Erzieher glauben uns nicht?
Meine Schwester hat ein Problem. Ihr Sohn fehlt öfter im Kindergarten, da er oft krank ist. Gerade im Winter.
Die Erzieher haben ein Jahr gedrängt eine Familienhilfe zu holen, weil sie sichtlich überfordert sein soll. (Ist sie nicht!)
Man hat ihr vor Tagen eine Nummer gegeben und jetzt wird sie unter Druck gesetzt dort anzurufen. Mein Neffe (5) ist wirklich krank und sie schickt ihn halt nicht krank dorthin. Die Erzieher sagen, da nächstes Jahr die Schule anfängt, wird er wahrscheinlich auch nicht dorthin gehen. Ich war auch schon da, um zu sagen, dass er wirklich oft krank ist und öfter mal Verstopfung hat, aber die sind nicht drauf eingegangen...
Kann jemand eventuell helfen?
4 Antworten
So ein Rat kommt nicht nur, weil ein Kind etwas öfter krank ist. Kitakinder sind allesamt oft krank, in Kitas wird mit Infektionskrankheiten ja ständig fröhlich Pingpong gespielt. Würden die pädagogischen Fachkräfte dort allein deswegen Eltern dazu raten, sich an das Jugendamt zwecks Familienhilfe zu wenden, würde das chronisch unterbesetzte, überlastete Jugendamt denen aber ganz persönlich einen auf den Deckel geben!
Bis es auch nur zur Empfehlung eines solchen Schritts durch die Erzieher*innen kommt, ist im Vorfeld schon vieles passiert, beobachtet und besprochen worden. Das läuft nämlich so:
Erzieher*in beobachtet etwas, was Sorgen machen kann -> beobachtet, ob es erneut vorkommt -> bringt es in Dienstberatungen zur Sprache und fragt, ob andere auch bereits etwas in der Richtung beobachten konnten -> wenn ja, wird gemeinsam mit den anderen Pädagog*innen darüber beraten, wie weiter vorzugehen wäre und was geeignete Tipps, Hilfestellungen und Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Eltern sein könnten. Zudem wird dann regelmäßig wieder darüber gesprochen, wie sich das Kind und die Situation entwickelt haben, ob sich etwas zum Positiven oder Negativen verändert hat.
Wenn also die pädagogischen Fachkräfte schon an dem Punkt sind, wo sie wiederholt und eindringlich empfohlen haben, dass sie sich um eine Familienhilfe kümmern sollte, dann könnt ihr davon ausgehen, dass das der letzte Schritt vor der offiziellen Meldung eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung beim Jugendamt durch die Kita ist. Klar, wenn sie abwarten will, ob es an diesen Punkt kommt, der dann potentiell deutlich mehr Stress, Ärger, Rennerei und Scherereien bedeutet als wenn sie sich freiwillig und aus eigener Initiative heraus dort meldet und um Hilfe bittet, anstatt sie angeordnet zu bekommen, ist ihr das natürlich freigestellt. Aber ich denke, es wäre deutlich angenehmer, wenn sie diesen Rat einfach annimmt...
Meine Schwester hat den Familienhelfer angerufen. Er weiß nicht genau, wo er helfen soll, weil alles klappt. Er hat wie schon hier irgendwo erwähnt, dazu geraten einen Attest mitzubringen, zur Not vom Amtsarzt.
Er wird oft wegen sowas angerufen. Einmal sogar, weil eine Mutter öfter mal später kam (20 Minuten). Meine Schwester wird es nochmal mit den Erzieher besprechen. Was mir sorge macht, der Kerl warnt vor weiteren Aussagen von Erziehern... er findet es selbst nicht gut...
Lass das bitte vom Arzt bestätigen, ich war auch immer so oft krank im Kindergarten. Die sollen doch froh sein wenn er daheim bleibt statt alle azustecken. Nix passt bei denen!
Bei mir haben sie auch immer gemeckert, habe trotzdem in die Schule gehen dürfen. Solange er nix am Verhalten hat und gut Sprechen kann (evtl. auch Namen schreiben) passt doch alles.
Danke dir. Es ist unglaublich wie die meckern können, teils wegen Nichtigkeiten
Hoffe das es bei dir auch schnell besser wurde. Im Kindergarten ist es ja auch eigentlich normal mit den Krankheiten.
Mein Neffe entwickelt sich super, wächst und gedeiht gut. Er spricht flüssig und kann einige Namen schon schreiben. Auch wenn der ein oder andere Buchstabe falsch geschrieben ist. Eigentlich ist alles im Rahmen.
Erzieher sind keine Ärzte. WEn ner wirklich sooft krank ist bestätigt dir das jeder Arzt.
Sie könnte sich den gesundheitlichen Zustand ihres Kindes amtsärztlich bescheinigen lassen, dann dürfte sie Ruhe haben.