Würde die Natur ohne Menschen, auch im Einklang der Natur leben?

9 Antworten

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Ok.

Wir leben jetzt nach deiner Vorstellung im Einklang mit der Natur.

Die Sonne verblasst eines Tages.

Wir beten bis dahin die Sonne an, dass Sie sich neu erleuchtet.

Dann knien wir am Tag X nieder.

Und werden alle zu Sonnenstaub, weil das Beten nicht funktioniert hat.

Verbrannt.

Ausgestorben.

Wenn der Mensch mit enormer Technik und KnowHow nicht dagegen ankämpfen tut, dann stirbt er eher aus.

Sowieso ist das Überleben kaum möglich.

Selbst, wenn wir den programmierten Zelltod besiegen könnten.

Irgendwann klappt irgendwas im Universum nicht mehr für uns und wir verrecken genauso wie die ausgestorbenen Arten der bisherigen Geschichte.

Wir zerstören nicht die Natur.

Wir sind Teil einer Natur.

Teil einer unbegreiflichen Welt.

Wir haben einen Timer, der abläuft.

Punkt. Aus. Ende.

Wir waren schon Tod als wir geboren worden sind.

Wir werden noch mehr Tod sein als wir vor unserer Geburt waren.


LODR12 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 22:06

Gut erklärt... Dankeschön 😁

Jkin06432  03.04.2025, 22:26
@LODR12

Das Grab, was du denkst, dass wir uns selber schaufeln, ist uns lange schon geschaufelt worden.

Sowas wie "im Einklamg mit der Natur" gibt es gar nicht. Der Mensch ist ja nach wie vor ein Teil der Natur, auch wenn er es gerne anders sieht. Sicher gestalten wir den Planeten wie kaum eine andere Spezies. Aber auch andere Lebewesen beeinflussen und verändern ihren Lebensraum. Ohne Elefanten würde die Savanne in Ostafrika ganz anders aussehen, sie wäre viel waldähnlicher. Und ein Fluss, an dem ein Biber seinen Damm gebaut hat, verändert die Landschaft massiv. Nicht immer sind die Veränderungen für andere Lebewesen positiv. Als vor Jahrmilliarden die ersten Aerobier erschienen, störten sie sich sicherlich herzlich wenig daran, dass der von ihnen produzierte Sauerstoff ein absolutes Zellgift ist und die allermeisten anderen Lebensformen ausgerottet hat. Und Raubtiere hören mit dem Beutemachen natürlich auch nicht auf, wenn ihre Jagdtätigkeit ihre Beutepopulation bedroht. Auf Stephen Island war der Stephen-Schlüpfer hochbedroht - was die dort lebenden Katzen nicht davon abhielt, noch die allerletzten zu fangen, womit die Art ausstarb. Ökosysteme sind dynamisch. Immer beeinflussen sich die Arten gegenseitig.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologiestudium, Universität Leipzig
Es gibt kein Volk, was wirklich im Einklang der Natur lebte, alle haben immer den Lebensraum mehr zerstört, als er ohne Mensch geblieben wäre.

Jain. Der Mensch kann zwar ohne Ausbeutung von Ressourcen nicht existieren, jedoch hat er sehr wohl die Macht darüber, wie er Ressourcen nutzt und wie er nachhaltig wirtschaften kann. Diverse Urvölker, die teilweise auch heute noch existieren, leben sehr viel harmonischer im Einklang mit der Natur als wir verwöhntes Großstadtvolk der westlichen Welt.

Das Problem ist nicht der Mensch per se, sondern zu welcher Art der Entwicklung wir uns entschieden haben. Der intensive Drang nach Wachstum und Gewinnerzielung hat zu globalen Problemen geführt und ist Grund für die 1,5 Grad sowie mit verantwortlich für die immer schlimmer werdenden globalen Umweltkatastrophen.

Dennoch haben sich nicht alle Menschen und alle Völker für diesen Lebensstil entschieden. Wie gesagt, es gibt indigene Völker - zum Beispiel in Australien oder Neuseeland, die sehr wohl etwas von Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit verstehen. Nur leben diese Stämme halt weit weg von der sogenannten „zivilisierten“ Gesellschaft (ich lehne diese Bezeichnung zutiefst ab).

Diese Stämme und Völker leben eben nicht in Betonklötzen oder kaufen sich ihren Mitternachtssnack beim nächsten Späti. Ebenso geht man bei diesen Menschen am Wochenende nicht in der Mall shoppen. Manche Industrielle würden diesen Völkern ein Leben im Dreck unterstellen, sie als unzivilisiert und realitätsfern abtun. Doch unabhängig davon zeigen sie, dass sie ein viel größeres Wissen um die Natur und ihren gegenseitigen Nutzen haben als jeder Durchschnittsbürger in einer modernen Metropole. Diese Menschen leben - wie viele es sicher denken würden - wie „die alten Jäger und Sammler“. Aber dafür haben diese Menschen nachhaltige Wege gefunden, um von der Natur zu zehren, ohne sie durch massive Ausbeutung zu zerstören. Weil sie das haben, was uns hoch entwickelten Kapitalisten fehlt: Ein Gespür für Genügsamkeit und Harmonie. Ein Gespür für Ehrfurcht und Protektionismus. Das Bewusstsein dafür, dass der Mensch der Natur nicht ebenbürtig ist und in diesem großen Biotop eine viel kleinere Rolle spielt als wir denken.

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich gern mit philosophischen Themen

Tatsächlich wurde mir in meiner Schulzeit immer wieder beigebracht, dass alles in der Natur funktioniert. Es ist ein konstantes Nehmen und Geben. Der Einzige, der das aktiv stört, ist der Mensch, da dieser selten bis gar nicht gibt. Er nimmt eher. Und strapaziert die Regenerationsfähigkeit der Natur.

Meine Biologie Lehrer waren sich einig, dass die Natur ein herzliches, ausgeklügeltes Konzept hat - der Mensch jedoch nicht hinein passt. Kurz gesagt: Der Mensch ist, wenn man es genau betrachtet, ein Parasit.

Würden wir wie Steinzeitmenschen oder Eingeborene Völker leben, wäre das Problem aber sicher nicht da. Es gäbe immer noch ein Nehmen, aber keine CO2 Produktion (bis auf Lagerfeuer oder so) und keine Massenproduktion. In dem Rhythmus wäre die Natur bestimmt in der Lage, sich zu erholen. Dafür dürfte es wahrscheinlich aber auch keine 8 Milliarden Menschen geben... 😅

Bei einigen klaps!

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 - (Gesellschaft, Wissenschaft, Natur)

LODR12 
Beitragsersteller
 02.04.2025, 20:04

Das kenne ich schon von Pixabay, danke für deine Antwort, aber ich habe sinnvollere Antworten erwartet...