Warum sind viele Menschen so gierig?

8 Antworten

Vom Beitragsersteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch schönen guten Tag! :-)

Warum kann man es denn nicht irgendwann einfach gut sein lassen?

Meiner Ansicht nach ist dies dann schon krankhaft, was jedoch weiter nicht behandelt wird, es kommt nämlich selten vor, dass jemand seine Gier als Nachteil empfindet.

Die Wissenschaft macht eher die Evolution für Gier verantwortlich, denn je größer alles Angesammelte, je höher die Überlebenschance, aber ich denke, das fällt hier nicht mit rein.

Denke Betroffene wollen sich übermäßig absichern und im Übermaß Vorteile verschaffen.
Warum aber wollen sie das?
Sicherheit hat meiner Meinung nach stets viel mit Angst zu tun.
Wer sich absichern will, will keinesfalls das Leben fließen lassen und hat wohl auch zu wenig Vertrauen.
Vertrauen in sich selbst, in das Leben, in sein Schicksal .....
Auch Mangel an Mut.
Weiter wollen solch Menschen vermutlich auch viel Kontrolle, sind also Kontrollfreaks.
Außerdem finde ich, dass gierige Menschen weniger und seltener aus ihren Fehlern lernen, sie machen immer wieder die gleichen ....

Habgier ist schon ein verhängnisvolles Verlangen und ich gehe davon aus, dass Betroffene wirklich auch darunter leiden. Also ich möcht keinesfalls tauschen. Dieses ständige Begehren und Streben stelle ich mir sehr anstrengend vor. Weiter denke ich, versäumt man dabei recht viel vom Leben, denn dies ist weitaus bunter und vielseitiger.
Angst und der Glaube daran, womöglich durch Besitz eine innere Leere füllen zu können, sind für mich mögliche Motoren dazu.

Wir leben in einer wettbewerbsorientierten Gesellschaft und wir messen uns am Erfolg, um uns gut zu fühlen, wir möchten erfolgreich sein, besser als andere. Unsere Gesellschaft idealisiert Personen die teure Autos fahren, modische Kleidung und edlen Schmuck tragen und in Palästen wohnen.
Wir führen einen Wettkampf. Kämpfen gegen alle.

Viele wollen sich vielleicht reich fühlen, versuchen deshalb an möglichst viel Hab und Gut bzw. Geld zu kommen und übersehen dabei, dass sie längst reich sind, immer reich waren, auf andere Art halt.

Manche streben vielleicht oft nach dem Gefühl von Glück, weil z.B. bei einem zu erwartenden Gewinn Glückshormone von ihrem Gehirn ausgeschüttet werden. Das kann wie eine Sucht sein.
Das größere Vermögen dann macht sie gar nicht mehr soooo glücklich, eher ihr Gehirn / das Belohnungssystem, wenn sie es wieder einmal schafften, also einfach des Könnens, des neuralen Feuerwerks wegen.

Manchmal beuten auch wir uns selbst aus, oder Andere, oder unsere Erde.
Wir alle können raffgierig sein.
Aber gut, wir sprechen hier ja vom Übermaß.
Alle zusammen aber bringen wir es vielleicht auch auf so eines.

Habgier ist für mich schon Ausdruck innerer Leere. Deswegen gieren sie doch nach mehr ....

Ich glaube da eher an Weniger ist mehr. Mit weniger fühle ich mich oftmals reicher, z.B. da freier ....
Das erfüllt mich unter anderem auch innerlich und beruhigt mein Streben.

Raffgierige mögen viel Besitz und Geld haben, sind aber in Sachen Glück, innere Erfüllung, Liebe, innerer Frieden, Freiheit, Gelassenheit ..... verdammt arme Schweine.

Ich könnte mit dir so lange darüber philosophieren aber ich versuch das kurz zu fassen.
Es war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Die Menschheit ist eine Neidgesellschaft. Die wenigsten aus der Mittel und Unterschicht verstehen nicht wie man mit Geld umgeht und lassen das aus indem man die Reichen verurteilt.
Wieso verurteilt man Reiche Menschen ? Weil viele aus den oben genannten Schichten nicht das haben was sie haben. Sie gönnen einem nichts.
Klar sind viele Reiche Menschen von der persönlichkeit her richtig "beschissene" Menschen. Dennoch wissen Sie eins: Geld vereinfacht dein Leben um 180 Grad.
Leute aus der Mittel und Unterschicht denken, dass Geld der Ursprung des Bösen ist und das alle anderen Menschen schuld daran sind, dass sie arm sind. Doch es ist falsch. Reiche Menschen wissen wie sie Geld für sich arbeiten lassen und suchen keinen Grund und keine Ausreden andere verantwortlich zu machen.
Mit viel Geld kann man sich sein Leben so gestalten wie man will und das ist doch letzen Endes das was jeder will. Ein schönes Leben. Aber die meisten verstehen dass nicht und verschwenden nach der Arbeit ihre Zeit mit Netflix und Co.
Sie bilden sich nicht weiter und werden ein leben lang arbeiten müssen um Rechnungen zu zaheln. Das ist nicht der Sinn des Lebens. (Außer es macht einem Spaß) Aber das sind Außnahmefälle.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

