Wäre solch ein Verhalten asozial?
Also, meine Mutter ist Dauercamperin auf einem Camingplatz, hat dort also einen eigenen Platz. Wir haben mitsamt dem Platz auch das Boot des Vorbesitzers gekauft, ein Kanu mit 3 Sitzen. Wir haben das zwar sehr lange nicht mehr benutzt, aber es stand bis vor ein paar Wochen noch an dem Anlegeplatz an dem es auch vorher stand. Der Platz hat übrigens nur Platz für ein Boot, und auch wenn es nicht offiziell zu unserem Grundstück gehört, ist der Anlegeplatz direkt parallel zu unserem Grundstück und gehört quasi uns.
Unser Boot ist dann vor einigen Wochen verschwunden, und einer unserer Nachbarn meinte, er hätte zwei Frauen einem Grundstück in der Nähe mit dem Boot fahren sehen. Er hatte sie damals gefragt, ob sie uns das Boot abgekauft hätten, und sie haben mit "ja" geantwortet. Das haben sie aber natürlich nicht, sie haben nur das Schloss aufgeknackt und es quasi gestohlen. Ich sage hier bewusst quasi, da das Boot wie gesagt schon sehr lange nicht mehr benutzt wurde, und man durchaus auf den Gedanken kommen kann, dass es einfach niemandem gehört. Durch den Nachbarn konnte meine Mutter mit den beiden dann über unsere Aufenthalte hinweg mit den beiden kommunizieren, und scheinbar wollen die Frauen uns das Boot gerne abkaufen, um es dann für ihre Kinder in ein Drachenboot umzubauen. Das Boot steht auch wieder an seinem Platz, nur haben besagte Frauen das Boot mit einem Schloss das an einer Kette hängt angeschlossen, zu dem sie uns keinen Schlüssel gegeben haben. Außerdem haben sie schon für den Winter abgebaut, werden also dementsprechend dieses Jahr nicht mehr wiederkommen. Meine Mutter hat das auch schon der Campingplatzverwaltung gemeldet.
Ich probiere nun, meine Mutter davon zu überzeugen, das Boot aus Prinzip nicht an die zu verkaufen. Fändet ihr das asozial, es ihnen nicht zu verkaufen, obwohl wir es selber ja kaum benutzen?
3 Antworten
Asozial ist wohl eher das Verhalten der zwei Frauen. Die können froh sein, dass deine Mutter keine Anzeige wegen Diebstahl erstattet hat. Ich frage mich wirklich, was geht in den Köpfen mancher Menschen vor.
Wenn du dich rächen willst, zeig sie an.
Das Boot nicht zu verkaufen und abzuwarten, ob es zuerst verfault oder nochmal geklaut und dann an einen unbekannten Ort entführt wird, ist einfach nur dämlich.
Ich würde sagen: Verlangt einen fairen Preis und lasst euch das zerstörte Schloss gleich mit ersetzen.
Sieh es doch mal von der Rückschauperspektive!
Die Fakten:
- Deine Mutter mag anscheinend sehr gerne auf den Platz sein.
- Ich habt das Kanu als einen Give away bekommen 8war bei den Platz und allem anderen dabei, es wäre nicht billiger geworden, wenn ihr das Kanu abgelehnt hättet
- ihr benutzt das Kanu seit Jahren nicht (mehr) und werdet es auch nicht benutzen
- die beiden Frauen wollen damit ihren Kindern einen Freude machen
Meine Frage an dich:
- Willst du wirklich die gute Nachbarschaftsbeziehung in Keim ersticken für etwas, dass ihr nicht braucht und nie brauchen werdet und das euch ggf. sogar zur Last fallen wird (wenn ihr es entsorgen müsst, weil's verrottet ist?
- Hat deine Mutter nicht vielleicht viel mehr Freude daran, wenn sie sieht, dass das Kanu genutzt wird und Kindern Freude bereitet?
Meine Reaktion
Ich würde den Beiden Frauen das Kanu unter der Maßgabe schenken, das sie es für ihre Kinder herrichten und dass sie, wenn ihre Kinder zu alt werden um damit zu spielen es nicht verkaufen, sondern an eine andere Familie mit Kindern weiter geben sollen.
Mit diesem Ziel würde ich den Platzwart, der ihre Adresse hat, darum bitten einen Brief in dem ich genau das anbieten würde an die beiden zu adressieren und abzusenden (die Adresse darf er euch nicht geben: Datenschutz, aber wenn er sich vom Inhalt des Briefs überzeugt hat, wird er diesen gerne weidergeben)
So wäre allen geholfen und vielleicht ist im nächsten Sommer sogar eine Stück Apfelkuchen und ein Nachmittagskaffee drin :-)
(Dinge die man nicht braucht, kann man getrost verschenken, wenn sie dadurch einen gute Verwendung finden .-)
Hab' Spaß und seid nett zueinander.