Sollen Beamten Pensionen gekürzt werden, so wie es die Wirtschaftsweisen fordern?
Die angehäuften Beamten Pensionen können zukünftig nicht mehr durch Rücklagen gedeckt werden, sagen die Wirtschaftsweisen und fördern daher eine Kürzung der Beamtenpensionen. Ansonsten wird es eine enorme zusätzliche Belastung für den Steuerzahler und fur die junge Generation. Sollen die Beamten Pensionen gekürzt werden eurer Meinung nach?
Meine Eltern waren selbst viele Jahre als normale Beamte für den Staat tätig, was die einzeln an Pension erhalten, dass ist mehr als das doppelte was Rentner so bekommen.
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6 Antworten
erstens. Die Menschen die fürs Kürzen sind, sind halt die Menschen die nicht betroffen sind. (PS: Ich bin kein Beamter, aber kenne Beamte).
zweitens. Die Beamtenpension entspricht der Rente von Normalen Personen. Einziger (wesentlicher) Unterschied ist, dass die Menschen für den Staat gearbeitet haben.
Drittens. Renten werden heutzutage immermehr erhöht. Die armen Rentner! Ja, da ist die logische Schlussfolgerung, dass die Pension gekürzt wird. Ja, das leutet mir ein!
Viertens. Es ist ein Irrglaube, dass die Pension viel mehr Geld als die Rente ist.
Es gibt so ein Schönes Wort, welches genauso häufig wie DIGITALISIERUNG gesagt wird, aber man noch weniger dran arbeitet:
R-E-N-T-E-N-R-E-F-O-R-M
Es ist in Deutschland leider ein absoluter Standard geworden, die finanzielle Unterschicht und die gehobene Mittelschicht bis untere Oberschicht gegeneinander auszuspielen. Dabei hat man es geschickt so verpacken können, dass die allgemeine Ansicht vertreten wird, die finanziell stabilen Haushalte würden zu viel verdienen, anstatt dass man auf die Barrikaden geht weil finanziell schwache Haushalte schlicht zu wenig verdienen. Die Beamtenpension ist nicht zu hoch, die Rente andere ist zu niedrig. In einem dekadenten wohlhabenden und verschwenderischen Land wie Deutschland Armut und finanzielle Not als Norm zu betrachten ist ungeheuerlich. Doch das Argument, man müsse nun bei Beamten Gelder streichen, damit die Steuerlast der finanziell "kämpfenden" Bevölkerung nicht höher wird ist ein absolutes Scheinargument das davon ablenken soll, dass man die finanzielle Oberschicht wie immer in Ruhe lassen möchte. Diejenigen, die auf Vermögen sitzen, sind überwiegend nicht Beamte. Das sind Menschen in der freien Wirtschaft, die in Deutschland aber als unantastbar gilt. Anstatt über Kürzungen von Pensionen nachzudenken sollte man die reichsten 5% härter besteuern, damit wäre schon viel erreicht.
Insgesamt kommt man aber kaum aus dem Schlamassel raus, dass man über Jahrzehnte hinweg Menschen am Existenzminimum hat verrotten lassen, ohne eine komplette Reform des Wirtschaftssystems. Solange man aber diejenigen, welche zu wenig haben weiter gegen diejenigen, denen es gut geht und die abgesichert sind ausspielt, hat eben keiner die Zeit und Kapazität mal darüber nachzudenken diejenigen, welche im Überfluss leben, in die Verantwortung zu ziehen.
Wird nicht passieren.
Die Pensionen gehören zur Fürsorgepflicht des Staates, die ist im Grundgesetz verankert.
Die Verbeamtung ist lebenslänglich, wie umgekehrt die Loyaltitätspflicht der Beamten, die hoheitliche Aufgaben erfüllen.
Wie der Staat seine daraus resultierenden Pflichten finanziert und sichert ist de jure ohne Relevanz.
Denn umgekehrt können Beamte sich nicht via Kündigung von ihren Pflichten befreien.
Für ihre Ansprüche können Beamte auch nicht Streiken.
Zu unterscheiden sind Bundesbeamte und Länderbeamte.
Der Bund kann über die Vergütung der Landesbeamten nicht verfügen.
Fassen wir uns, vor allem kurz, warum sollten Beamte ein Gesetz schreiben, das ihnen zum Nachteil gereichen würde?
Pauschal läßt sich das so nicht sagen. Außerdem werden hier viele Dinge durcheinander gebracht. Grundsätzlich liegt der Fehler im System. Mit dem Beamtenstatus wird in D viel zu sehr um sich geworfen- es sollten wirklich nur bestimmte Gruppen verbeamtet werden. Feuerwehr,Polizei, Steuerfahnder, usw……
Desweiteren gibt es ja wohl verschiedene Bemessungsgrundlagen für Renten-, Pensions-, Hartz4-, Lohnerhöhungen….. D.h. man geht von verschiedenen Grundlagen aus. Außerdem darf man nicht vergessen, daß die Pensionszahlungen als auch der AG-Anteil der PKV der Beamten aus Steuermitteln des Landes/Bundes erfolgt. Das ganze Thema ist zu komplex, als es mit ja oder nein zu beantworten.
Die Pensionen stehen zum Teil in keinem Verhältnis zu den Renten bei gleicher Lebensleistung. Ist aber ohne Revolution (Bürgerkrieg) in Deutschland nicht machbar!
Es geht dann sofort los mit Besitzstandwahrung und Bundesverfassungsgericht. Auch Leute wie der Thorsten Schröder müssten erstmal weg! LOL!
Alle muessten in die Kassen einzahlen, so ist es eine Zweiklassengesellschafft.