chaessus0000  19.02.2025, 14:09

Geld kann nicht arbeiten. Der Reichtum von Millionären und Milliardären beruht auf der Ausbeutung der Arbeitskraft anderer Menschen. Ich hier, aus der Arbeiterklasse, verurteile Reiche weder moralisch, noch bin ich neidisch, ich vertrete lediglich mein Interesse, das Interesse der Beendigung von Ausbeutung. Niemand müsste verhungern, jeder könnte einen gewissen Lebensstandard haben. Die heutige Gesellschaft, also die Gesellschaft aufgebaut auf Konkurrenz, entfremdet den Menschen und sorgt für viel Leid auf der Welt. Ist ja auch klar, denn die Kooperation steckt eigentlich viel mehr in der menschlichen Natur; alleine, dass der Mensch mehrere Millionen Jahre in Systemen gelebt hat, die auf Kooperation untereinander aufgebaut waren, und erst seit zwanzigtausend Jahren in Systemen, die auf Konkurrenz untereinander aufgebaut sind, beweist dies eindrucksvoll.

checkpointarea 
Beitragsersteller
 10.04.2019, 15:13

Deine Antwort passt hier leider nicht hin, finde ich. Trotzdem danke für die Mühe.

Dient das nur dem persönlichen Bestätigungsgefühl?

Ja

Du hättest fragen sollen: "Warum ist die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz so gierig?"

Weil Gier und das damit erworbene Gut ursprünglich eine bessere Überlebenschance garantiert haben. Den Hang, alles zu übertreiben, hat die Evolution oft. Es gibt Hirsche, die entwickeln immer größere Geweihe, um den Weibchen zu imponieren. Am Ende sind die Geweihe so groß, dass die Hirsche nicht mehr zwischen den Bäumen durchpassen. Dumm gelaufen!

Gier ist ein evolutionäres Erbe. Aber das ist auch die Irrationalität, die Neigung in allem, was gleichzeitig geschieht eine Kausalität zu unterstellen. Es gibt eine Menge Mängel an der Spezies Mensch.

Aber sei nur weiter empört. Das bringt ja manchmal etwas, siehe "FridaysforFuture".

Ihr, also die Jugend, seid aufgerufen, diese Welt zu ändern, die wir alten Säcke so ziemlich in die Sch...geritten haben.


chaessus0000  19.02.2025, 14:31

Du hättest fragen sollen: "Warum ist die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz so gierig?"

Das ist vollkommener Blödsinn. Wenn das stimmen würde, wäre die Menschheit doch schon längst ausgestorben. Diese Form der Gier existiert erst seit knapp 20.000 Jahren, also seit der neolithischen Revolution.

Davor war Gier sowieso sinnlos, denn als Nomade hast du nichts von der Anhäufung von Besitz, außerdem lies sich in den Stämmen auch nicht der eine vom anderen ausbeuten, anders als heute.

Also, diese Gier existiert noch nicht so lange, genau genommen existiert sie nur in einem winzigkleinen Teil der Menschheitsgeschichte und nicht ''seit Anbeginn ihrer Existenz''.

Dies macht man uns in solch elitären Systemen wie heute jedoch weis. Nach dem Motto: Der Mensch war doch schon immer so.

Nun ja, anthropologische Forschung oder auch einfach mal logisch nachdenken, belegen das Gegenteil. Der Mensch heute lebt sozusagen wie im Zoo.

Es liegt oft gar nicht an den Reichen selbst, sondern an den Personen, die sich um die Reichen herumscharen und etwas vom Kuchen abhaben wollen. Stichwort Weihnachtsmarkt. Die Händler möchten am Weihnachtsmarkt verdienen. Für die ist das Zusatzeinkommen wichtig. Also wird dann dort Eintritt verlangt. Da hat die gute Frau vielleicht keinen direkten Einfluss.

Auch als Reicher kann enorme Verpflichtungen haben, die finanzieren werden müssen. Und da gibt es vielleicht auch Menschen in der Familie, die die Hand aufhalten. So ist es ja häufig. Als Superreicher ist man nicht frei zumindest von juristischen Verpflichtungen. Das vergessen viele Normalbürger.

Es gibt viele Personen, die an Superreichen verdienen. Dazu gehören auch Politiker. Jeder Politiker braucht einen Financier. Das Problem sind die Leute in der zweiten Reihe, die Opportunisten.