Leistungsanpassung?
Hallo,
die Frage lautet um genau zu sein "Was versteht man unter einer Leistungsanpassung und wann liegt sie vor? "
Ich weiß wann sie vorliegt um genau zu sagen: "Eine Leistungsanpassung liegt vor, wenn der Lastwiderstand RL gleich dem Innenwiderstand Ri ist."
Jedoch versteh ich nicht ganz genau was man unter einer Leistungsanpassung versteht.
3 Antworten
Hallo cool 27,
das ist ganz einfach:
Der Lastwiderstand ist genauso groß wie der Innenwiderstand der Spannungsquelle. Ri=Rl
Daraus folgen die weiteren Punkte:
- Die Spannung am Innenwiderstand ist so groß wie die Spannung am Lastwiderstand. Somit hast Du unter Last die halbe Leerlaufspannung.
- Der Laststrom ist halb so groß wie der Kurzschlußstrom.
- In der HF-Technik gilt: Bei Leistungsanpassung ist die Rückflußdämpfung maximal, im Idealfall unendlich groß.
Viele Grüße
Klaus
Mit der Leistungsanpassung erreicht man in der Hochfrequenztechnik (HF) den optimalsten Signal/Rausch-Abstand (SN).
Damit wird das Maximum aus einer schwachen Signalquell "herausgeholt". Ein sehr wichtiger Aspekt bei der Kopplung (Verdrahtung) von Antennen und den ersten Signalverstärkern der Antennensignale.
Auch in der NF-Technik (Tonsignale, Audio-Vorverstärker, Mikrofonverstärker,...) wird die Leistungsanpassung angewendet, um ein optimiertes SN-Verhältnis zu erreichen.
Viel Erfolg!
- Anpassung: Ist gemeint zwischen einer Quelle und einem Verbraucher (DC oder ein Signal), die beiden sind aneinander angepasst.
- Sie tritt auf, wenn Innenwiderstand der Quelle = Lastwiderstand des Verbrauchers ist.
- Dabei tritt die maximal verfügbare Leistung auf. Es ist aber nicht unbedingt die effizienteste Betriebsart! Weil da nämlich die Leistung je zur Hälfte im Verbraucher und auch in der Quelle "verheizt" wird.
- Bei DC-Netzteilen oder andern Spannungsquellen ist dieser Zustand verpönt und alles andere als optimal! Würde z.B. heissen: eine 12V-Quelle wird auf 6V zusammengestaucht, und es fliesst der halbe Kurzschlussstrom!
- Hingegen wird das oft in der Signaltechnik angewandt:
- Audio-/Niederfrequenz-Technik: Verstärker und Lautsprecher sollten die gleiche Impedanz ("Widerstand") haben.
- Hochfrequenz-/Netzwerktechnik: Sender und Empfänger sollten die gleiche Impedanz haben. Dies vermeidet Signalreflexionen, Interferenzen, Störungen und Abschwächungen des Nutzsignals (Rückflussdämpfung unendlich, oder eben Reflexion=null).
"Audio-/Niederfrequenz-Technik: Verstärker und Lautsprecher sollten die gleiche Impedanz ("Widerstand") haben." Das macht keinen Sinn, sonst wird ja 50% der Leistung am Innenwiderstand des Verstärkers verheizt. Moderne Verstärker haben einen Innenwiderstand im Milliohm- Bereich. Stattdessen macht man hier Spannungsanpassung.
Stimmt genau, sorry für die Verkürzung bzw. Falschangabe.
Das war vielleicht bei den Röhrenverstärkern mit Ausgangstrafo noch erforderlich.
Vielen dank für die Erklärung :)