Registry säubern ratsam?
Hallo,
ich benutze ein Programm names Glarys Utilities zum Säubern meines Windows-PCs.
Aktuell zeigt mir Glarys fast 500 "problematische" Registryeinträge an.
Kann man die gefahrlos löschen?
7 Antworten
Registry-Reiniger sind so eine Sache.
Einerseits kann eine aufgeblähte Registry mit zahlreichen Resten bereits deinstallierter Programme und fehlerhaften Einträgen das System ausbremsen bis lähmen, andererseits gilt das genauso für das Löschen wichtiger Einträge.
Ob so eine Reinigungsaktion also mehr nutzt oder schadet, hängt letztendlich davon ab, wie gut ein Wartungsprogramm in der Lage ist, die entspr. Einträge zu identifizieren.
Ich habe in der Vergangenheit (ist allerdings schon ca. 10 Jahre her) mit so einer Aktion mein Betriebssystem runiniert. Zuletzt (vor meinem Upgrade auf Win 11) war eine Ausmistaktion (mit "Revo Registry Cleaner", knapp 1000 Einträge entfernt) jedoch erfolgreich: PC lief merklich flüssiger und stabil. Das machte ich aber nicht einfach so, sondern weil er bei bestimmten Situationen schon etwas hakelte.
Kann aber auch sein, daß anschließend das Upgrade wieder einiges repariert hat, was möglicherweise der "Reiniger" vermurkst hatte.
Es ist also ein gewisses Glücksspiel. Ich würde auf jeden Fall eine Vollsicherung des Betriebssystemes vor einer Registry-Reinigung machen, um es ggf. wieder unkompliziert herstellen zu können, oder es im Zweifelsfall lassen, solange das System stabil läuft.
Sehe da wenig Nutzen. Das sind geringe Datenmengen da es sich meist nur Konfigurationen von Programmen oder Datentypen handelt. Da ist die Gefahr größer, dass man was verhunzt als dass man einen spürbaren Mehrwert hat.
Nein, es gibt keinerlei Vorteile. Die Registry wird bei halbwegs modernen Systemen ,wie Windows 10 und 11 es mittlerweile sind, sowieso nicht komplett geladen bzw. durchsucht, um irgend einen Eintrag auszulesen.
Es wird direkt der relevante Unterschlüssel angesprungen. Daher stellt auch eine Reg mit diversen verwaisten, überflüssigen Einträgen kein Problem dar. Bereinigungsversuche sind dagegen immer riskant.
Hilfreich ist da auch ein Blick in den Taskmanager - Prozess "Registry".
Der belegt bei mir gerade mal 14 MByte.
Bei den heutigen RAM-Größen komplett irrelevant. Selbst, wenn da Karteileichen drin sein sollten.
Einfach und für Laien: Finger weg von allem, was die Registry "reinigt".
Im Zweifel sorgt das nur dafür, dass Dein Betriebssystem instabiler wird.
Aktuell zeigt mir Glarys fast 500 "problematische" Registryeinträge an.
Whatever. 🤷♂️
Die müssen ja was anzeigen, um die Funktion ihrer eigenen Software zu begründen.
Merke: Lieber ein paar verwaiste Einträge in der Registry als etwas löschen, was ggf. noch benötigt wird.
Laien manchen mit solcher Software eher was kaputt - Profis benötigen sie prinzipiell lediglich als letzte, verzweifelte Maßnahme, wenn alles andere schon probiert wurde. ...und selbst dann, würden sie eher Windows neu installieren als auf Zufall rumdoktorn.
Die müssen ja was anzeigen, um die Funktion ihrer eigenen Software zu begründen.
Getreu der alten Volksweisheit: "Frage nie einen Friseur, ob du einen Haarschnitt brauchst." 😎
in den meisten Fällen sind es verwaiste Einträge, kann aber trotzdem zu Problemen führen, vor dem Löschen ein buckup erstellen