Was ist eurer Meinung nach ein ad hominem könnt ihr das anhand eines Beispiels erklären?

5 Antworten

Ad Hominem ist strunzblöd, weil es die Person diskreditiert und nicht deren Aussagen.

Siehe Greta Thunberg, der passiert es ständig. Erbärmliche Herabwürdigung von Leuten, die zu wenig Grips in der Schale haben um sich mit den Argumenten auseinander zu setzen.

https://youtu.be/AlSmcBbT15Y


MrAlfonso  23.11.2022, 22:16

poah ich hasse die frau

Es ist ein Scheinargument, bei dem nicht das Argument selbst, sondern die Person, die dieses Argument angeführt hat, kritisiert wird.

Personen, die häufig Ad-hominem-Argumente verwenden, mangelt es folglich meist an der intellektuellen Fähigkeit, ein Argument von dessen Vertreter(n) entkoppelt und damit zu 100% unvoreingenommen zu betrachten.

Ein Argument ist dann gut, wenn es sinnvoll ist, und es spielt überhaupt keine Rolle, von wem dieses stammt.

Die Behauptung "1+1=2" ist korrekt, und zwar unabhängig davon, ob sie von einem Mathematikprofessor, einem obdachlosen Sonderschüler, einem Mörder oder wem auch immer kommt.

Unter einem argumentum ad hominem wird ein Scheinargument verstanden, in dem die Position oder These eines Streitgegners durch Angriff auf dessen persönliche Umstände oder Eigenschaften angefochten wird.

Schema:

Der Gegner behauptet, dass p.

--> Der Gegner ist inkonsequent/dumm/unfähig/unwahrhaftig/selbstsüchtig.

--> Daher:p ist abzulehnen.

Das Bild, welches du angehängt hast, ist das ideale Beispiel. Weil jemand Mitglied einer bestimmten Gruppe ist, hier der Generation Z, wird ihm oder ihr in einer vom Geburtsjahrgang völlig unabhängigen Sache die Augenhöhe abgesprochen.

Ein typisches Beispiel aus dem Alltag kann man immer wieder beobachten, wenn es zwischen den Diskutanden einen gravierenden Altersunterschied gibt. Da wird gerne das Konstrukt der "Lebenserfahrung" hervorgeholt, um dem jüngeren Gesprächspartner die Kompetenz abzusprechen.

Auch bei Studienabschlüssen muss man vorsichtig sein, insbesondere, wenn diese stark hervorgehoben werden. So treten gerne mal in der öffentlichen Debatte um den anthropogenen Klimawandel aus der Leugnerszene Leute hervor, die Abschlüsse in bspw. Physik haben und sich unter großen Worten dazu auf die Podien derer bitten lassen, die ihnen - meist aus politischer Motivation - eine Plattform für entsprechende Vorträge bieten. Das Laienpublikum, das oft nicht viel von Kriterien für wissenschaftliche Expertise versteht, lässt sich von den akademischen Graden der Redner dann nicht selten überzeugen, obwohl die Sachargumente gerne mal völlig aus der Luft gegriffen und längst widerlegt sind.

Die ad hominem Technik ist in der Rhethorik also der Versuch, einen Diskutanden durch das Einbinden personenbezogener Tatsachen oder Gerüchte in seiner Autorität im Diskussionsthema zu beeinflussen.

Im Netz gefunden:
Argumentum ad hominem
Du hast den Charakter oder eine persönliche Eigenschaft deines Diskussionsgegners angegriffen, um dessen Argumentation zu untergraben.

Ein Argumentum ad hominem kann entweder die Form eines offenen Angriffs annehmen oder auf subtile Weise Zweifel am Charakter beziehungsweise den persönlichen Eigenschaften einer Person streuen, um deren Argumente zu diskreditieren. So kann ein Argumentum ad hominem das Anliegen des Gegners schwächen, ohne überhaupt darauf eingehen zu müssen.

Beispiel: Nachdem sich Steffi wortgewandt und überzeugend für ein gerechteres Steuersystem ausgesprochen hatte, fragte Sascha die Zuhörer, ob man wirklich einer Frau glauben solle, die unverheiratet ist, schon einmal festgenommen wurde und ein klein wenig komisch riecht.