Hat Kommunismus jemals funktioniert?
Hat eigentlich Kommunismus in der Geschichte überhaupt jemals irgendwo funktioniert? Wenn ja, in welchem Land war das? Wenn nein, warum wurde Kommunismus eigentlich nie erfolgreich erreicht und umgesetzt? Liegt es daran dass Kommunismus bestimmte Naturgesetze ignoriert? Und warum gibt es dann immer noch viele Kommunisten, die an den Kommunismus glauben, wenn es schon mehrmals gescheitert ist? Wie oft muss Kommunismus eigentlich noch scheitern bis die Kommunisten aufgeben es zu versuchen?
20 Antworten
was genau willst du nun wissen? Du versuchst doch selbst die Frage zu beantworten.
Kommunismus gab es noch nicht. Ist auch gegenwärtig nicht möglich, da die Menschen eher auf Egoismus getrimmt werden, von Medien, die von Leuten bezahlt werden, die davon profitieren. Egoismus, Konkurrenz, Neid, Angt und Illusionen treiben den Laden an und halten den Wert des Geldes hoch und das nützt denen, die viel davon haben (Angebot und Nachfrage)
Viele nennen sich Kommunisten, machen aber das Gegenteil, z.B. China.
"Wie oft muss Kommunismus eigentlich noch scheitern" wo ist er gescheitert? Du glaubst das, weil nur Diktaturen, wie die Stalinistische hier damit in Verbindung gebracht werden. Die eine Seite der Propaganda, die hier verbreitet wird.
Demokratisch gewählte sozialistische Regierung wurden in Südamerika regelmäßig weggeputscht und durch üble rechte Diktaturen ersetzt. Z.B. Pinochet in Chile und viele andere. Davon hört man hier nur nichts oder es wird relativiert.
Ich würde das nicht als scheitern bezeichnen, eher als unterdrücken. Oder Beispiel Griechenland, die Vorgängerregierung wurden großzügig Kredite gewährt. Vom Sozialisten wollte man die dann wiederhaben usw.
Eine soziale Marktwirtschaft, als Mischform aus den beiden gegensätzlichen Ideologien wäre eine gute Alternative. Die gab es hier schon mehr oder weniger.
du meinst Schwach, weil demokratischer Sozialismus regelmäßig US unterstützt durch fiese Folterdiktaturen ersetzt wurde?
Dann hast du wohl recht. Aber was hat das mit deiner sog. "Frage" zu tun?
Hatte oben was dazu geschrieben. Krieg, Konflikte, Umweltverschmutzung sind folgen des Kapitalismus. Er lebt von Angst und Illusionen und bringt so Menschen in eine Anhängigkeit von anderen. Die folge ist rel. Unfreiheit für viele.
Gegen einen gezügelten Kapitalismus (soziale Marktwirtschaft) hätte ich nichts einzuwenden. Hier schon halbwegs ok, in anderen Lädern aber noch schlecht.
ja, für Krieg und Konflikte gab es vorher auch schon Religion ist auch oft ein Grund. Krieg um Resourcen und Märkte, Waffengeschäfte sind aber auch Gründe. Am Ende geht es oft ums Geld und die Verbreitung der eigenen Ideologie bzw. Unterdrückund der Anderen (Pinochet). Warum ist es z.B: so schwer die Waffengesetze zu ändern? Ganz blöd wird es, wenn sich Politik, Militär, Medien zusammentun.
Umweltverschmutzung: weil sich Ausbeutung rechnet, es ist billiger an veralteten Technologien (z.B. Verbrennungsmotor) festzuhalten, als die Hürde zu modernen Alternativen zu nehmen. Auch Massentierhaltung rechnet sich. Es gibt sie, weil Leute zum Geiz erzogen wurden und Unternehmen in Konkurrenz stehen. Es geht ums schnelle Geld und gedacht wird kurzsichtig und unverantwortlich. Wer das nicht tut verliert bei freier Marktwirtschaft.
Angst: vor Armut, wenn es die Angst nicht gäbe würde freie Marktwirtschaft nicht funktionieren. Illusionen: "Jeder kann alles Erreichen, wenn er nur hart genug arbeitet" das schaffen tatsächlich nur die wenigsten und der Rest arbeitet auch hart.
