E-Bike für den Weg zur Arbeit?
Hallöchen,
ich brauche ein Fahrrad für meinen Weg zur Arbeit.
Mein Budget liegt bei 1,500 bis 1,800€.
Ich fahre jeden Tag 37km (18km Einzelstrecke) für die Arbeit hin und her.
Könnt ihr mir da ein Fahrrad empfehlen?
Es muss ein EBIKE sein, weil sehr hügelig die Strecke ist.
Und wenn ja, könnt ihr, wenn möglich, ein bisschen erklären, warum genau DAS Rad?
Viele grüße
4 Antworten
1800 ist zuwenig. Das doppelte müsste es schon sein um etwas halbwegs vernünftiges zu bekommen. Da würde ich auch eher in ein gutes gebrauchtes Rennrad investieren als irgendein schrottiges Baumarkt-eBike wo die Technik einfach nix ist, Service und Ersatzteile schwierig sind etc…
Seit über dreißig Jahren fahre ich mit Shimano 600 und Ultegra, u.a. Marathons in den Alpen.
Hast Du eigene schlechte Erfahrungen mit Shimano?
Bei dem Budget würde ich mich nach was gebrauchtem umsehen. Gerade seit dem hochkommen vom Bike-Leasing ist der Gebrauchtmarkt für eBikes ziemlich überschwemmt.
Wenn Du keine technische Ahnung von Fahrrädern hast, such Dir ein geläufiges, häufig verkauftes. Die kann meist jede Klitsche reparieren.
Für dass Geld bekommst du allerhöchstens etwas einigermaßen vernünftiges mit Gut Glück auf dem Gebrauchtmarkt , "vernünftige" eMofas fangen eher ab ca 2k an
Ein hochwertiges Rennrad ist in vielerlei Hinsicht schneller und effizienter als ein E-Bike. Die Unterschiede zwischen den beiden Fahrrädern zeigen sich sowohl in der Technik als auch im Fahrgefühl deutlich.
Ein E-Bike hat ein durchschnittliches Gewicht von 28 kg, ist mit breiteren Reifen ausgestattet und besitzt einen höheren Luftwiderstand, was insgesamt mehr Energie erfordert.
Im Gegensatz dazu überzeugt ein Rennrad durch sein geringes Gewicht von 7 kg, schmale Reifen und eine aerodynamische Bauweise, die auf Geschwindigkeit und Effizienz ausgerichtet ist. Selbst ohne elektrische Unterstützung ermöglicht ein Rennrad ein leichtes und angenehmes Treten.
Mein Vater fährt ausschließlich ein E-Bike, hat jedoch einmal mein Bianchi Rennrad getestet.
Zu seiner Überraschung stellte er fest, dass das Treten auf meinem Rennrad sogar weniger anstrengend war als das Fahren im Powermodus seines E-Bikes.
Diese Erfahrung verdeutlicht die außergewöhnlichen Eigenschaften eines Rennrads, das selbst im Vergleich zu unterstütztem E-Bike-Fahren beeindruckende Leistungen bietet.
Auf flachen Strecken erreiche ich mit meinem Rennrad Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h, bergauf etwa 20 km/h und bergab bemerkenswerte 45 km/h.
Wenn es richtig bergab geht, sind sogar beeindruckende 60 km/h möglich. Diese Werte zeigen eindrucksvoll, warum das Rennrad die bevorzugte Wahl für schnelles und sportliches Fahren ist.
Außerdem bin ich ein begeisterter Radfahrer, der auch an anspruchsvollen Herausforderungen teilnimmt. So habe ich bereits an einem 8-stündigen Spinning-Marathon der ICG (Indoor Cycling Group) teilgenommen, was meine Leidenschaft und Ausdauer für den Radsport eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Diese Erfahrung hat mich sowohl körperlich als auch mental gestärkt und zeigt, wie wichtig mir das Fahrradfahren in jeglicher Form ist.
Das mit den 28 kg Durchschnitt muss man revidieren. Der Durchschnitt liegt beim Pedelec bei 20 kg. Ein Rennrad mit Antrieb wiegt 12 kg, ein MTB zwischen 15 und 20, ein Tourenrad um die 20.
Gäbe es keine Rennräder mit Antrieb, wäre mir aufgrund meiner Handicaps (man wird nicht jünger, hier bleibt von einem Unfall was zurück, dort von einer Erkrankung) kein Wiedereinstieg in auch nur irgendeinen Sport möglich gewesen. Jetzt gibt es die und ich kann wieder Rennrad fahren mit dreistelliger km-Zahl und ca. 10 hm je km und muss zu ca. 3 % den Antrieb nutzen, weil mein blödes operiertes Bein versagt. Aber ich bleib nicht irgendwo nach 20 km "übrig" und muss organisieren, dass mein Rad und ich nach Hause gebracht werden. Früher waren 200 km, die den Großglockner und Maria Alm enthalten, kein großes Thema für mich. Aber es gibt leider keine Garantie auf ein Fitnesslevel trotz aller Bemühungen.
Insofern für jeden (Wieder-) Einsteiger ein Segen. Nur für das Budget bestenfalls gebraucht, wenn man technisch versiert ist, realisierbar.
20kg im Schnitt !? Schön wäre es! Sag dass mal meinem Rücken 😉
Bianchi hat auch ein Rennrad mit E Bike funktion das Gewicht ist der Hammer mit nur 11 kg
Ich fahre das Trek Domane+ in der Carbon Variante. Das hat exakt das Gewicht, das mein Profiausstattungsrad von 1986 auch hat, läuft aber deutlich leichter - klar, irgendwo müssen fast 40 Jahre Entwicklung Früchte tragen. Mit der damaligen Fitness und diesem Rad wäre viel drin gewesen. Aber so radel ich auch mit Dauergrinsen durch die Gegend. Ich, zu der ein Arzt vor der OP Serie beim Unfall meinte, ob ich je wieder ohne Krücken gehen kann, kann er wirklich nicht garantieren. Ich soll mich eher auf Rollstuhl gefasst machen. Es ist einfach nur genial, was einem heutige Technik ermöglicht. Dazu eine Di2, die einfach nur zufällig mitkam. Hach!
Eine gescheite Übersetzung ist wichtig halte nicht viel von Shimano Campagnolo ist viel besser.