Was ist wichtig an Tradition (RB Leipzig, Fußball)?
Ich komme aus Leipzig, und bin 2009 geboren, ähnlich wie ein Fußballverein der vielen bekannt sein sollte. Ich verstehe ja die ganzen Leute die sagen, dass es nicht cool ist dass RB Leipzig praktisch komplett zu RedBull gehört und auch durch viel Geld viele Erfolge erreicht hat und das in kürzester Zeit. Ich verstehe aber nicht das Argument, dass RB zu wenig Tradition hat. Ich meine ist Tradition nicht das Gegenteil von Innovation? Und ist Innovation nicht was gutes? Sollten wir auch an typischen Geschlechtsrollen festhalten, weil das die vorherigen Generationen gemacht haben, ist das dann nicht auch eine Tradition?
Ich würde das Argument gerne von den Leuten die es in die Welt setzen erklärt haben, vlt kann mich da jemand aufklären.
5 Antworten
Der wesentliche Unterschied ist, dass die meisten Vereine aus Liebe zum Fußball gegründet worden sind. RB Leipzig wurde gegründet, um irgendeine Plörre zu vermarkten. Wenn in einen Verein dann einfach fürs Marketing hunderte Millionen gepumpt werden, macht es den nicht gerade sympathisch.
Aber bei der Ehrlichkeit muss man auch bleiben - mittlerweile ist es bei vielen Vereinen das gleiche. Hier geht es kaum noch einen um die Liebe zum Fußball, es ist gefühlt alles nur noch Geldmacherei.
Ich meine ist Tradition nicht das Gegenteil von Innovation? Und ist Innovation nicht was gutes?
Ist Tradition also etwas schlechtes? Nach dieser Logik ja offensichtlich schon.
Es geht dabei um die Geschichte des Vereins. Erfolge, aber auch Krisen, die den Verein geprägt und ihm Identität verliehen haben. Dinge, die sich erst über viele Jahre entwickeln.
Daraus entwickelt sich auch erst eine gewisse Fankultur. Ein Traditionsverein muss nicht irgendwelche Fanmärsche absagen, weil keiner hingegangen ist. 😄 Da ist bei einem Pokalspiel unter der Woche auch nicht das halbe Stadion leer.
Das macht Sinn. Aber ich denke Menschen legen darauf einfach verschieden Wert. Und ich habe nicht gesagt, dass Tradition etwas schlechtes ist, nur das es den Raum für Innovation nimmt.
Naja, in einer Liga wo es Werksvereine gibt (München), die dominieren, wo es Hoffenheim gibt usw... Ist auch Platz für Dosenkicker. Was soll an RB Leipzig schlechter sein als an der Hälfte der anderen...
Klar, als Österreicher nervt es, dass unser RB Klub immer susgeblutet wird, damit nie die Chance hat Europamäßig echt was zu reißen. Als Sturm Graz Fan ist es eine Ehre gewesen heuer beide RBs zu putzen, aber auch hier, unser echter Lieblings Gegner wohnt in Wien :-) nebst den Derby gegen die "Roten".
wo es Werksvereine gibt (München)
Von welchem Verein sprichst du da genau? Verwechselst du da zufällig Bayern mit Bayer (Leverkusen)?
Dachte an Audi, stimmt er es ist aufgeteilt auf Adidas, Audi, Allianz. Leverkusen passt wegen Bayer, oder Wolfsburg VW...
Keine Tradition impliziert eben auch das Vorhabdensein eines mächtigen Investors.
Viele Vereine haben sich Jahrzente durch die deutschen Ligen gekämpft, viele mit Geldproblemen.
Und dan kommen die Ösis und schmettern alles mit Dosengeld voll, und kaufen einen neuen Verein hoch.
Unsympathisch
Nein.
Ja da hast du vermutlich Recht. Dann wohl einfach nur die Spiele ohne den ganzen Rest drumherum genießen.