Warum hat die Bibel mehr Widersprüche als der Koran?

21 Antworten

Ich finde es immer fraglich, wenn Laien so pauschal von Widersprüchen sprechen, egal um welche Religion es geht. Allein der Islam hat beispielsweise so viele Gelehrte, die jeden einzelnen Vers auslegen und interpretieren. Genauso ist es mit der Bibel, bei der viel mit Metaphern gearbeitet wird, wenn man einigen Christen glaubt.

Der Wortlaut allein reicht hier nicht. Wenn du einen Gesetzestext auslegst, schaust du dir ja auch nicht nur den Wortlaut an. Du schaust auch auf den Sinn und Zweck, Historie usw. Gerade über den Islam wird beispielsweise gesagt, dass Inhalte im zeitlichen Kontext herabgesandt wurden, also als Reaktion auf eine bestimmte Frage oder ein bestimmtes Problem. Und da Religionen sowas wie Gesetzestexte der alten Zeit sind, sollte man das hinsichtlich der Auslegung hier auch so handhaben.

Kann natürlich auch sein, dass du einen Widerspruch findest, aber das sollte man dann vielleicht konkretisieren. Dann können beispielsweise schlaue Christen dir sagen, ob das ein Widerspruch ist oder nicht. Und du kannst abwägen, ob das für dich plausibel ist oder nicht.


Ich glaube weder an den Wahrheitsgehalt der Bibel noch an den Koran, aber ich habe für mich selbst den Eindruck gewonnen, dass man die Bibel und ihre möglichen Widersprüche sehr viel eher und besser ganz einfach metaphorisch auslegen kann, als dieses beim Koran möglich ist, der doch sehr auf wörtliche Auslegung besteht, was ihn nach meiner Einschätzung noch unglaubwürdiger macht als die Bibel.

Einigen fortschrittlichen Muslimen (etwa Prof. Khorchide) gelingt eine moderne Auslegung aber auch beim Koran. Dann wird der Koran etwas erträglicher.

Weil das Evangelium mit der Zeit entstellt worde von den Menschen und Paulus seine Finger im Spiel hatte, er gab vor ein Christ zu sein, aber er ist ein Heuchler gewesen und wollte das Christentum von innen heraus zerstören

Im Grunde finden wir in beiden Stiftschriften eine unüberschaubare Zahl von Widersprüchen. Das muss auch so sein, da der Mensch ein ambivalentes Wesen manifestiert - sowohl bei den Juden, als auch bei den arabischen Gentileinheiten zur Zeit Mohammeds.


Klar, dass Muslime gerne den Vorwurf bringen, die Bibel wäre verfälscht. Wenn man dann fragt, was verfälscht ist, kommt keine Antwort.

Wer weiss, wie die Juden mit heiligen Schriften umgehen, der wird so oder so nicht an so etwas glauben. Bis zu den Funden von Qumran, durch einen muslimischen Knaben, konnte man so etwas noch behaupten. Doch die Funde haben gezeigt, dass die Bibel über Jahrhunderte keine Veränderungen erfahren hat.

Weshalb wusste Allah, der die Tora und die Evangelien im Koran zur Lehre empfiehlt, nichts von den Verfälschungen? Die Texte der Bibel gab es schon lange vor dem Koran.

Du selber hast als Muslim die Erfahrungen gemacht - siehe frühere Fragen - , dass Jesus hilft - Allah dagegen nicht.