Was verstehen Amerikaner/innen wenn wir deutsche reden und können sie deutsch lesen?
Mich würde es mal interessieren ob sie uns verstehen , also wenn wir deutsch reden zb “hallo wie gehts dir?!” Ob sie das genau so verstehen bzw die Wörter verstehen ... mir ist das oft aufgefallen das wenn Jmd deutsch redet und mittendrin ein Amerikaner in der Clique steht das er dann nur stumm da steht , wenn Jmd dann aber wieder englisch redet wieder mitredet bzw mit reden kann ... deswegen können Amerikaner obwohl sie nur englisch reden unsere Wörter verstehen bzw was wir auf deutsch sagen ...weil sie sehen ja das sich der Mund bewegt und hören ja auch die Stimmen wenn jemand deutsch redet aber stehen trotzdem stumm da (hoffe ihr wisst was ich meine😂😂) ... ist das dann genau so wenn ein Amerikaner ein deutsches Buch liest ... denn egal ob deutsch , Amerikaner oder Chinese ... sie können ja alle Buchstaben und zahlen lesen ... also könnte es für einen Amerikaner nicht schwer sein deutsch zu reden / verstehen oder gar zu lesen .... bitte könnt ihr mir weiterhelfen... denn manche meiner Freunde können gar kein englisch und verstehen/lesen Wörter , die es nicht gibt ... sie verstehen / hören nur “verdrehte / komische Wörter” .... bitte sagt mir .... was genau und insbesondere WIE verstehen / hören uns Amerikaner/innen wenn wir reden oder was lesen ... ?! Denn irgendwas müssen sie ja hören , wenn wir reden /lesen weil sie ja sehen unsere Lippen bewegen sich und wissen ja das wir reden ... aber wie und was ... ich kapiere es nicht 😭😭
14 Antworten
Was sie verstehen? Nichts, außer ein paar neudeutschen Wörtern. Es sei denn natürlich, sie sprechen Deutsch und/oder lernen es gerade.
Es ist immer so, daß das passive Vokabular deutlich größer ist, als das aktive, wenn es um Fremdsprachen geht. (Vermutlich sogar bei der Muttersprache)
Bedenke aber auch, daß Englisch und Deutsch sehr dicht beieinander liegen, es gibt daher auch viele False Friends, die leicht zu Mißverständnissen führen können.
Können sie Deutsch lesen? Nein, sicherlich auch nicht, wenn sie es nicht gelernt haben, von einigen Wörtern natürlich abgesehen.
Oh ja, weil Deutsche sich natürlich genau und ausschließlich mit den paar Vokabeln unterhalten, die dann verstanden werden könnten, wenn man die exakte Aussprache kennt und sie zuordnen kann. *SCNR*
Die reine Existenz der Lehnworte bedingt nicht, daß man sie in Originalaussprache erkennen kann.
Im Übrigen gibt es auch einen sehr großen Wortstamm, der in beiden Sprachen vorkommt, trotzdem bedeutet es nicht, daß der Deutsche (ohne jegliche Englischkenntnisse) Wörter wie Window, Water, Fork, Spoon, Knife erkennt, obwohl sie gemeinsame Wörter beider Sprachen sind.
Dummerweise lernt man hier allerdings in aller Regel Englisch, weswegen der Vergleich (in Gegenrichtung) so direkt ohnehin nicht funktioniert, ich formuliere es daher mal anders:
Nur, weil Du 50 russische Nomina kennst, bedeutet es noch lange nicht, daß Du sie im gesprochenen Wort erkennen kannst oder gar der Unterhaltung in irgend einer Form folgen könntest.
Das war exemplarisch, gerne darfsst Du russisch durch japanisch, (isi)xhosa oder was auch immer ersetzen.
Die könnten schon zumindest intuitiv einiges verstehen, wenn sie denn wollten. Die haben aber einfach keinen Bock was anderes als englisch verstehen zu wollen.
Die verlassen sich drauf, dass alle englisch können.
