Woke, Political correctness, wen nervt es auch?
Hallo,
eines vorab. Ich versuche so gut es geht keine Vorurteile zu haben oder zumindest diese direkt zu erkennen wenn diese in meinem Mindset hochkommen. Jeder soll, im Rahmen der Gesetze wo man niemanden schaden sollte, frei leben können und das sein was man für sich richtig findet.
ABER es nervt mich ungemein wenn Menschen, vor allem Personen welche meistens nicht direkt betroffen sind, meinen den Oberlehrer/Gutmenschen/Anwalt heraushängen zu lassen. Überall systemischer Rassismus, kulturelle Aneignung, alles Weiße ist schlecht, das man an zwei Geschlechter glaubt geht gar nicht (ich habe nichts gegen Trans etc. , ganz im Gegenteil, ich sehe von der Natur optisch einfach erstmal nur zwei eindeutige Merkmale ...) usw. Man soll sich mittlerweile wegen alles und jedem schlecht fühlen, Witze (ich lache auch über Witze über Deutsche als Deutscher) über Minderheiten sing ganz böse, überall lauern Fettnäpfchen...
Es ist verrückt wie viel Zeit und Energie Menschen haben (so wie ich jetzt hier :) ) um sich damit auseinanderzusetzen. Ich finde das ganze trennt mehr als es hilft und wen dann sollte man doch den betroffenen Personen es (ggfs Zurecht) überlassen sich darüber aufzuregen und es anzuprangern. Meistens finden diese es sogar lustig wie wir überreizt darauf reagieren...
Wem geht es hier genauso und ist Bruder/Schwester/Divers im Geiste?
7 Antworten
Extreme Formen von Identitätspolitik lehne ich natürlich ab! Dazu zählen für mich Sachen wie Fatshaming, kulturelle Aneignung und teilweise die Gender-Debatte.
Politischer Extremismus fängt oftmals da an, wo Rationalismus und faire Debatten nicht mehr ausreichen und Emotionalismus sowie Scheinargumente notwendig sind, um eine Diskussion zu gewinnen, was es bei den Rechten* natürlich ebenso gibt.
* Die Bezeichnungen rechts und links verwende ich zur Vereinfachung, auch wenn ich diese eher ablehne, da diese zu vereinfachend sind und sich das gesellschaftliche Bild von rechts und links ständig wandelt.
Es nervt und schreckt ab, weil es eine pseudonormativen, öffentlichen Raum erstellt, der nicht den Alltag repräsentiert. Das sind alles Heuchler und Wichtigtuer, denen es eher um Selbstdarstellung geht, als wirkliche Probleme anzugehen.
Dazu gehören immer beide Seiten. Ohne Homophobe etc. hätten wir die Debatte gar nicht mehr, und meistens stören die mit ihrem Gejammer und Geschrei erst und lösen diese Debatte los. Insofern ist das immer so eine Sache. Es gibt beide Extreme.
Mich nervt das auch. Solche Mitmenschen ignoriere ich so gut es geht. Sich mit diesen Leuten und deren Ansichten auseinanderzusetzen ist reine Zeitverschwendung.
Mich stört es absolut nicht.
Wenn man im Internet unterwegs ist, muss man eben damit klarkommen, dass es solche Menschen gibt und wohl immer geben wird. Wenn man damit nicht klarkommt oder grundsätzlich ein Problem damit hat, wenn andere Menschen eine andere Meinung vertreten, sollte man sich nicht im Internet aufhalten. So einfach ist das.