Addieren von Drehmomenten mit interschiedlichem Drehsinn?

3 Antworten

Hängt von der Frage ab. Wenn Du subtrahierst erhälst Du das effektive Drehmoment, also die Wirkung 'nach außen hin'.

Bei der Addition erhälst Du das gesamte Drehmoment das wirkt.

Einfaches Beispiel:

Ich greife in zwei Punkten an eine Achse, entgegengesetzte Drehmoment gleicher Größe: Die Subtraktion ergibt 0 und die Achse ruht.

Trotzdem wirkt auf die Achse das gesamte Drehmoment (Addition), nicht sichtbar, bis das gesamte Drehmoment so groß wird, daß die Achse in sich verwindet. Stichwort wäre hier Torsionsmodul.

Kennst du diese Wagenkreuze? Ist die Radmutter festgezogen und Du drehst mit aller Kraft weiter und es passiert nichts, ist der effektive Drehmoment 0; trotzdem wirkt am Kreuz das von dir ausgeübte Drehmoment und dem entgegen steht das von der schon festgezogenen Schraube ausgeübte Moment - Sie rührt sich nicht. Das effektive Moment wäre 0, aber das Drehmoment als solches wirkt natürlich im Material.

Ist das Wagenkreuz nicht so gut gefertigt, dann verdreht es sich bei zu viel ausgeübter Kraft (zu großes Drehmoment) Es entsteht also ein effektives Drehmoment (ich kann das Kreuz langsam weiterdrehen), weil das gesamte Drehmoment oberhalb dessen liegt, was das Material aushält.


du musst dir das als positive oder negative werte vorstellen. ob nun die linkssinnigen oder die rechtssinnigen, das bleibt rechnerisch dir überlassen....

lg, Anna

Immer addieren. Die Momente haben doch Vorzeichen, was soll da schief gehen.