Wie sah das Volk der Israeliten wirklich aus?

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Was du schreibst, ist absolut richtig. Die Völker in dieser Region (Ägypter, Israeliten, Levantiner, Araber) sind alle mehr oder weniger eng miteinander verwandt. Auch was die Sprachen betrifft, hast du recht: Hebräisch, Arabisch, Phönizisch und Ägyptisch gehören zur Familie der so genannten "afroasiatischen Sprachen". Sie alle haben gewisse Gemeinsamkeiten, die ihre Verwandtschaft beweisen.

Genetische Studien haben gezeigt, dass sich in der Region in den vergangenen paar tausend Jahren ethnisch offenbar eher wenig verändert hat. So konnte man beispielsweise feststellen, dass die Eroberung durch die Araber kaum Einfluss auf die Bevölkerungszusammensetzung hatte. Heißt im Klartext: die Ägypter von heute sind die direkten Nachkommen ihrer Ahnen aus der Pharaonenzeit.

Die alten Israeliten dürften ihren Verwandten wohl recht ähnlich gesehen haben. Auch "Jesus", sofern dieser je existiert haben sollte, würde wohl, wenn er morgen früh in Sachsen-Anhalt auftaucht, als vermeintlicher "syrischer Flüchtling" verprügelt werden.

"Jesus" wurde immer so dargestellt, wie man ihn den Menschen am besten verkaufen konnte. So sieht man ihn auf alten, römischen Bildnissen in traditioneller, römischer Tracht, mit weißer Haut und Kurzhaarschnitt. In China sieht man ihn hingegen als "typischen Chinesen". Google mal: "jesus depiction china" oder, statt "china", "around the world". Du wirst staunen, wie viele verschiedene "Jesusse" sich der Mensch ausgedacht hat.😊

Lest bitte Shlomo Sands Aussagen! Die talmudischen Juden heute stammen nach seinen Sammlungen eher von Kassaren und Südslawen ab, andere talmudisch jüdische Stämme von allgemeinen Mittelmeervölkern. Grund ist der christliche Umbruch im Mosaismus. Das genealogisch rabbinische "Judentum" von heute hat zwar viele kulturelle Inhalte bewahrt, ist aber wie die Kirche weder in Detailregeln noch in der genetischen Abstammung gleich zum hebräischen Mosaismus. Die maternale Regel "Jude ist, dessen Mutter Jude ist" ist nachchristlich entstanden!
Das nachchristliche talmudische Judentum missionierte zweiweilig auch, Christentum und Judentum waren lange mehr oder weniger eins, Mischehen bis etwa 1000 n. Chr. üblich. Erst dann blieb der talmudische Mosaismus als Volk betrachtet ehetechnisch bis zur Haskala 1800 faktisch nur unter sich. Ausnahmen diejenigen, die christlich heraus konvertierten.

Konvertierte sind im Mosaismus gleich gestellt. Christen sind konvertierte Mosaisten. Daher ist es etwas albern und relativ, ob man sich für die Nachfahren des Volkes hält oder das Volk anbetet. Körperliche Abstammung ist nichts, als Physiologie und damit materialistisch und leider oft spalterisch! Die Seele und der mosaische (nichtchristlich/christliche) Glaube dagegen ist eine rein innere seelische Einstellung.

Das sich als Juden bezeichnete Menschen heute nordisch aussehen, die wenig durchmischten ultraorthodoxen manchmal anderweitig ähnlich untereinander aussehen, hat mit Mischehen und Konvertierungen im liberalen Judentum zu tun. In den harten ultraothodoxen Kernen gibt es faktisch nie Schwarze, ostasiatisch oder sehr hell aussehende Menschen. In liberalen Kreisen dagegen schon. Daran kann man heute gut ablesen, wie das talmudische Judentum bzgl. Abstammungspraxis funktioniert.