Wann wird v=-gt und wann v=gt benutzt?

2 Antworten

Das Vorzeichen hängt davon ab, wie deine positive Richtung definiert ist.
Das ergibt sich entweder aus der Aufgabenstellung oder du kannst es frei wählen - in jedem Fall musst du aber darauf achten, dass du konsistent bleibst!

Aber wenn ich jetzt zum beispiel den waagrechten wurf berechnen muss ,muss ich die formel s=v×t umstellen ,dass ich v rausbekomme oder muss ich einer dieser oberen formeln benutzen?

s = v*t gilt nur für konstante Geschwindigkeiten (bzw. für die Durchschnittsgeschwindigkeit)

Allgemein ist s das Integral über die Zeit von v.

Beim waagrechten Wurf hast du zwei Wege:

einmal den waagrechten Weg, der aus der Anfangsgeschwindigkeit resultiert und tatsächlich mit s = v*t berechnet werden kann (v ist hier konstant, wenn der Luftwiderstand vernachlässigt werden darf)

zum andern hast du den Weg des freien Falls nach unten. Hier ist die Geschwindigkeit nicht konstant sondern sie nimmt gleichmäßig mit der Erdbeschleunigung g zu. Hier gilt v = g*t + vo

Kurz: welche Formel du benutzen musst, hängt davon ab, was du berechnen willst.

In der Regel berechnet man aus der Abwurfhöhe die Zeit, die der Gegenstand braucht, um den Boden zu erreichen.

Aus dieser Zeit berechnet man mit Hilfe der Abwurfgeschwindigkeit dann die Wurfweite.

Von Experte indiachinacook bestätigt

Das hängt davon ab, wie die y-Koordinate gemessen wird. Beim waagrechten Wurf üblicherweise nach oben (d.h. die y-Achse ist nach oben gerichtet), so dass gilt



wobei g=9.81m/s^2 positiv ist. Die Beschleunigung erfolgt ja nach unten, also entgegen zunehmender y-Werte.