Wie kann ich mich in Mathe verbessern?
Hallo, das mag vielleicht eine dumme Frage sein, allerdings weiß ich wirklich nicht was ich tun kann und ob ich einfach nur zu blöd bin.
Ich stehe in der Schule (Gymnasium G9 Oberstufe) in allen Fächern im 15-12Punkte/1-2er Bereich, außer in Mathe. Dort schaffe ich immer gerade so die Grenze. Einige Themen kann ich richtig gut, wie Stochastik oder einige kleinere Themenbereiche. Aber insgesamt bekomm ich nichts gebacken, auch nicht mit viel Lernen. In Arbeiten kommt noch Mal ein bisschen Panik und Prüfungsangst dazu. Mündlich bin ich ganz OK.
In der Zeit der 8.-10.Klasse hab ich in Mathe komplett ausgesetzt. Damals sagte mir eine Lehrerin mit liegt es einfach überhaupt nicht und sie kann mir da auch nicht weiterhelfen. In der 10 hatte ich einen ganz tollen Lehrer, durch den ich von einer 4 auf eine 3 gekommen bin. Trotzdem bin ich generell einfach schlecht. Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll. Grundlagen? Kann ich dann doch oft, aber wenn ich dann die Aufgaben sehe, weiß ich nicht was ich machen soll und wie ich es lösen kann. Wenn ich weiß wie, dann bekomme ich es meistens hin, zumindest mit Beispiel vorher.
Da es wegen des Abis jetzt recht ernst wird, will ich mich jetzt gezielt verbessern. Hat jemand Tipps oder Erfahrungen wo ich ansetzen kann und wie ich strategisch vorgehen kann oder ob ich einfach nur zu doof im Kopf bin?
Danke für die Hilfe!
5 Antworten
Relativ sicher fehlt es dir an den Grundlagen. Von meinen Mathe-Nachhilfeschülern hat es z.B. keiner geschafft das Einmaleins mit 7 rückwärts aufzusagen also 70; 63; 56 ... Und des weiteren wird viel zuviel gelernt, was nicht verstanden wurde.
Meine Unterrichtseinheiten findest du unter https://www.dropbox.com/sh/x56zbd1s9h9s199/AACTraaBO6hPukv2PMkjFB-_a?dl=0
Aufgaben mit Lösungen findest du unter http://www.raschweb.de/
Eine Übersicht über die Grundlagen bis zur 10. Klasse gebe ich hier an.
Falls du der Überzeugung sein solltest, dass du Mathe nicht kannst, dann stellt das eine selbsterfüllende Prophezeiung dar. Dann hast du kaum eine Chance besser zu werden.

Das ging mir auch so einst.Realabschluss/Mittlere Reife.Alles 1 und 2,Mathe 5.Ich brauche es in meinem Beruf nicht,hätte aber gern,da ich ungern aufgebe,Allgebra noch gelernt,das war mein Untergang.Ging dann zur Abendschule und es klappte dafür.Algebra aber kann ich nicht.Nachhilfe kam und wir musizierten,aber Mathe gab er auf bei mir....Entweder suchst Du nochmals eine Nachhilfe oder eine Abendschule?Falls das etwas für Dich ist.LG
Wenn es wichtig für Dich ist,mach es.Ich war alleinerz.,arbeitend,es geht wenn man das wirklich will.Du wolltest doch Hilfe.Überlege es Dir.Alles Gute für Dich!
Ich habe 3 Fälle erlebt, in denen es Schülern ähnlich ging. Sie profitierten von Nachhilfe bei einem Mathe bzw. Physikstudenten, der die gesamten Zusammenhänge besser erklären konnte als Lehrer.
Die Behandlung von Mathematik in der Schule verzettelt sich offenbar in Details. Der Überblick und das Verständnis kommen dabei zu kurz.
Im Studium fängt man in Mathe mit den Grundlagen an und kaut wochenlange Sätze durch, die man in der Schule als "ist halt so" abgetan hat, z.B.: "Wenn man zwei Zahlen a und b hat, gilt entweder a<b, a=b oder a>b." Ach was?! Wenn man dieses Fundament aber hat, hat die Erklärung der gesamten Mathematik der 11. bis 13. Klasse des Gymnasiums nur 4 Vorlesungs-Stunden gedauert.
Wenn diese Klarheit frisch ist, kann man Schülern sehr gut helfen, die zwischen Kapiteln der Mathebücher und einem Wust von Rechenbeispielen der Hausaufgaben untergehen.
Lehrer müssen die Herde von Schülern zusammenhalten wie eine Gruppe Schafe. Dabei schafft man es nicht, sich sinnvoll einzelnen Problemen zu widmen. Eine Nachhilfe von Profis (nicht Eltern, es sei denn sie sind pädagogisch begabte Matheprofessoren) kann die Werkzeuge der Mathematik besser begreifbar machen.
Eltern sind als Nachhilfelehrer auch dann problematisch wenn sie Profis sind. Die psychische Nähe zum eigenen Kind verstellt den Blick.
Nachtrag: Folgendes habe ich wahrscheinlich schon mal irgendwo gepostet aber vielleicht kennst du es dennoch noch nicht:
„die Aufgabe des Lehrers“
Wahrscheinlich gibt es nicht viele Berufe, an die die Gesellschaft so widersprüchliche Ansprüche stellt: Gerecht soll er sein, der Lehrer, und zugleich menschlich und nachsichtig, straff soll er führen, doch taktvoll auf jedes Kind eingehen, Begabungen wecken, pädagogische Defizite ausgleichen, Suchtprophylaxe und Aids-Aufklärung betreiben, auf jeden Fall den Lehrplan einhalten, wobei hochbegabte Schüler gleichermaßen zu berücksichtigen sind wie begriffsstutzige. Mit einem Wort: Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen, und zwar so, daß alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielorten ankommen.
Prof. Dr. Müller-Limmroth in „Züricher Weltwoche“ am 02.06.1988
Nachhilfe ist ne gute Sache. Mathematik war auch mein Problem, bis die Wahrscheinlichkeitsrechnung kam, die war einfach.
Im Studium brauchst Du fast immer Statistik, dafür sind gute Mathe-Kenntnisse nötig.
Genau: Die Grundlagen sind das A und O. Die hast Du scheinbar drauf. Danach geht es um Formeln und Hirnverbiegen - wenn Du mich fragst. Und da bin auch ich raus.
Ich glaube, für Mathe muss man ein Gen haben - ein Talent. Ich habe das definitiv nicht! Ich bin aber auch ganz gut ohne durch's Leben gekommen.
Einfach die Augen und die Ohren offen haben während des Unterrichts. Fragen stellen - immer wieder! Immer wieder wiederholen. Aufsaugen. Auswendig lernen. Anders wird es wohl nicht gehen. Das ist mega anstrengend.
Mir war es das nicht wert.
Leider habe ich dazu wahrscheinlich keine Zeit...