber schon einmal gesprochen?
Lies Dir das mal durch, wie man Du gegen Betreuer vorgehen musst, allerdings gibt es Fristen.
Dort sind auch weiterführende Links, lies Dir das mal durch.
Ich hoffe sehr, dass Brauchbares dabei ist und Du wieder mehr isst.
Alles Gute für Dich.
Das ist wirklich schlimm das ist eine ganz tragische Situation, Du wirst bestimmt eine Wohngruppe finden, das dauert leider alles so lange.
Durchhalten! Ich glaube dir, dass es hart ist, aber niemand will dir dort etwas Böses mit der Unterbringung.
Ja, du kannst den Betreuuer wechseln, wenn du dich dann besser fühlst, aber vielleicht bist du einfach da wo du bist im Moment am besten aufgehoben.
Nimm jede Therapie mit, die du kriegen kannst, auch wenn du keine Lust hast. Nimm jedes Gespräch an, das dir angeboten wird. Verbringe Zeit mit den anderen Patienten. (Ich weiß, da sind viele schräge Leute, aber ein paar können dir auch gut tun!)
Alles Gute!
Danke für die Antwort!
Ich habe schon das Rechtsmittel der Beschwerde eingelegt. Nur, es kann sehr lange dauern bis sich diesbezüglich etwas tut. Warte schon seit Monaten auf eine Entscheidung des Landgerichts.
Bzgl. Ausgang, hatte ich vorher gar keinen Ausgang. Neuerdings darf ich ca. einmal wöchentlich aufs Klinikgelände in Begleitung für Therapie.
Einen Anwalt habe ich bisher nicht gefunden. Hab schon viele angefragt.
Ich soll in ein therapeutisches Wohnheim ziehen. Da haben einige abgesagt wegen meiner Diagnose, oder wegen meiner Vorbelastungen, etc.