Verstehst du Spanisch, die verwenden auch die gleichen Buchstaben. Nein. Und begreifst du den Sinn obwohl du es nicht verstehst, Nein. Und so geht es den Amerikanern mit Deutsch, von wenigen Worten abgesehen die gleich oder ähnlich klingen.
Ich möchte als Amerikaner meinen Zimt dazugeben aber aus einem anderen Blickwinkel. Viele von uns wissen dass wir uns mit den Fremdsprachen schwer tun. Eigentlich lernen bei uns nur die Fremdsprachen die später aus professionellen Gründen bestimmte Sprachen brauchen. Ein "Pflichtfach" Sprachen gibt es selten. Das liegt verständlicherweise an der Monokultur und Grösse des Landes (man kommt nie mit Fremden in Kontakt), an den 2 Ozeanen die uns von Anderen trennen und auch an der Tatsache das Englisch die Weltsprache geworden ist, nicht Französisch und auch nicht Spanisch oder Chinesisch. Eine Fremdsprache zu lernen bringt einem US Amerikaner daher nicht viel weil er die selten anwenden kann. Man "entlernt" sie also schnell wieder.
Das führt dazu dass man als Ami in D oft scheinbar "dumm" dasteht wenn man unter Deutschen ist. Es würde einem Deutschen sicher auch so gehen wenn er in Kenia bei den "Swahilis" ist. Bei der Army wurde ich in D oft als Dolmetscher eingesetzt, weil selbst der General außer Bier, Bahnhof, Taxi und ein paar anderen Brocken kein Deutsch sprach. Aber der stand nicht dumm da, er hate mich dabei.
Aber der stand nicht dumm da, er hate mich dabei.
LOL... ich hatte einmal die Memoiren eines US Dolmetschers in Moskau vor dem zweiten Weltkrieg gelesen. Normalerweise haben die Politiker immer ihren eigenen Dolmetscher dabei, wenn sie miteinander reden. Also immer zwei Dolmetscher.
Aber bei der wahren Geschichte ging es nur um ein lockeres Abendessen des Botschafters mit einem Sowjet-General. (Budjony, der Pferdemann, der die Rasse der Budjonypferde begründete).
Jedenfalls langweilte sich der Dolmetscher sehr, weil sein Botschafter und der General nur langweiliges Zeug von sich gaben. Irgendwann sagte sein Botschafter wieder irgendetwas Uninteressantes und der Dolmetscher fragte dann, statt zu übersetzen: "Spielt ihr Russen eigentlich auch Polo?"
Budjonny war begeistert und so unterhielt er sich längere Zeit mit dem Dolmetscher über Polo, dem Reiten, russischen Pferden, etc... Der Dolmetscher sagte dem Botschafter dann hin und wieder Sätze wie: "Der Jahresplan im Kornanbau wird eingehalten werden." Bis der Botschafter dann doch misstrauisch wurde und seinen Dolmetscher anbrüllte: "WAS ÜBERSETZEN SIE DA EIGENTLICH?"
Immerhin gründete Budjony nach dem Abend ein Polospiel in seiner Kavallerie. Und der Dolmetscher machte den Schiedsrichter.
1) Die Frage ist zu pauschal.
2) Amerikanerinnen sind Bewohnerinnen Nord- und Südamerikas.
Autobahn, Blitzkrieg, Kindergarten, Kindergartner (früher: der Kindergärtner; heute: das Kindergartenkind), Dachshund, Sauerbraten, Sauerkraut, Eisbein, Leitkultur, Schmal(t)z, Passivhaus, Zugzwang, ... es gibt einen Haufen mehr oder weniger deutscher Wörter, die Amerikaner in ihren eigenen Wortschatz übernommen haben; und die sie wunderbar verstehen.
Allerdings ist das natürlich abhängig vom Bildungsstand. Wer dort zu den BILD-Lesern gehört und mit weniger als 400 Wörtern seinen gesamten Sprachschatz abbilden kann, der wird logischerweise einige Worte davon nicht verstehen...