15-jähriger Schulverweigerer mit Autismus und leichter geistiger Behinderung?

6 Antworten

Kann der 15-Jährige auch in berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder andere berufsfördernde Unterstützungsangebote (statt Schule, wenn ein Schulbesuch nicht möglich ist) vermittelt werden? Er ist ja theoretisch noch schulpflichtig?

Das funktioniert nur, wenn die allgemeine Vollzeitschulpflicht erfüllt ist und die Berufsschulpflicht bei ihm schon greift.

Befindet er sich noch in der Vollzeitschulpflicht, dann wird er irgendwann zwangsweise vorgeführt, das heißt dann steht irgendwann die Polizei bei denen vor der Tür, holt deinen Neffen ab und bringt ihn zur Schule - egal wie stark er sich dagegen wehrt. Seine Mutter muss dann ein Bußgeld wegen Verstoß gegen die Schulpflicht bezahlen.

Dies kann umgangen werden, wenn er von einer Regelschule auf eine Förderschule umgeschult wird, die er dann freiwillig besucht. Verwigert er dort auch den Schulbesuch, bleibt auch dort der Verstoß gegen die Schulpflicht bestehen.

Befindet er sich schon in der Berufsschulpflicht, dann sind berufsvorbereitende oder berufsfördernde Maßnahmen möglich.


Inkognito-Nutzer   10.03.2025, 20:49

Ok, alles klar, dankeschön!

  1. Fachberatung Schulverweigerung aufsuchen falls es sowas bei euch gibt .
  2. Das Jugendamt einschalten, verstehe eh nicht wieso deine Schwester das nicht direkt gemacht hat ? Ein Kind mit Autismus und einer geistigen Behinderung ist nicht einfach zu handhaben, dazu kommt das sie noch 2 andere Kinder hat. Das Jugendamt können mit Therapeuten gezielt auf das Kind eingehen und ggf andere Maßnahmen erbringen für das Kidneswohl.
  3. Die Schule wechseln, Förderschule wäre hier angebrachter.
  4. Wenn das Geld da ist : Schule für Schwererziehbare, ist meistens ein Internat.

Leider bringt es nichts dem Kind die Konsequenzen aufzuzählen, würde er eh nicht verstehen, ich empfehle dringend das Jugendamt einzuschalten, auch für das Kindeswohl.

Hallo,

eine BvB ist in diesem Alter noch nicht möglich, es sei denn er hat seine 9 Schuljahre rum. Es gibt aber mitunter geeignete Maßnahmen für so junge Schulverweigerer. Eventuell sollte die Mutter auch mal über eine SIL- Schule nachdenken (Schule zur individuellen Lebensbewältigung). Heute nennt man die auch liebevoll Förderschule. Da findet kein klassischer Unterricht statt wie in den allgemeinen Schulen.

Grundsätzlich können sich Mutter und Kind immer bei der Bundesagentur für Arbeit bei einem Reha- Berater erkundigen. Der vergibt auch mögliche Maßnahmen.

LG

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bin selbst mehrfachbehindert und studiere

Der wird irgendwann von der Polizei zur Schule geschleift, ob er will oder nicht und seine Eltern dürfen dann das Bußgeld bezahlen.


Inkognito-Nutzer   10.03.2025, 20:36

Die Frage war ja, ob es (vllt. auch im Rahmen von HzE oder EGH) Möglichkeiten gibt, die Schulpflicht anderweitig zu erfüllen oder ob es da irgendwelche Sonderregelungen gibt.

Jugendamt einschalten.

Sonst wird dat nix.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Ich bin Laie und erteile KEINE RECHTSBERATUNG..