Wieso ändert Jesus das Gesetz, wenn er doch zuvor sagt, kein Jota wird sich ändern vom Gesetz?

10 Antworten

Jesus Christus hat das Gesetz nicht verändert, sondern erfüllt.


Ayman720 
Beitragsersteller
 

Und DAS ist kein Widerspruch:

  • deinen Feind hassen ፥ Liebet eure Feinde ???

Das stimmt so nicht.

Jesus hat das Gesetz nicht aufgehoben, sondern er hat es vertieft!

Er führte das Gesetz zu seiner eigentlichen, tieferen Bedeutung, denn die vorherigen Schriften waren zum Teil eher oberflächlich. Das zeigt sich besonders in der Bergpredigt, wo er nicht nur die äußerliche Befolgung des Gesetzes, sondern eine innere Haltung der Liebe, Wahrhaftigkeit und Gewaltlosigkeit fordert.

Jesus sagte in Matthäus 5,17-18, dass er NICHT gekommen ist, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen!

Jesus ist Gott und Gott kann sich nicht selbst widersprechen.


Ayman720 
Beitragsersteller
 

Es bleibt dabei, er hat die obigen Teile des Gesetzes geändert. Lies nochmal meinen Text.

Jesus ändert also das Gesetz.

Nein, tut er nicht. Du hast es ja selbst zitiert 👇

Ich dagegen sage euch

Er ändert das Gesetz nicht, sondern er sieht in seiner Person eine neue Zeit angebrochen, weshalb er auch neue Regeln für seine Zuhörer aufstellt. Daher sagt er auch vorher "ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen" (Mt 5,17) und an ähnlicher Stelle "Das Gesetz und die Propheten gehen bis auf Johannes; von da an wird die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigt" (Lk 16,16)


Ayman720 
Beitragsersteller
 

Ah, das ist ja interessant.

Verstehe ich das richtig, Das Gesetz besteht (für die Juden) weiter, aber nun stellt Jesus neue Regeln auf?

Auge um Auge und Zahn um Zahn!‹ 39

Dieses Gebot wurde dem Volk Israel gegeben (von Gott durch Mose), damit die Richter bei gerichtlichen Entscheidungen gerechte Urteile fällen würden. Viele Menschen haben dieses Gebot aber offenbar dazu missbraucht, um Rache zu üben. Dieses Rache üben ist hier offenbar der springende Punkt, den Jesus kritisiert. Rache üben ist nämlich laut dem Gesetz Mose verboten:

3. Mose 19:18 :

[18] Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der Herr.

Ihr habt gehört, daß (den Alten) geboten worden ist; ›Du sollst deinen Nächsten lieben, und deinen Feind hassen!‹ 

Es handelt es sich bei dem fettmarkierten offenbar um ein Menschengebot, denn im Gesetz Mose steht nirgends geschrieben, dass man seine Feinde hassen soll.

34 Ich dagegen sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schwören, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde

Im MAC Arthur-Bibelkommentar steht dazu geschrieben:

"Das sollte nicht verstanden werden als allgemeines Verbot aller Eide unter allen Umständen. Gott selbst bestätigt eine Verheißung mit einem Eid (Hebr 6,13-18; vgl. Apg 2,30). Christus selbst sprach unter Eid (26,63.64). Und das Gesetz schrieb unter bestimmten Umständen Eide vor (z.B. 4Mo 5,19.21; 30,2.3). Was Christus hier verbietet, ist das leichtfertige, profane Schwören in der Alltagssprache. In der damaligen Kultur wurden solche Schwüre häufi g für betrügerische Zwecke verwendet. Um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, schworen manche Juden »beim Himmel«, »bei der Erde«, »bei Jerusalem« oder »beim eignen Kopf« (V. 34-36), allerdings nicht bei Gott, weil sie hofften, so dem göttlichen Gericht für ihre Lüge zu entgehen. Der Herr will, dass unsere Worte immer so wahr sind, als stünden wir unter einem Eid (V. 37)."

Ich hoffe, dass meine Antwort dir dabei behilflich ist die Antworten von Jesus Christus besser einordnen zu können.

Liebe Grüße und Gottes Segen!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bibelstudium, pers. Beziehung mit Gott, versch. Gemeinden

Das echte Gesetz Gottes ändert er natürlich nicht... aber Menschen wird ja nicht das eigentlich Gesetz Gottes gegeben, sondern die vermenschlichte, für Menschen der jeweiligen Epoche erfüllbare Version davon. Jesus hat die alte vermenschlichte Version "upgedatet" und dadurch natürlich auch mächtig geändert. Gott selbst hingegen und seine eigene, unveränderbare, Version seinen Gesetzes werden wir sowieso nie verstehen können, weil wir ja nicht alles wissen. Das gibt uns Gott nicht bekannt. Genauso wie die ChatGPT-Entwickler den Laien ja keine JavaScripte von diesem Chat preisgeben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bin ein gläubiger Christ seit Kindheit.