Wie geht ihr damit um, wenn ihr nicht eingeladen werdet?
Hallo Leute,
ich bin nicht der Typ, der sich im Netz Ratschläge sucht. Dennoch möchte ich es einmal versuchen.
Vor ungefähr 3 Jahren lernte ich meinen neuen Lebensgefährten kennen. Er lebt sehr ländlich, in einem Dorf und besitzt ein eigenes Haus. Die Ortschaft lebt Traditionen und Veranstaltungen, die es in anderen Regionen nicht mehr gibt bzw. längst vergessen sind. In diesem Dorf kennt Jeder jeden, mit den Einen ist man befreundet, mit den Anderen möchte man gut auskommen, sch nicht verstreiten. Vor anderthalb Jahren bin ich mit meinem Kind zu ihm gezogen und wir fühlen uns hier sehr zuhause. Er hat ein Patenkind, dass ebenfalls im Dorf lebt und durch ihre Familie einen guten Ruf. Jedes Mal, wenn das Pastenkind meinen Partner einlädt, bspw. Kaffeetrinken, Geburtstag, Grillen im Sommer, Brunchen und nun auch dieses Jahr die Konfirmation, wir werden nicht eingeladen, (Mein Kind und ich), nur mein Lebensgefährte. Begründung sei, sie würde mich noch nicht so gut kennen und mag mich erst genauer kennenlernen. Nur komisch, dass Sie es immer sagt und es nie zu einem Kennenlernen kommt. Wenn wir ein Treffen vorschlagen, Abendessen zum Beispiel, sagt das Patenkind und deren Familie immer ab. Ich habe das Gefühl, dass sie mich nicht ausstehen können, mir aus dem Weg gehen.
Ich möchte keinen Streit und auch nicht, dass es Gerüchte im Dorf gibt.
Könnt ihr mir Eure Meinung mitteilen und verraten wie ihr dazu steht, wie ihr damit umgehen würdet?
Liebe Grüße von mir
11 Antworten
Ich kann das nachvollziehen - und es ist ein typisches Dorfproblem, erst recht, wenn ein gewisser Dünkel vorhanden ist ("man ist schließlich jemand"). Die Leute sind einerseits abweisend, andererseits gilt man aus Prinzip schon als "komisch", wenn man "nicht ganz so gesellig ist" oder "nicht auf die Festle geht" ... ich kenne die Litanei.
Man muss das mehr oder weniger auf sich beruhen lassen, aber du solltest mit deinem Partner darüber sprechen - einfach dass er es weiß, wie er es sieht und was er dazu meint.
Es ist sicherlich so aber immer noch besser wie ein gezwungenes und verklemmtes Beisammensein in einem unangenehmen "Ambiente", das diese Bezeichnung nicht ansatzweise verdient. Man sollte drüber reden können.
Ich möchte keinen Streit und auch nicht, dass es Gerüchte im Dorf gibt.
Gerüchte wird es jetzt schon ohne Ende geben, ohne dass du es weißt. Die Leute im Dorf beherrschen das traditionell sehr gut und derjenige, um den es geht, erfährt es entweder zufällig oder wird mehr oder weniger veralbert.
Ich kann versteheh, dass ud verletzt und traurig bist. Und ich finde zu Recht, denn es ist sehr unhöflich, dich nicht einzuladen. Sicher kann man das rechtfertigen, dass ihr nicht verheiratet seid und doch noch nicht so lange da lebst ect. aber das sind alles Ausflüchte. Der Grund ist ein anderer. Allerdings welchen, weiß ich nicht genau. Mir fallen mehrere ein.
- spießiges Dorftum, Zugezogene werden nicht akteptiert
- Standesdünkel - sie sind wer und ihr nicht
- vielleicht auch ein Erbproblem - wenn ihr heiratet, erbt vielleicht das Patenkind nicht mehr...
- unerträgliche Arroganz
Wichtig wäre, was dein Partner dazu sagt. Findet er diese Unhöflichkeit auch ok? Wenn ja, dann weiß ich nicht wirklich, wie er zu eurer Beziehung steht. Im Grunde müsste er mal auftreten und sagen, dass ihr jetzt seine Familie seid oder zumindest du seine Partnerin bist.
dann ist es auch eine Frage an deinen Partner. Ich an seiner Stelle würde deutlich machen, dass meine Partnerin nun zu mir gehört und entweder kommen wir komplett oder gar nicht. Aber das tut er scheinbar auch nicht.
Klar kann es sein, dass sie dich nicht mögen und du ja ein Kind von einem anderen Vater mitbringst. Das ist evtl. auch deren gutes Recht, aber dann muss sich dein Partner dazu verhalten.
Ohne irgendwelche Kontakte oder Einladungen können Sie dich ja auch nicht kennenlernen. DAS solltest du den Leuten mal sagen.
Bisher bist du wohl die Dazugezogene...aber noch nicht die Dazugehörige. Das finde ich auch nicht nett, dich so außen vor zu lassen.
Dein Partner ist die Bezugsperson, der Patenonkel. Wer selber Kinder hat, weiß auch wie schnell zu viele Personen zusammenkommen können, die eingeladen werden möchten oder sollen. Irgendwann ist zu wenig Platz, zu wenig Stühle da und der Tisch zu klein....(es gibt für jede Lösung ein Problem 😉)
Sind sie vielleicht erzkonservativ katholisch, von wegen wilder Ehe, nicht verheiratet aber zusammenleben usw. ?
Bzgl. der Konfirmation des Patenkindes könntest du dich als Hilfe anbieten. Tische decken, Kuchen backen und sowas...hinterher mit abwaschen usw....
Mal schauen, welche Reaktion da dann kommt.
Du kannst auch sagen, dass Du dich ausgeschlossen fühlst, aber gerne zur Dorfgemeinschaft, Bräuchen und Festen gerne dazugehören möchtest.
Ob sie dir nicht mal eine Chance geben wollen?
Wenn man nicht eingeladen wurde, dann wurde man nicht eingeladen.
Nur weil man "Partner von... " ist, hat man doch kein Recht darauf überall eingeladen zu werden.
Ich habe das Gefühl, dass sie mich nicht ausstehen können, mir aus dem Weg gehen.
Damit wirst du leben müssen. Keiner MUSS dich mögen.
Die sind nicht erzkatholisch, wenn sie eine Konfirmation haben, Das ist ein evangelisches Fest. Vielleicht sind sie erzevangelisch, die können auch ganz schön spiessig sein.