Pferde reiten: Ist die englische Reitweise eine Verarsche?
Ok… ich war mal früher reiten. Hab irgendwann wieder aufgehört. Und was musste ich mir anhören, wie man doch bitte im Takt des Schritts vom Pferd, auf und ab gehen muss im Sattel. Sonst würde das auf den Rücken des Pferdes gehen und sonst was schädigen. Und mit den Zügeln nur nur leicht minimal einen Zug andeuten und der Rest mit Gewichtsverlagerung und Beinen…
Jetzt habe ich mal letztens Westernreiten gesehen…….. Ich denke ich muss da nicht mehr zu sagen. Wurde ich komplett verarscht oder warum ist beim Westernreiten auf einmal alles erlaubt und ok für das Tier, was bei mir alles verboten war? Alles aussitzen und mit den Zügeln fest arbeiten. War das damals also Wichtigtuerei von den Reitlehrerinnen? Oder wie?
13 Antworten
Nein die Reitlehrerin hat dich nicht verarscht. Die englische Reitweise ist, wenn man es korrekt macht, sehr fein.
Bevor das "Aber aber" kommt: ja auch bei der englischen Reitweise gibt es mehr als genug schwarze Schafe! Heißt auch da gibt es brutale Methoden welche totale Tierquälerei sind!
Allerdings ist Western reiten eigentlich auch nicht pauschal schlecht fürs Pferd. Korrekt geritten ist Western genau so in Ordnung wie Englisch auch. Leider ist mir in der Sparte bis jetzt auch schon vermehrt ein abartiger Umgang mit Pferden aufgefallen... Wenn man's halt wie viele Amis macht, ist das ganze nicht mehr schön fürs Pferd.
Dennoch muss man sich in den Kopf rufen dass beides, Englisch und Western, genau gleich schlecht aber auch genau gleich gut fürs Pferd sein kann. Es kommt alles auf den Reiter drauf an.
LG
, wie man doch bitte im Takt des Schritts vom Pferd, auf und ab gehen muss im Satte onst würde das auf den Rücken des Pferdes gehen und sonst was schädigen. U
das hat ja auch einen Sinn das man das macht.
Da wird einfach der Rücken vom Pferd entlastet. Besonders wenn es noch nicht aufgewärmt ist, ist das sinnvoll - dazu können viele Leute auch nicht gut aussitzen. Das bedeutet die fallen dem Pferd ziemlich heftig in den Rücken.
Western Sättel sind auch etwas anders aufgebaut - die verteilen das Gewicht anders. In den Rücken fallen kannst du dem Pferd da aber genauso
Und mit den Zügeln nur nur leicht minimal einen Zug andeuten und der Rest mit Gewichtsverlagerung und Beinen…
auch das ist ganz normal - sogar im Western reiten mehr als im Englischen. Für kein Pferd, egal welcher Reitweise ist es angenehm, wenn heftig an den Zügel gezogen wird. Brauchst dir ja nur selber vorstellen wie es ist wenn du z.b. an den Armgelenken Metallbänder hast und da jemand heftig anreißt. Und deine Armgelenke sind im Gegensatz zu Mundwinkeln vom Pferd sehr stabil...
urde ich komplett verarscht oder warum ist beim Westernreiten auf einmal alles erlaubt und ok für das Tier, was bei mir alles verboten war
ist es nicht! Ja man sitzt im Western reiten eher aus - aber wie gesagt sind die Sättel auch eher dafür ausgelegt . Daneben ist das eine Arbeitsreitweise.
An den Zügel zerren ist aber im Western reiten sogar noch mehr verpönt als im Englischen da die Gebisse meistens schärfer sind bzw. eher am langen Zügel geritten ist. Da musst du noch mehr mit Gewichts, Bein und Stimmhilfen arbeiten. Das ist aber auch nur entstanden weil es eben eine Arbeitsreitweise ist. Der Cowboy brauchte die Hände frei zum reiten und musste das Pferd daher auch gut ohne Zügel lenken können.
Wie man aber ein Pferd korrekt reitet - das ist grundsätzlich bei beiden Reitweisen gleich da die Anatomie vom Pferd halt auch immer gleich ist
Westernreiten hat mit Englisch reiten so überhaupt nichts gemeinsam, das sind 2 völlig verschiedene Reitweisen und auch als aktiver Westernreiter kannst du so mit dem Tier arbeiten, so das es nicht schon nach einem jahr völlig aus dem Loch pfeift und kaputtgeritten ist.
Echt jetzt...?! Wenn du den Führerschein machst auf 'nem Automatik ist dann Schalter fahren Verarsche? Oder anders rum?
Pferd bleibt Pferd egal in welcher Reitweise und wenn der Mensch da drauf will, muss das Pferd Muskulatur und Balance ausbilden, um diesen tragen zu können ohne Schaden zu nehmen. Dieses Ziel verfolgt die englische Reiterei genauso wie das Westernreiten. Beide Reitweisen sind jedoch aus völlig unterschiedlichen Richtungen und Hintergründen enstanden und werden entsprechend anders umgesetzt. Auch spielt die unterschiedliche Ausrüstung eine Rolle.
Btw - Leichttraben, was du hier als "im Takt des Schritts vom Pferd, auf und ab gehen muss im Sattel" bezeichnest, ist in beiden Reitweisen gängig.
Warum nun eine Reitweise "Verarsche" sein sollte und die andere nicht, bleibt wohl dein Geheimnis - bzw. offenbart, dass du in keiner der beiden Reitweisen scheinbar den Kern begriffen hast. Mitnichten ist eine davon eine "freundlichere" oder "bessere" Reitweise, sondern es kommt wie immer auf die Verwendung des Pferdes an, wie gut und sorgfältig es ausgebildet wird und was der Reiter damit macht. Gutes Englischreiten ist genauso schwierig wie gutes Westernreiten.
Festhalten mit den Zügeln ist nie oke. Das Leichttraben kommt vom Militär her, ist angenehm für längere Strecken, Westernpferde also Quarter, Paints ect sind anders gebaut, weich zu sitzen.
Es ist halt einfach anders, Westernreiten ist eine Arbeitsreitweise. Anders heisst aber nicht falsch. Ich halt nicht so viel vom Englisch reiten, fühle mich innder klassischen Dressur wohl. Aber ich hatte auch schon Unterricht im Western und natürlich nimmt man da auch was mit