Brauchen Panzerwelse Sandboden?
Hallo,
ich habe gelesen, dass Panzerwelse (in meinem Fall Metall-Panzerwels - Corydoras aeneus) Sandboden benötigen, damit sie sich am Kies nicht die lebenswichtigen Barteln "abreiben". Stimmt das, oder kann man diese Fische auch in einem AQ mit (feinem) Kies pflegen? Man hört ja immer unterschiedliches...
Viele Grüße
Ilayda
4 Antworten
Sie brauchen rundkörnigen Bodengrund, an dem sie sich nicht verletzen können. Völlig ungeeignet sind Splitt, Strahlmittel und alle maschinell gebrochenen Kiese und Sande. Natürlicher Flusskies und Sand ist geeignet, egal ob aus einem existierenden Fluss, oder fossile Ablagerungen aus der Kiesgrube. Extrem fein sollte der Sand nicht sein, weil der sich verdichtet. Das heißt, Chinchilla- oder Vogelsand ist nicht gut. Gut ist eine Korngröße zwischen 0,2 und 1 mm. Größer ist nicht schädlich, aber da können sie nicht mehr gründeln. Gleichmäßig zu fein verdichtet und ungewaschener Sand verursacht beim Gründeln Staubwolken.
Sand bis 0,6 mm ist am besten. Darin können sie richtig tief gründeln. Sie graben dann Futter noch aus 2cm Tiefe aus. Wenn man ein Zuchtbecken mit so dünnem Sandboden hat, füttert man am besten nachts, wenn die Panzerwelse schlafen, mit lebenden Tubifex. Die Panzerwelse sind dann den ganzen Tag beschäftigt um die Tubifex wieder auszugraben.
Sandecken haben den Nachteil, dass sie sich mit der Zeit mit dem übrigen Bodengrund vermischen.
Trennbauwerke nach dem Prinzip der Trockenmauer sind immer undicht. Die sauberste Lösung ist, einen dichten Trenner einzukleben. Entweder aus Steinen verklebt, oder als Fertigteil. Es gibt es von verschiedenen Herstellern Bauteile, die eigentlich dafür gedacht sind, Terrassen anzulegen. Auch da bekommen es die Panzerwelse hin, ganz langsam den Sand auf die andere Seite zu schaufeln, aber das ist dann wohl langsam genug. Wenn man sie nur rein stellt, sind solche Teile an den Rändern aber auch undicht und wenn man dahinter unterschiedlich hoch verfüllt, geben sie dem Druck irgendwann nach.
Hier mal beispielhaft eine Auswahl solcher Terrassenbauteile: https://www.interaquaristik.de/aquarium-deko/terrassen/
Also ich habe recht feinen "Kies" mehr so in Sandkorngröße, also auch nicht scharf, und da klappt es gut und es gibt keine Verletzten. Meine sind die normalen Antennenwelse.
Ich weiß, danke, Ich wollte trotzdem meine Erfahrungen teilen :)
Hi
Brauchen- nein. Das mit den Barteln liegt nicht am Kies, das sind wohl eher Krankheiten.
Aber- es ist der beste Bodengrund für Corydoras deshalb würd ich sagen man sollte dann umrüsten. Man kann sich Zeit dafür lassen weil sie ja keinen gesundheitlichen Schaden nehmen. Und Panzerwelse werden ja durchaus 7...10 Jahre.
Wichtig ist, dass es runde Körner ohne scharfe Kanten sind. Je "weicher" der Sand, desto besser.
Ich hab schon Corys in Aquarien mit dem falschen Bodengrund gesehen, die sich die Barteln komplett "weggegründelt" hatten.
Ein bemitleidenswerter Anblick!
Scharfkantiger Bodengrund führt zu winzigen Verletzungen der Barteln, durch die dann eine Bakterielle Infektion eindringt und die Barteln zerstört.
Ich hab schon Corys in Aquarien mit dem falschen Bodengrund gesehen, die sich die Barteln komplett "weggegründelt" hatten.
Was meinst du damit? Was für ein "falscher" Bodengrund?
Der Kies in meinem Aquarium ist insgesamt feinkörnig. Soll ich da noch eine "Sandecke" machen?