Welche (Aus)Bildung habt ihr?
Liebe GuteFrage-User,
Für welchen Bildungsweg habt ihr euch eigentlich entschieden und warum? Ist euer Lebenslauf "linear" aufgebaut oder habt ihr verschiedene Sachen ausprobiert? Würdet ihr es heute anders machen?
17 Stimmen
8 Antworten
Mein Lebenslauf gilt wohl eher als nicht-linear:
- Berufsausbildung trotz sehr gutem Abitur
- seit Schüleraustausch immer wieder Lebenslaufstationen in Japan, zuletzt um im gelernten Beruf zu arbeiten, obwohl das Aussage so vieler „nahezu unmöglich ist“
- natur-/geisteswissenschaftliches Studium nach kaufmännischer Ausbildung
- und es gibt noch ein paar andere Dinge, die andere Menschen häufig als in dieser Kombination seltsam oder widersprüchlich empfinden, die ich hier aber nicht teilen möchte
Und deshalb möchte ich insbesondere jungen Menschen dazu immer folgendes sagen:
- Ich empfinde meinen Lebenslauf als gar nicht so nicht-linear. Abwechslungsreich, das ja, aber es führte schon jede Lebensstation zur nächsten.
- Es hat alles Vor- und Nachteile. Noch schlimmer: nicht unbedingt die Vor- und Nachteile, die man vorher denkt. Und noch schlimmer: Menschen können sich verändern und das, was sie mal gut bzw. schlecht fanden, schlecht bzw. gut zu finden beginnen.
- Seid auch dann offen für Neues oder „Unbekanntes“, wenn ihr euch selbst zukünftig eher in einem linearen Lebenslauf sehr. Man kann beispielsweise auch mit einem „Nischenberuf“ einen sehr linearen Lebenslauf haben.
- Wenn ihr eher der Abenteurertyp seid, tobt euch möglichst in euren Zehnern und Zwanzigern aus. Es gibt bestimmte Umstände, bei denen es ausnahmsweise sinnvoll ist, zu warten, aber grundsätzlich ist es besser, Dinge wie Auslandsaufenthalte so früh wie möglich zu „erledigen“. Das sage ich als jemand, der diesbezüglich viel gemacht hat. Nein, „wenn ich erstmal mit x fertig bin“, wird es in aller Regel nicht einfacher. Wenn man mit x fertig ist, kommt y mit wieder ganz anderen Schwierigkeiten und Herausforderungen.
ich sehr (lern)faul war und dann den einfacheren Weg gehen wollte. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass es im Berufsleben keinen einfachen Weg gibt und dass man immer die bestmögliche Leistung bringen muss. Zum Glück macht mir mein Beruf sehr viel Spaß, ansonsten wäre ich jetzt total unglücklich.
Ich habe studiert, weil ich Lehrer werden wollte, der ich 42 Jahre lang GERN und STRESSFREI blieb, bis ich 69 (!!)Jahre alt war.
Dann wurde ich durch unsere völlig unfähige Kultusministerin (Frau Löhrmann) dienstlich entsorgt. Hätte gern weiter unterrichtet.
Ich wollte unbedingt Archäologie studieren (Naher Osten / Meso-Amerika). Dieses Studium hätten meine Eltern aber nicht finanziert, weil "verrückt und exotisch".
So gab ich dem tatsächlichen "Drängen" meines Deutschlehrers nach und wurde GLÜCKLICHERWEISE Deutsch- und Sportlehrer und führte ganze Schüler-Generationen zum Abi. ("Nebenbei" ZWÖLF Jahre Vertrauenslehrer, ehrenamtlicher (!) Leiter der Schul-Handball-AG; ehrenamtlicher (!) Gründer und Leiter der Schul-Rock-Band und dies und das.....................).
Abitur, Universitätsabschluss, Staatsexamen - linear.
Was denn? Und wie konntest du dich immatrikulieren? Das ist recht kompliziert bei mir
Was ist daran kompliziert? Man registriert bzw. bewirbt sich in der Regel zunächst online und legt dann irgendwann seine Anmeldeunterlagen und Zeugnisse in der Verwaltung vor.
weil meine Eltern das unbedingt wollten. Freiwillig würde ich das nicht tun, ist mir viel zu theoretisch.
Hut ab! Mir graust es schon beim Gedanken, bis zur Rente unterrichten zu müssen ;) Nicht dass ich den Job nicht spannend finde, es wäre eher der Stress und das Wissen, dass ich kaum Möglichkeiten zur beruflichen Veränderung habe. Daher habe ich auch nur sehr kurz mit dem Gedanken gespielt, Lehramt zu studieren.