Und plötzlich ist der Plan hinfällig?
Mein Sohn wird dieses Jahr 18 und ist grade in der Abschlussklasse. Da er in einem Hauptfach auf einer 5 steht (war uns natürlich anhand der Proben schon vor dem Zeugnis klar) und auch viele Krankheitstage hatte bisher, war der Plan dass er das Schuljahr wiederholen wird um dann nen guten Abschluss hinzulegen und auch vorher ein gutes Zwischenzeugnis mit dem er sich bewerben kann. (Nicht nur mein Plan, auch seiner)
Und jetzt da ich konkret gesagt habe, ich werde jetzt den Antrag für das freiwillige Wiederholen stellen, ist er plötzlich absolut dagegen. Hat keinen Bock auf die Klasse in die er käme und überhaupt...will er einfach nicht.
Bisher war ich innerlich recht gechillt, jetzt könnte ich grade....egal.
In gut zwei Monaten fangen die Prüfungen an und für die schulische Ausbildung die er jetzt machen möchte läuft schon die Bewerbungsfrist. Und ich versuche ihm klarzumachen, dass die ihn eh ablehnen werden mit der 5 im Hauptfach.
Aber ach chill mal Mutter, dann geh ich auf die FOS ("5 im Hauptfach....!").
Ach dann mach ich halt ein Jahr Praktika.
Ich werd wahnsinnig!
Wäre er was Praktika angeht wirklich motiviert, würde ich das ja noch sehen...aber das war bisher schon immer ein ewiges Gejammer dass er da null Bock drauf hat.
Was soll ich machen....gar nichts mehr weil ich eh kaum noch Einfluss auf ihn habe in dem Alter? Abwarten und hoffen dass die Noten noch mieser werden damit er wiederholen muss?
Ist es eigentlich sein Plan oder dein Plan?
Ich sagte ja, diesen Plan hatten wir gemeinsam so besprochen und und er hielt den auch für sinnvoll
5 Antworten
meine Frage - zu den "chilligen" Ideen des Sohnes wäre: Was macht Dich denn so sicher, dass Deine Ideen erfolgreich umgesetzt werden können? Ab dem 18. Lebensjahr muss ihn keine Schule aufnehmen....
Meine Meinung wäre: Ich denke, dass der Weg ..... nicht nur umsetzbar ist, sondern auch einen besseren Start in einen Beruf ermöglicht. Aber wenn Du meinen Rat nicht annehmen willst, dann chille ich und schau mal, was Du gut machst. Es ist Dein Leben...
Jedoch würde ich ihm vorschlagen, über seinen Weg "Plan B" nachzudenken, wenn sein Plan A nicht funktioniert. Und genau über Deinen Plan B solltest Du heute nachdenken, wenn seine Pläne nicht funktionieren und er dann gefrustet zuhause Löcher in die Luft starrt. Deinen Plan B solltest Du ihm auch mitteilen. Und alles solltest Du ganz ruhig besprechen, denn Aufregung hilft niemandem, behindert eher das gute Nachdenken. Jede Entscheidung hat Konsequenzen - dessen sollte er sich bewusst sein. Er muss letztlich den Preis für seine Entscheidungen bezahlen, nicht Du.
Deine Überlegungen sind gut. Jedoch: Du solltest Dir einen Plan B für Dich überlegen!
Und Du solltest ihm Deine Bedenken in aller Ruhe mitteilen - und die Fragen folgen lassen: Warum denkst Du, dass Dein Plan gelingt? Was willst Du machen, wenn Dein Plan A nicht gelingt?
... und zeige ihm Konsequenzen auf, wenn sein Plan misslingt. Du könntest danach fragen: Meinst Du nicht auch, dass mein Plan A für Dich mehr Vorteile bringt als Deiner? Wo siehst Du Schwierigkeiten, Probleme, meinem Plan zu folgen? Schämt er sich ggf. mit Jüngerern in einer Klasse zu sitzen? Da müsste er ggf. durch. Das wäre der Preis für seine bisherige Faulheit.
Ja...so ungefähr haben wir da schon drüber geredet gestern.
Aber ich gestehe dass ich da innerlich alles Andere als ruhig war.
Vielleicht setz ich mich mit ihm hin und wir machen mal ne Art Liste.
Da er der Jüngste in der Klasse ist, wäre das vom Alter kein Problem ...naja...die nächsten Tage nochmal in aller Ruhe...puh.
Manche Jungs schätzen auch die Meinung eines Mannes. Vielleicht sollte mal der Klassenlehrer befragt werden
Das ist natürlich eine schwierige Situation, vor allem, weil ihr euch ja vorher einig wart. Vielleicht steckt hinter seiner plötzlichen Ablehnung mehr als nur "keinen Bock" – Angst vor dem sozialen Aspekt, Frust oder Unsicherheit über die Zukunft?
Habt ihr schon darüber gesprochen, was er stattdessen tun will? Vielleicht hilft es, ihm konkrete Konsequenzen aufzuzeigen, aber auch Alternativen anzubieten, falls Wiederholen für ihn wirklich nicht infrage kommt.
Ich würde ihm die Möglichkeit geben jedoch zur Sicherheit den Antrag dennoch abschicken. Sollte er es doch schaffen dann kann er sich freuen, wird es nichts hat er immer noch die Möglichkeit zu wiederholen. Auf diesen Kompromiss sollte er sich einlassen
Hm...nur wenn ich es jetzt beantrage gehe ich davon aus dass er gar nicht an den Prüfungen teilnimmt
Ich würde mit ihm offen sprechen, sag ihm das du ihm die Chance gibst das er sich beweist, das er es schafft. Das du den Antrag abschickst ist zur seiner Sicherheit und er ja nicht wiederholen muss wenn er es schafft
Ja...ich meine von Seiten der Schule, die müssen das ja auch planen.
Rede mit ihm offen und in ruhigem Ton über seine Möglichkeiten..
Ausbildung, auch danach kann man noch weiter machen.. bewerben.. dann muss er das aber auch JETZT machen..
lernen, damit er keine 5 hat und nicht wiederholen muss…
Ja...das ist der Punkt den ich für so unrealistisch halte, weil er sich eben jetzt und mit diesem Zeugnis bewerben müsste. Sei es für die Schule oder eine betriebliche Ausbildung.
Kommt halt drauf an, was er machen möchte.. in vielen Betrieben wird verzweifelt gesucht… und es kommt halt drauf an in welchem Hauptfach
In Deutsch und er will in den IT-Bereich... wahlweise in den Bürobereich im Allgemeinen.
Dann sollte das für ihn Ansporn sein, von der 5 runter zu kommen
Du solltest deinen Sohn, das machen lassen was er möchte. Du kannst ihm sagen, was du für besser hältst, aber es ist seine Entscheidung.
Danke...ich sehe halt gerade keinen Plan B den ich für zielgerichtet halten könnte.
Selbst wenn er sich jetzt auf den Hintern setzen würde und den Abschluss gut machen würde... trotzdem müsste er sich jetzt mit diesem Zwischenzeugnis bewerben...sei es für Schule oder für betriebliche Ausbildung.
Aber ja.... runterkommen und weiter überlegen ist wohl die erste Maßnahme für mich.