,,War der Holocaust gut oder schlecht?" 🔴 Gibt es OBJEKTIVE MORAL?
Definition:
Was ist objektiv an der Moral?
Die objektive Moral geht davon aus, dass richtige moralische Prinzipien und Werte universell und unabhängig von individuellen Meinungen, kulturellen Unterschieden oder subjektiven Interpretationen sind
14 Stimmen
8 Antworten
Ich weiss nur ,zuletzt durch eine Doku über die Wannseekonferenz ,
das etliche Nazis an eine höhere und eine mindere Moralinstanz glaubten,bzw. einige nur durch die Behauptung einer höheren Moralinstanz zur Zustimmung zu Maßnahmen zu bewegen waren,welche letztlich den Holocaust ermöglichten.
Ob Moral nicht grundsätzlich etwas subjektives sein muss,das es eben nicht die Summe der Rechtssätze darstelt,sondern eben deren individuelle Bewertung,Gefühls.und Empfindungsüberlagerung ist?
Ja, die gibt es. Das moralische Verständnis der Menschen ist zwar in manchen Teilen ziemlich verkommen, trotzdem weiß immer noch jeder, dass es falsch ist zu morden, jeder weiß, dass man nicht stehlen sollte, selbst Schwerstverbrecher verabscheuen Pädophelie, usw.
Das ist gleichzeitig ein Argument für die Existenz eines Gottes. Denn ohne eine uns übergeordnete Instanz gäbe es keine objektive Grundlage für richtig und falsch. - wie schon gesagt gibt es aber objektive Moral.
Menschen, die meinen Moral wäre subjektiv, müssen den Gedanken auch weiterdenken: Wenn Moral subjektiv ist, können sich die Maßstäbe für Richtig und Falsch jede Generation ändern. - Was heute "richtig" ist könnte morgen "falsch" sein.
Dann wären Hitlers Verbrechen, inklusive Holocaust damals moralisch richtig gewesen und nur aus heutiger Sicht falsch. Wer nicht gerade ernsthaft den Holokaust als damals moralisch richtig bezeichnen möchte, braucht Gottes Existenz, um den Holocaust objektiv zu verurteilen. Wenn Moral subjektiv ist, erleichtert das potenziell solche Verbrechen wie den Holocaust.
Oder warum sollte es einen Atheisten stören, wenn ein Mensch einen anderen ermordet? Wenn sich in Afrika zwei Löwen abmurksen beschwert sich ja auch keiner.
Also ja, Moral ist objektiv und die gibt es nicht ohne einen Schöpfer.
lg
Das passt leider aus logischer Sicht hinten und vorne nicht.
- Wieso sollte man Moral anhand der menschlichen Intuition bemessen und nicht an anderen Faktoren, wie etwa der Vernunft?
- Nur weil der Großteil der Menschen eine Ansicht vertritt, ist diese nicht objektiv richtig. Immerhin gibt es ja auch Menschen, die dieses Empfinden nicht teilen. Kann es nicht sein, dass der schon Empfindungen richtig ist, und die Mehrheit einfach falsch liegt oder geblendet ist
- Selbst wenn ausnahmslos alle Menschen diese Ansicht teilen würden, wäre sie zwar intersubjektiv, aber immer noch nicht objektiv.
Entsprechend bedeutet das auch nicht auf einen Gott hin. Bei Themen wie dem Holocaust müsste man dann aber tatsächlich anerkennen, dass er nicht aus einer objektiven Sicht falsch war. Das halte ich aber auch nicht für notwendig, da man ihn dennoch subjektiv als Individuum oder Gesellschaft verurteilen kann.
Jeder muss sich selbst seinen moralischen Kompass schaffen. Ein Glaube ist dabei natürlich ein haltgebendes Werkzeug, ist jedoch keine besser begründete Position als jeder andere in der Ethik.
Sehr interessante Frage: Adolf Eichmann fand den Holocaust richtig und wichtig. Er fand es völlig in Ordnung das Judenproblem mit einer geplanten Vernichtung zu lösen. Das klingt schockierend, aber Eichmann war wirklich der Uberzeugung das Richtige zu tun
Ich habe doch nur Adolf E8chmann noch als perverses historisches Beispiel zitiert. Ich weise den Vorwurf entschieden zurück auch so zu denken.
Kennst Du Adolf Eichmann nicht, war bei der Wannseekonferenz dabei, die Rutscherlebnis erwähnt hat. Wurde in Argentinien vom Mossad nsch Israel entführt und dort gehängt.
Würdest du aber sagen, dass es bei Psychopathen oder bei andere Störungen diese ,,objektive Moral" nicht mehr zählt.
Ich meine jeder gesunde Mensch mit einer normalen ,,Lebensgeschichte" würde das ja nie so sagen oder ist das nur unsere individuelle Ansicht?
Ich hoffe, dass es offensichtlich ist, dass ein Genozid moralisch objektiv nicht vertretbar ist. Nichts und niemand kann eine solche Tat auf irgendeine Art und Weise rechtfertigen. Bei einigen Straftaten gibt es ja manchmal wenigstens noch einen (wenn auch sehr dummen & zurückgebliebenen) Grund, mit dem die Angeklagten versuchen, sich zu rechtfertigen o.ä., aber der Holocaust basierte ausschließlich auf fürchterlicher, ideologischer Scheiße.
Es sollte zumindest allgemeine Regeln der Menschlichkeit geben, die überall gelten. Die lagen ja auch den Nürnberger Prozessen zugrunde, denke ich.
Die aktuellen Völkermorde in Syrien fallen genauso darunten. Wie kann man einfach ganze Familien abschlachten?
Und du? Bist du auch so Inbgornat, dumm und boshaft wie er und wie millionen menschen vor uns? Oder hast du etwas gelernt?
Wohl eher nicht wie die meisten kranken Seelen.