Macht das Kämpfen gegen ausnutzende Chefs und das Verlangen nach Gehaltserhöhung Sinn?
In letzter Zeit habe ich das Gefühl, ich werde ausgenutzt (Aufgaben von anderen wechseln als Zusatz zu mir, weil dem Chef danach ist.)
Gehaltserhöhung 3% seit 3 Jahren . (1800netto Hilfskraft)
Soll ich dem alles wehren und „kämpfen“ dass ich faire Aufgaben und bessere Bezahlung bekomme?
Es kommt mir vor dass ich eher den Job aufgeben soll und irgendwie selbstständig wird oder nach flexiblerem Job suche, als mich gegen solche Leute zu kämpfen. Ich habe gehört, dass, wenn man sich an den Job gewöhnt und kämpft, dass es scheinbar besser wird, ist es so als würde man kämpfen um die Art Sklaverei zu verschönern und in der zu bleiben. Die Comfort Zone.
4 Antworten
Kommt drauf an, wie dein Stundenlohn ist, bzw wie lange du für die 1800 Netto arbeitest. Bruttolohn wäre hier interessanter, da niemand deine Steuerklasse kennt.
Gehen wir mal von Lohnsteuer 1 und 40h-Woche aus: Dann hast du als Hilfsarbeiter einen guten Lohn. Aus anderen Antworten lese ich, dass du leicht ersetzbar bist; das ist wiederum nicht so gut...
Ich denke in deinem Fall ist die Lohnobergrenze schon so gut wie erreicht und es gibt wenig (Verhandlungs-)Spielraum nach oben.
Du kannst vermutlich eher gegen die Ausnutzung ankämpfen, als für mehr Geld. Aber da wäre ich auch vorsichtig, weil ja jeder Andere ebenfalls deinen Job übernehmen kann. Bei sowas halst man sich auch mal schnell ne Kündigung ein...
Die Frage ist, wie gut du bist und ob dein Chef auf dich verzichten kann.
Bei meinem letzten Unternehmen wollten sie mir auch nicht mehr Geld geben. Dann hatte ich gekündigt und auf einmal wollten sie mir 40% mehr geben. Zu spät, denn das neue Unternehmen hat mir genauso viel gegeben. Danach gab es einige Zeit lang in dem Unternehmen echte Probleme, weil keiner meinen Job machen konnte oder wollte.
Bei meinem jetzigen Unternehmen wurden aufgrund einer Fusion fast 50% der Belegschaft gefeuert und ich habe eine Gehaltserhöhung bekommen, weil ich mich unverzichtbar gemacht habe.
Die Frage ist also: Wie wichtig bist du dem Unternehmen? Dadurch kannst du deine Verhandlungsposition einschätzen.
Ich bin Analyst. Aber eigentlich nur im Titel. Ich mache auch Automatisierungen, Datenschutz, Projektmanagement, Produktentwicklung uvm.. Ich habe noch nie 100%ig das gemacht, was in meinem Arbeitsvertrag steht.
Meine Meinung nach kann man in fast jedem Unternehmen 10-20% Belegschaft feuern. Das gilt vor allem fürs Management. Ich arbeite am besten, wenn die mir nicht im Weg stehen.
Die Aufgaben die wir im Labor machen können alle Kollegen gut
Ich meine das nicht böse oder bewertend, aber so wie Du hier schreibst (Wortwahl, Grammatik und so) sehe ich da nicht viele Erfolgschancen. Natürlich lohnt es sich, mal das Gespräch zu suchen. Mehr als "nein" sagen kann der Chef ja nicht. Aber dann solltest Du argumentieren können. Und zwar klar, verständlich und nachvollziehbar. Das vermisse ich in dem Text hier. Und ich könnte mir vorstellen, dass Dich das nicht in eine Position bringt, in der Du Deine Stärken für den Chef gut ausspielen kannst.
In einer anderen Antwort wurde es schon echt gut beschrieben mit der Unverzichtbarkeit.
Dein Kommentar hat in Kern eine Feindlichkeit gegen Leute, die die Sprache nicht wie Muttersprachler beherrschen, so menschlich ist das nicht und ist eher eine Schande
Nein. Wenn ich in so eine Verhandlung gehen will, dann bereite ich mich darauf vor. Hier ist ein gutes Übungsfeld dafür, weil Dir hier jemand sagt "Das klingt nicht gut".
Mein Chef ist selbst Ausländer und spricht gebrochenes Deutsch mit vielen Fehlern als dein Argument bringt nichts
zeugt aber davon, wie viel AfD- und Neonazidreck wir noch haben
Hä? Mir wird das gerade zu blöd. Ich muss mich von Dir nicht beleidigen lassen.
Wie Du auf konstruktive Kritik reagierst, sagt mehr über Dich aus, als es über mich aussagt.
Tschüss.
Naja ich bin Ausländer und nach Gehaltserhöhung frage ich eh nicht aber ich erwarte es, nicht ausgenutzt zu werden
Wenn dir dein Job nicht gefällt - vor allem der Chef - such dir einen Anderen. Mal abgesehen von der Bezahlung ist ein guter Chef das Wichtigste was man in der Arbeitswelt haben sollte. Ein Chef mit dem du nicht klarkommst, ein Nogo. Firmen müssen lernen ihre Chefs endlich ordentlich auszubilden. Und das geht nur indem man ihnen zeigt, dass man mit der aktuellen Chefwahl nicht einverstanden ist. Und bei der Jobsuche gilt selbiges. Sieh dir den Chef an - und wenn das nicht passt, nimm den Job nicht an. Und solange du noch einen Job hast, hast du jede Zeit der Welt dir was Anderes, Besseres zu suchen.
Jetzt hast du mich neugierig gemacht.
Darf man deinen Job erfragen?