Bei der Fragestellung sind schon die verwendeten Begriffe problematisch.
Wie definiere ich eine Erkrankung, die nicht durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird? Deshalb wird in diesem Zusammengang auch von Störungen und nicht von Erkrankungen gesprochen. Dann bekommt aber auch der Begriff der Heilung eine andere Bedeutung.
Bei einer PtBS oder einer Sucht sind vor allem spezielle Gehirnnetzwerke entstanden, die bei Anregung zu quasi automatischen Konsequenzen führen. Das Gehirnnetzwerk läßt sich nicht völlig zerstören aber der Automatismus läßt sich abschwächen.
Bei zum Teil genetisch begünstigten Störungen (z.B. Schizophrenie) ist die Kausalkette meist noch nicht bekannt und deshalb kann in diesen Fällen nur symptomatisch behandelt werden. Dies kann dann zu einem "normalem" Lebensstil führen. Ein berühmtes Beispiel ist der Mathematiker J.F. Nash.
Ein Tumor oder ein Blutgerinsel kann durchaus zu ähnlich erscheinenden Symptomen führen wie eine psychische Störung. Allerdings muß das natürlich ganz anders behandelt werden.
Nichts ist so einfach wie es aussieht.