Welche blende braucht man bei mitziehern?

7 Antworten

Hallo

nun ja im Serienbildmodus;

  • legt man bei Zeitautomatik die Blende auf das Drehrad und beim Mitziehen dreht man gleichzeitig am Rad
  • legt man bei Blendenautomatik die Zeit auf das Drehrad und beim Mitziehen dreht man gleichzeitig am Rad

Danach sieht man sich in der Rückschau an welches der Bilder die optimale/gewünschte Wischspur hat und übernimmt diese Verschlusszeit. Der "obere" Startpunkt ist Geschwindigkeit in Meilen pro Stunde als Verschlusszeit. Kürzere Verschlusszeiten sehen meist eher ungewollt "verwackelt" als gewischt aus, lange Verschlusszeiten im Bereich um 1/4 Sekunde und drunter sind bei Autos/Motorräder kein Problem aber bei Läufern oder Tieren wo die Beine "unsichtbar" wegwischen. Bei solchen Motiven "stanzt" man gerne einen Tageslichtblitz auf den 2ten Vorhang in das Motiv damit die Extremitäten deutlicher sichtbar werden. Oft reicht dafür der Borddblitz mit Leitzahl 10 wenn man die ISO auf 400 hochdreht sind es schon Leitzahl 20 (bei Blende 2,8 um 3,5 Meter) und ISO 1600 ergibt Leitzahl 40 (bei Blende 2.8 um 7 Meter). Moderne DSLR/DSLM mit iTTL/eTTL blitzen mit Profioptiken (Entferungsindex) automatisch, man kann die Helligkeit des Blitz per EV Shift verschieben was man dann aber oft machen muss ist einen Lichtformer mit schwarzen Centerspot montieren damit die Lichtbalance passt bzw man hält zur Not einfach einen Finger von oben oder schräg seitlich vor den Blitz damit man das Motiv passend schattiert

Beim konstantabstand horizontalen Panning kann man längere Verschlusszeiten nehmen als wenn das Motiv schräg auf einem zukommt oder wegfährt. Beim Panning von konstant entfernten Bewegungen durch denn Frame braucht man wenig Schärfentiefe, bei einem diagonalen Panning durch denn Frame bewegt sich das Motiv durch die Schärfenebene da hängt die Blende von der Leistung des Autofocus ab, eine Sportkanonenkombination kann das auch bei Offenblende, die lahme Kitzoomklasse muss man weiter abblenden. Man kann oft auf ISO - erweitern oder nutzt/missbraucht denn EV Shift für lämgrer Zeiten. Ansonsten montiert man einen Polfilter und/oder ND Filter vor allem wenn man mit der Blende in Beugung geht aber zum testen/ausprobieren geht man bis maximal kleinste Blende runter (meist 22 oder 32) auch wenn die Auflösung sinkt und man irgendwan "Bildmatsch" hat. Dass hat man dann auch mal gesehen bzw viele sehen das gar nicht auf Monitoren, erst nach dem ausdrucken.

Bei Kameras mit Blackout oder Rückschaumodus arbeitet man Beidäugig (muss man üben am besten fängt man mit der Normalbrennweite an dann hat man denn Stereoeffekt) oder kauft/bastelt sich eine seperaten Sportsucher.

Wenn die Wischspuren zu wenig Dynamik/Dramatik erzeugen zoomt man beim mitziehen aber dazu muss die Optik einigermassen Parfocal bleiben also das geht selten mit Kit Zooms. Für solche Jobs adaptiert man sich ein Schiebezoom aus der Zeit bevor es Autodooffocus gab weil die sind dann meist Parafocal (und wenn nicht steht ganz gross Varifocal drauf). Wischzoom kann man auch auf stehende Motive anwenden bzw meist übt man zuerst auf einfache Motive.

Das schöne bei Digtalkameras ist man hat Sekunden später die Rückschau/Feedbackschleife und das Üben kostet kein Filmmaterial

Man kann auch später im Postprozess "wischen" das machte mW zuerst der Wieselmann in einem "Perfektionswahnschub" für BMW im Fotolabor. Digital machten das in denn späten 80ern der Gunter Sachs und der Rene Staud. Der Gunter Sachs weil er das Geld hatte und die Software dazu mitgeschrieben hat, der Staudt weil Daimler das Geld hatte und Mercedes Automobile im Prospekt "sportlicher"/dynamischer werden mussten. Aber der Staud baute dann in seinem Perfektionswahn die Superriggs mit 10 Meter Ausleger für Grossformatkameras und 3x12 Meter Lichtwannen an LKW/Buse und retuschierte digital nur die Anschlussträger des Rigg weg.

Die Blende ist für Mitzieher nicht primär ausschlaggebend, sondern die Belichtungszeit in Abhängigkeit der Bewegungsgeschwindigkeit. Die Blende richtet sich dann nach max vorhandenem Licht und ISO-Einstellung (Belichtungsdreieck, Grundlagen der Fotografie)...

Es kommt eher auf die Belichtungszeit an. Bei Mitziehen habe ich meistens auf den Fokuspunkt des Auslösens manuell scharf gestellt. Da ist sogar eine offene Blende fürs Motiv besser.

Die Blende ist natürlich so gut wie egal in dem Fall. Du zielst in dem Fall aufs Motorrad und versuchst es auf der selben Stelle im Bild zu halten, damit es möglichst scharf bleibt. Der Rest verschwindet sowieso in Unschärfe. An deiner Stelle würde ich eher mit 1/40 anfangen.

beim mitziehen möchte man doch den effekt des sich bewegenden fahrzeugs einfangen, sprich motorrad scharf und ein verwischter hintergrund. daher darf die belichtungszeit nicht zu kurz sein, max. 1/60 sec. ich würde die kamera auf diese zeit einstellen, blendenautomaik wählen und die iso auf 100 fixieren. dann gibt es große blenden fast mit bokeh hintergrund

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Fotos mit SLR (Minolta, Canon) seit über 40 Jahren