Bücher - Philosophie?
Ich bin m15 und möchte endlich langsam etwas tiefer in solche Themen eintauchen. Ich habe einen riesigen Wissendurst. Ich würde einfach gerne über Themen richtig festes Wissen haben und nicht nur an der Oberfläche gekratzt haben.
Meine Interesse hierbei ist die Philosophie und auch generell das kritische Auseinandersetzen mit Themen und diese zu debattieren. Ein Beispiel wäre Gott und Religion.
Generell mag ich eher tiefgründe oder existentielle Philosophie anstatt sowas wie "was ist Sprache" oder Themen die alltäglicher sind. Ich will mich mit dem Universum, dessen Rätsel und vorallamen dessen Hintergründe wie Gott beschäftigen.
Ich würde auch gerne Dinge lesen welche sich kritisch mit Gott befassen und seine Existenz Abwägen.
Also kennt ihr gute Bücher die unter meine Intersse fallen und so circa in meinem Alter lesbar wären? Danke schonmal
10 Antworten
Ich empfehle dir die Bücher von Robert Monroe. Zum Beispiel "der zweite Körper".
Er hat sich mit Außerkörperlichen Erfahrungen beschäftigt und das ganze erklärt sehr viel von unserer Welt.
Wenn es mehr um den Konflikt Atheismus, Theismus gehen soll, dann kann ich "wie ich Jesus Star Wars zeigte" von Joachim Sohn empfehlen.
Ist sehr Philosophisch. Ein Atheist der Zeigen wollte, dass Religion austauschbar ist. Er hat es im Prinzip zwar bewiesen, aber am Ende war er nicht weniger Fanatisch, wie jeder andere auch.
Sehr philosophisch finde ich z.B. auch "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams. Das verstehen allerdings viele nur als Satire. Dabei steckt da sehr viel Philosophie und Gesellschaftskritik drin. Muss man um die Ecke denken. Wer das nicht kann begreift es nicht.
Sehr ähnlich sind da auch die Sterntagebücher von Stanislaw Lem. Der hat auch noch andere sehr gute Bücher geschrieben.
Wenn du mein Philostudent wärst, würde ich dir zunächst noch kein Buch geben, sondern dich zu den Menschen schicken.
Das geschah mir nämlich. Wir sollten paarweise Journalisten spielen. Unser Prof für Logik und Erkenntnistheorie schickte uns einen Vormittag in die Fußgängerzone damals mit einem Tonbandgerät und Mikro und wir sollten möglichst viele Menschen fragen, was sie unter "Gott" verstehen würden und wie dessen Beziehung zum Menschen und zum Universum sei.
Alle Befragten antworteten irgendetwas. Erstaunlich! Erstaunlich war auch das geringe Wissen und geringe zweifelnde Nachdenken der Erwachsenen im Vergleich zu dem der Jugendlichen. Die ungenaue Sprache zu vieler Menschen war oft ein Problem, so dass wir nachfragen mussten, was sie überhaupt mit ihren verwendeten Begriffen meinten. Erstaunlich war auch, dass die meisten Menschen das Wissen für wichtiger als den Glauben halten. Doch lernten wir bereits, dass dieser Irrglaube durch die alltägliche Verdrängung des eigenen Sterbens, der eigenen Vergänglichkeit, gepaart mit purem Egoismus erwächst.
So entdeckten wir kinderleicht unseren antiken Philovater Sokrates: Das Wissen, dass man gar nichts weiß, weil man zweifelnd, daher fortschreitend, nachzudenken hat, um zu Wissen zu gelangen. Dass die Menschen immer nur kausal denken, möglichst nur auf einem einzigen Weg, ohne diesen als selbst gebaute Sackgasse der Paradoxie zu erkennen. Dass sie das, was sie denken und fühlen und wollen, meist gar nicht kommunikativ in Sprache ausdrücken können, aber meinen, andere würden es verstehen oder es sich durch Mitdenken selbst erklären können. Doch viele Menschen denken eben zugleich in viele Richtungen, also muss auch die Philosophie zuerst über Sprache nachdenken und sich mittels Definitionen der Begriffe einigen.
Ich hoffe, dass ich mich möglichst verständlich ausdrückte, um auch dir den Start deines gewünschten Weges zu erklären; denn erst, wenn du deine eigene Frage rundum verstanden und deren Denkfehler auch, dann lies Bücher zum Beispiel der Religionswissenschaft, der Theologie, der Sprachphilosophie, der Erkenntnistheorie, der theoretischen Physik (Elementarteilchenphysik) und Astrophysik usw. usw.. Und frage dann spezieller.
Viel Kraft und Fleiß und Erfolg auf deinem Weg zunächst zum Abitur!
Philosophie ist zwar sicher nicht das Beste für "richtig festes Wissen", eher im Gegenteil aber eine gute Übung Dinge aus unbekannter Perspektive zu sehen und einen Blick dafür zu bekommen, dass es immer mehrere mögliche Blickwinkel gibt. Ein empfehlenswertes Büchlein zum Einstieg wäre "Aphorismen zur Lebensweisheit" von Arthur Schopenhauer.
Ich kann mich der Empfehlung für "Sofies Welt" anschließen.
Wenn du später über Grundkenntnisse des Hinduismus verfügst, kann ich zusätzlich "Das Antlitz des Schweigens" von Dhan G. Mukerjee empfehlen.
Es liest sich zunächst eigentlich nur wie Legenden über einen Heiligen im 19. Jahrhundert. Wenn man will, kann man aber auch mehr für sich herausziehen.
Stephen Law: Philosophie - Abenteuer Denken
Das Buch ist thematisch so aufgebaut, dass insbesondere junge Leser angesprochen werden. Während Jostein Gaarder in "Sofies Welt" die Geschichte der Philosophie vorstellt, sind es bei Law die Themen, die neugierig machen.
Die Themen Realität, Ich-Bewusstsein, Moral und Geist werden behandelt. Der Autor stellt unterschiedliche Argumentationsketten auf, hinterfragt diese und überlässt letztlich dem Leser die Meinungsbildung.