Führt der Staat im Hintergrund Daten darüber, ob eine Person in Deutschland vertraut und investiert?
Wir hatten letztens eine Diskussion mit meinem Freund über mögliche Datenerfassung durch den deutschen Staat.
Ich bin der Meinung, dass der deutsche Staat im Hintergrund schon weiß, wer in welche Aktien in Deutschland investiert und in welche ausländischen, falls diese über deutsche Börsen gekauft werden.
Darüber hinaus führt Deutschland einen "Barometer" für jede Person, wie viel sie dem deutschen Staat vertraut, in Deutschland investiert und wie viel sie beiträgt.
Durch diesen Barometer wird zum Beispiel, wenn ich als deutscher Staatsbürger aus einem Drittstaat in Frankfurt oder München am Flughafen meinen Reisepass einlege und einscanne, all diese Barometer angezeigt.
Je mehr ich DAX Aktien besitze und ohne Verkäufe nur zukaufe desto mehr stuft mich der Barometer als gute Person ein.
Wenn der Barometer zeigt, dass ich Deutschland vertraue und einen hohen Beitrag leiste, werde ich sofort durchgelassen, ohne irgendwelche Kontrollen. Auch bei der Polizeikontrolle ist dieses Barometer entscheidend. Natürlich sieht das kein Beamter, aber das System gibt mich dann quasi sofort als zuverlässig frei, weil ich in Deutschland investiere und beitrage.
Mein Freund hat gesagt, dass das nicht stimmt.
Was denkt ihr?
2 Antworten
Hmm, klingt wie die Idee von jemand, der grade irgendwas schlechtes geraucht hat.
Wenn der Barometer zeigt, dass ich Deutschland vertraue und einen hohen Beitrag leiste, werde ich sofort durchgelassen, ohne irgendwelche Kontrollen
Dann wäre es ja ungewöhnlich, dass Menschen, die überhaupt nicht(s) investieren - mangels Masse oder Wille - häufig(er) kontrolliert würden. Das widerspricht allerdings -wenig überraschend- jeglicher Lebenserfahrung.
Kurz: Die von dir länglich beschriebene Vorstellung ist Quatsch.
Das halte ich für ziemlich weit hergeholt. All den Aufwand, das Bundesdatenschutzgesetz und das Bankgeheimnis zu umgehen, nur, um dich am Zoll länger aufzuhalten? Äußerst unwahrscheinlich. Die Zollbeamten haben da ganz andere Parameter, nach denen sie ihre Kandidaten aussuchen.
Es kann wohl sein, dass Menschen, die schmuggeln, es auch ansonsten mit Steuermoral oder Loyalität zum deutschen Staat nicht so genau nehmen - aber das hat mit dem Anlageverhalten nicht wirklich was zu tun. Andererseits ist allein der Besitz deutscher Aktien bestimmt keine Garantie für einen reibungslosen Grenzübertritt.