Versteh mch nicht falsch, ich finde Marktwirtschaft nicht schlecht, sie kann aber nicht frei sein, sondern muss reguliert werden, sonst entstehen z.B. Monopole und die Menschen wären unfrei. Kommunismus ist zwar gegenwärtig unrealistisch, aber nicht unmöglich, und natürlich ist Zwang abzulehnen.
Hoffe nun ist es klar...
Nein, was meinst du, wozu ein Kartellamt da ist?
Deine Antworten ergeben manchmal keinen Sinn und wirken generiert. Zeig mal, das du kein Robot bist: Was ist (die Hälfte von drei undzwan zig) mal 4?
Die Idee des Kommunismus ist eine Utopie, d.h. ein vager Traum einer besseren Welt, wie sie Marx/Engels u.a. nur sehr grob im Kommunistischen Manifest beschrieben haben. Da Marx/Engels zwar den Kapitalismus ihrer Zeit recht gründlich (wenn auch nicht immer richtig) beschrieben haben, aber nie seine Weiterentwicklung in den Sozialismus, war ein Problem des Sozialismus immer, dass er ein ideologie-gebremster Versuch war. Der Kapitalismus marx/engelscher Zeit war durch keine Ideologie/Theorie gebunden und konnte sich aus den historischen Gegebenheiten heraus frei und entsprechend den Möglichkeiten entwickeln. Der Sozialismus hat sich sozusagen an seinen heeren, idealistisch-realitätsfremden Zielen verschluckt und zum Kommunismus ist es nie gekommen.
Es gibt sogar noch Stalinisten, die sind fast schlimmer als die verträumten Anarchokommunisten. Denn die leugnen entweder die vielen politischen Morde, oder aber sagen, das waren eh Klassenfeinde. Insofern sind Stalinisten realistischer, aber auch brutaler.
Ja, Relikte gibt es immer. Es gibt auch noch keltische Druiden. Was aber wohl nie aufhört, seit es Menschen gibt, ist der Traum von einer gerechten Welt. Nur umsetzen konnte noch nie jemand diesen Traum, weil dieser Umsetzung immer der REALE MENSCH im Wege gestanden hat. Wir sind nicht so gemacht, dass wir selbstlos wären bis in die Zehenspitzen.
Sind Stalinisten bösartig oder einfach nur ignorant? Oder beides?
Weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil ich keinen kenne. Ich habe mal einen Trotzkisten gekannt, ein ansonsten durchaus lieber Mensch, nur in Diskussionen war er unerträglich, weshalb er überall rausgeflogen ist.
Ja, aber Stalin war ja noch um einiges schlimmer. Und ganz und gar nicht "progressiv". Hat z.b. auch viele Schwule ermorden lassen. Und ethnische Minderheiten.
Der eigentliche Kommunismus, den Marx im 19. Jahrhundert beschrieb, hat bislang noch nicht richtig funktioniert.
Die attische Demokratie, auf der unsere Gesellschaft fußt, ist 3000 Jahre alt und hat auch noch nie komplett funktioniert, sondern immer nur im Ansatz, wenn auch in der letzten Zeit immerhin einigermaßen zufriedenstellend.
So gesehen hat der Kommunismus noch eine Menge Zeit.
Frag die Banken. Für die funkioniert er bis heute. Die Gewinne werden behalten, die Verluste vergesellschaftet.
Ebensowenig wie ALLES, was wir auf diesem Planeten bisher REAL erlebt haben.
Nach unseren Massstäben wohl nirgends, obwohl sich vermutlich nicht wenige Menschen z.B. in Brasilien unter einem Kommunismus besser stehen würden. Man lese mal das neue Buch von Geovani Martins, Aus dem Schatten.
Wir in Deutschland müssen mal schon aufpassen, dass unsere soziale Marktwirtschaft nicht von "hinterlistigen Schlangen" (z.B. die Bertelsmann-Stiftung) so langsam aber sicher völlig untergraben wird. Wir sind aber auf dem Weg dorthin, die Zahl der Privatschulen ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern!
Brasilien hatte vor kurzen eine sozialistische hochkorrupte Partei...
Ein paar wenige sind ja nicht so schlimm, aber sehr viele führen ganz klar in eine Zweiklassengesellschaft. Die Dummen sind dann am Ende vor allem die Gesamt- und Sekundarschüler.
Also du hast nichts vorzuweisen?