Neuer Hausanschluss (Strom). Räume vorab anschließen möglich?

4 Antworten

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Guten Abend,

das du dich für eine komplette Neuinstallation entschieden hast ist, ein sinnvoller Weg. Aus der Ferne ist eine Beurteilung natürlich immer schwierig. Du hast leider nicht dazugeschrieben, ob es sich um eine Kupfer- oder um eine Aluminium Zuleitung handelt. Unabhängig davon bieten die Netzbetreiber normalerweise kostenlose Begehungen an bei der so etwas schnell und unkompliziert besprochen werden kann. Ich kann nur von meinem Netzbetreiber sprechen, bei dem das so gehandhabt wird.

Einen einzelnen Raum als Übergangslösung zu betreiben ist aber generell nicht möglich. Der spätere Zähler wird erst gesetzt, wenn der Zählerschrank komplett fertig ist und den Regeln der Technik entspricht. In einen halb fertigen Zählerschrank wird dir kein NB einen Zähler setzten.

Eine gängige Übergangslösung die auch deinem Vorschlag am nächsten kommt, ist den Zählerschrank fertig zu bestücken und die nachfolgenden Unterverteilungen erst später fertig zu stellen. Hier sind die Vorschriften regional allerdings unterschiedlich.

Die TAB (Technischen Anschlussbedingungen) muss jeder Netzbetreiber auf der Webseite ausweisen. Diese sind auch für Laien zumindest im Ansatz verständlich und sollten Klarheit verschaffen was gemacht werden darf und was eben nicht.

Die sicherste und unkomplizierteste Lösung wäre allerdings trotzdem der Baustrom.

Ich hoffe ich konnte etwas weiterhelfen.

LG Patrick

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Elektrotechniker Meister bei einem Energieversorger

HaraldLJackson 
Beitragsersteller
 18.03.2025, 14:17

Guten Tag,

erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ob es sich um ein Aluminium- oder Kupferkabel handelt, weiß ich leider nicht. Auf der Leitung selbst ist keine Beschriftung und mehr als den kompletten Durchmesser auszumessen traue ich mich nicht. Das ist dann eher Sache vom Fachmann.

Gut zu wissen, dass das nicht so funktioniert wie ich gedacht hatte. Habe meistens tatsächlich das Gegenteil gehört.

Das TAB werde ich mal auf der Seite des Betreibers suchen. Danke für den Hinweis.

Habe mich zu Baustrom tatsächlich noch gar nicht informiert, werde mich dem mal annehmen. Habe nur schon oft gehört, dass es so wahnsinnig teuer sein soll. Da die Sanierung über 2-3 Jahre laufen wird, war ich dann etwas abgeschreckt.

Hat mir sehr geholfen die Antwort. Vielen Dank

Patrick Wiche  18.03.2025, 14:22
@HaraldLJackson

Sehr gerne 😊

Die Energieversorger verrechnen für einen Baustrom Anschluss meistens eine Pauschale. Auch hier kann ich leider nicht für jeden NB sprechen.

Die Restliche Miete für den Baustrom Kasten selbst ist an den Elektriker zu entrichten. Hier gibt es oftmals Spielraum für Verhandlungen oder ebenfalls die Möglichkeit einer Pauschale.

Deshalb plane ich, einen neuen Hausanschluss legen zu lassen.

Wie kommst du darauf, dass das nötig ist? Kabelquerschnitt bestimmt oder erscheint dir die Absicherung zu klein?

Naja, so oder so: Dein Netzbetreiber ist zuständig, musst dich an den wenden.

Natürlich kannst du auch nur erstmal nur einen einzigen Abgang an deine neue Verteilung (oder die alte, falls die Leitung doch OK ist) anschließen.

Kommt der Elektriker eben extra nur dafür und später für den Rest. Wird in Summe dann etwas mehr Kosten, aber das dürfte sehr überschaubar sein.


HaraldLJackson 
Beitragsersteller
 17.03.2025, 08:54

Absicherung dürfte zu klein sein. Ich habe den Durchmesser vom Hausanschluss mit Mantel komplett gemessen. Bis zum Hausanschlusskasten Ø20mm, danach zum Sicherungskasten Ø15mm. Mehr kann ich nicht sagen, habe mir nur etwas reingelesen, im Endeffekt wird mir dann aber der Elektriker sagen was Sache ist. Da lasse ich lieber die Finger weg.

Netzbetreiber ist klar, da wollte ich mich nun generell mal Informieren, brauch ja aber dennoch jemanden der mir das dann anschließt. Laut Website vom Netzbetreiber machen die das nicht selbst.

Wird eine neue Verteilung werden. Da das ganze schon etwas älter ist, ist das (milde formuliert) nicht mehr ganz so brauchbar.

Ja, dass das mehr kosten wird, habe ich mir gedacht. Da wir aber über eine längere Zeit alles sanieren, wird es leider nicht anders gehen.

Was du in welcher Reihenfolge machst ist im Prinzip egal. Es ist nur günstiger wenn du alles auf einmal machst als das du es schrittweise machen lässt.


HaraldLJackson 
Beitragsersteller
 17.03.2025, 08:03

Da wir das ganze Haus in kompletter Eigenleistung sanieren (außer Elektro), wird leider nicht alles auf einmal gehen. Das ganze Projekt ist auf ca. 2-3 Jahre angesetzt, da wir nur am Wochenende dafür Zeit haben. 

Hätte es etappenweise gemacht. Sprich wenn ein größerer Abschnitt bereit ist, den Elektriker holen, sofern er das mitmacht.

Du machst da gar nichts. In so einem Umfang darfst du das gar nicht. Sowas macht eine Elektrofachfirma. Für den Hausanschluss selbst ist der Netzbetreiber zuständig.Der wiederum wird das ohne Mitwirkung einer Fachfirma das nicht machen.


HaraldLJackson 
Beitragsersteller
 17.03.2025, 11:22
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps – damit ich beim Gespräch mit dem Elektriker nicht ganz ahnungslos wirke. 😄

Hab ich ja auch nie erwähnt, dass ich das selber machen möchte. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich das nicht selber machen darf. Wie oben beschrieben, das dient nur der Vorabinformation, damit ich nicht komplett planlos zum Elektriker/Netzbetreiber renne.