BWL trotz relativ schlechter Mathe Note?

5 Antworten

In der Praxis braucht man nicht allzuviel Mathe bei Betriebswirtschaftslehrer allerdings kann man zum Beispiel wegen Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnungen im Studium mal hängenbleiben.

In jedem Fall ist unabhängig davon ein duales Studiium besser weil anderenfalls die Berufsaussichten für Uni oder FH Absolventen nicht wirklich gut sind; das Fach ist eher überlaufen! Am ehesten kann man dann noch Uni Professor oder Dozent werden da die Wirtschaft in der Sparte auf absehbare Zeit weniger rekrutieren wird als es Studienabgänger geben wird.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

"Würde schon sagen, dass ich die Basics draufhabe."
Wenn deine Basics nicht mal ausreichen, um die relativ einfache Schul-Mathematik gut zu schaffen, wie willst du dann Uni-Mathe schaffen?
Über die Mathe-Klausuren wird gnadenlos ausgesiebt im BWL-Studium. Wer die nicht besteht, fliegt raus.

"Würde mich zwar als ambitioniert beschreiben"
Dann gib mal alles, um zum Ende des Schuljahrs - und auch im Abi - auf eine 2 in Mathe zu kommen. Wenn du das schaffst, dann spricht nichts dagegen, das BWL-Studium zu versuchen.
Wenn du das nicht schaffst, also wenn dir die Schul-Mathematik auf GK-Niveau tatsächlich ernsthafte Probleme bereitet, dann ist das BWL-Studium nicht empfehlenswert für dich.

Im dualem Studium sind übrigens die Mathe-Klausuren nicht einfacher als im normalen Studium. Und mit einer so schlechten Mathe-Note, wie du sie jetzt hast, hast du sowieso keine guten Chancen, für ein duales Studium angenommen zu werden.
Die Unternehmen haben kein Interesse daran, einen dualen Studenten einzustellen, bei dem absehbar ist, das er das Studium gar nicht schaffen wird, weil er die Mathe-Anforderungen nicht schaffen wird.

Also gib alles, um dich in Mathe deutlich zu verbessern!
Viel Erfolg!

Jeder BWL-Student, der nicht gut in Mathe ist, bereut es, BWL zu studieren.

Es ist möglich aber nervig. Mathe wird dir immer wieder begegnen und wenn du die Grundlagen aus der Schule nicht kannst, wird dich der Druck in Mathe immer wieder belasten.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Die Frage ist ja ganz besonders bei welchen Teilen der Mathematik Du Dir schwer tust. Wenn ich an Integral und Cosinus und Sinus denk, dann wäre mir das alles nie wieder begegnet. Ich hab aber nicht BWL studiert, nur in der Wirtschaft gearbeitet.

Lass uns die Frage mal anders strukturieren. Was willst Du denn mal werden, vielleicht muss es nicht gleich BWL sein.


Finanzmathe und Statistik sind in vielen Unis die Aussiebeklausuren am Anfang, wegen eher viele das Studium beenden.

Denn diese Grundlagen braucht man immer wieder, sei es in späteren BWL Themen oder teils auch im Job.

4 Punkte im GK ist auch nicht nur Lehrer getrieben, wenn dem wirklich so wäre könntest du es leicht ändern. Also setz dich ran, lerne ein Halbjahr so viel es geht (aktueller Stoff des Halbjahres UND alter Stoff, den du jetzt nicht kannst) und schaue, wie deine Mathenote dann ist. Immerhin ist das nur GK und kein LK.

Denn eigenständig lernen brauchst du auch fürs Studium, erste gute Übung.

Wie seht ihr das ganze und könnte ein duales Studium in meinem Fall eine bessere Option sein?

Meine persönliche Meinung: ein klares Nein!

Ich habe dual quasi BWL mit Spezialisierung studiert.

Dort musst du das ganze parallel mit mehreren anderen Kursen in kürzester Zeit lernen, hast keine Semesterferien zum lernen sondern die Klausuren entweder am Ende der Uni Phase oder direkt am Anfang der nächsten, aber eben mit 40h Arbeutswoche dazwischen statt gemütlich frei zum Lernen UND kannst nicht einfach ein paar oder mehrere Kurse später belegen.

Du musst alles genau dann belegen und bestehen, wie der Plan es vorschreibt oder du verlierst deinen Job.

Im normalen Studium könntest du hingegen wenn es dir zu viel ist einfach was später belegen und dann einfach ein oder zwei Semester länger studieren.

Dual hast du den gleichen Stoff in weniger Zeit zum Lernen, mehr Stress, starre unflexibel Pläne, den Vollzeitjob in der Lernphase mit neuen Eindrücken und Dingen für den Job zu lernen UND die großen Defizite nachzuholen.

Keine gute Kombi, oder?

Von daher wie gesagt: ich rate dir davon ab.

Alternativ könntest du dich mal über VWL informieren, ich meine da ist der Matheteil geringer. Mathe spielte zumindest in den VWL Vorlesungen bei mir keine große Rolle, wie es im VWL Vollstudium (dual oder normal) ist weiß ich aber nicht. Mikro- und Makroökonomie sollten dort zu schaffen sein, wenn man sich durchbeißt.