Wann und wie muss eine Lampe geerdet werden?

5 Antworten

also das mit dem vom boden greifbar kenne ich eigendlich nur im bezug auf VDE 0100-410

so von wegen freileitungen oder eben den abständen zum boden bzw. zum begehbaren Bereich von offnenen Schaltanlagen etc...

was die leuchten angeht, ist es eigendlich recht einfach. ist eine leuchte bauartbedingt schutzisoliert, ist also davon auszugehen, dass konstruktiv keine gefahr der berührung von spannungsführenden teilen besteht, muss eine leuchte nicht geerdet werden!

zu erkennen sind schutzisolierte betriebsmittel in der regel an einem entsprechenden zeichen auf dem typenschild (zwei in einander liegende quadrate, die so auschauen wie ein Lichtschalter von vorne)

im falle der leuchte sieht man es auch daran, wenn sie so gebaut ist, dass außen keine metallischen teile sind, die zu berühren sind. es gibt auch leuchten, die auf den ersten blick nicht so auschauen, als seien sie schutzisoliert. wenn man sich aber die klemmen anschaut, sieht man, dass diese so gekapselt sind, dass sich die zuleitung inclusive der äußeren ummantelung komplett einfädeln und mit einem klemmbügel gegen herausziehen sichern lässt.

lg, Anna

PS:die leuchte auf dem Bild macht mir den eindruck, als sei sie nicht schutzisoliert! der eindruck kann natürlich täuschen. wenn die klemme oben in der rosette gekapselt ist (wie weiter oben beschrieben) könnte sie in der tat schutzisoliert sein!


atoemlein 
Beitragsersteller
 13.08.2018, 23:38

...und was heisst das in Bezug auf meine Frage und den abgebildeten Lampentyp: Sie ist sicher nicht als schutzisoliert anzunehmen, wie erdet man sie?

Viele Deckenlampen haben ja eine Klemme für den Schutzleiter in der Rosette und eine fixe metallische Verbindung bis zur Lampenfassung, diese Kettenlampe hat aber sicher keine fixe elektrische Verbindung.
Darf ich von der Dreifachklemme im Baldachin einen schwarzen Leiter (er muss ja unsichtbar sein) durch die Kette führen und unten am Gestell festschrauben?
Litze oder Draht?

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RareDevil  14.08.2018, 05:45
@atoemlein

Ich würde eine schwarze 3adrige Leitung bis unten in die Lampe ziehen, und dort dann erden und von dort zu den Lampen verteilen. Du brauchst auf jeden Fall eine ummantelte Leitung, da einzelne Litzen mit ihrer Aderisolierung zu wenig Schutz bieten. Wird die Isolierung mal alt und brüchig, steht das Ding ggf direkt unter Spannung. Deshalb doppelte Isolierung durch Mantel. Hab auch noch keine Lampe mit Kettengliedern gesehen, die nur mit einzelnen Adern verdrahtet wurde. Da geht immer ein ummanteltes Kabel zwischen den Kettengliedern bis zum nächsten Hauptpunkt des Lampengestell, wo gescheid geerdet werden kann und verteilt sich von dort aus.

Schau Dir mal die Suche in Googlebilder an "Lampe an Kette". Da sieht man schon, was ich meine... :)

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Peppie85  14.08.2018, 06:41
@atoemlein

also ich sags mal so, wenn die leuchte so vom band lief, kann man vielleicht davon ausgehen, dass sie so gebaut ist, dass sie an der stelle weiter unten nicht geerdet werden muss. wenn ich das richtig sehe, dann gehen die leitungen doppelt isoliert über die ketten nach unten zu den fassungen. die fassungen selbst sind aus kunstoff. daher kann man davon ausgehen, dass rein konstruktiv bedingt an der leuchte an sich nichts passiren kann. das erden des baldachins ist in dem kontext erforderlich, um zu vermieden, dass es, wenn im baldachhin eine klemme los geht etc. es nicht zu gefährlich hohen berührungsspannungen kommt...

lg, Anna

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Was du unter Normen verstehst sind "Empfehlungen" einer gewissen Gruppierung.

Empfehlungen oder für dich halt Normen sind meist für Personen gedacht, die nicht ohne Empfehlungen leben können. Zu erwarten ist eine Schutzerdung an der/den Stelle/n von denen eine Gefährdung ausgehen kann, und an den Örtlichkeiten an denen eine Erdungsmöglichkeit vorhanden/vorgesehen ist.

Sind die Lampenfassungen schutzisoliert, gibt es dort keine Möglichkeit und keine Notwendigkeit. Wenn du sichergehen willst, schau oben in der Klemmstellen-organisation ob es dort eine Erdungsklemme gibt. Desweiteren im unteren Lampenteil, dort wo alle Lampenfassungen auf zwei Zuleitungen verteilt sind.

Zwei Zuleitungen deuten einen Kronleuchter mit Serienfunktion und entsprechender Klemmvorbereitung im unteren Sockel an. Sind die Zuleitungen zum Verteiler im Sockel der Lampe überhaupt 3 adrig? Wenn ja, sollte eine Verbindung zu den berührbaren Metallteilen technisch messbar sein.

Lampe so gekauft, oder selbst gemacht? Welche Kontrolle wurde bereits durchgeführt, Ergebnis dieser Kontrolle?

Fazit: Ist dieses Betriebsmittel der Schutzklasse 1 zuzuordnen, ja oder nein.


atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 11:15

Das entsprechende Teil ist alt und nicht neu. Deshalb hat es kein SK-II-Zeichen, auch wenn es wäre. Gehäuse aus Metall, Lampensockel Kunststoff.
Keine Klemmvorrichtung unten! Wird von oben zweiadrig mit Doppelmantelkabel ca. 0,75mm^2 erschlossen
(Installations-)Kontrolle hat stattgefunden, der Prüfer meinte: nullen (so ein Blödsinn, wo ja die Zuführung den Schutzleiter enthält, also wenn schon erden). Die Inst. geht über einen FI.
Deshalb frage ich ja hier, und nicht den fragwürdigen Prüfer selbst...
Rosette allein erden dürfte nicht genügen, weil die lockeren (und wohl lackierten) Kettenglieder keine elektrische Leitfähigkeit garantieren.

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realistir  14.08.2018, 12:09
@atoemlein

Wieso eigentlich Prüfer, hast du den angefordert? Geprüft werden normal nur bewegliche Teile mit einer Steckvorrichtung. Was veranlasste den, diese Lampe prüfen zu wollen, und wieso erwartet DER eine Erdung, wenn es nur ein zweipoliges Kabel zu den Lampen gibt? Wenn der nicht in der Lage ist bei seiner in Augenschein nahme zu erkennen, das Ding fällt unter SKII, soll der Brezeln verkaufen.

Wenn ich zurück denke an manche Prüfer in unserem Werk, ohje.

Ich konnte die Lampenfassung auf dem Bild nicht eindeutig erkennen, sehe nicht ob der Rahmen aus Kunststoff ist und der Schraubsockel isoliert auf dem Metall befestigt ist.

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atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 12:24
@realistir

periodischer, obligatorischer Installationsprüfer. Kein Geräteprüfer.
Dass er auch Geräte "prüft", wusste ich nicht. Nun, Lampen sind halt nicht gesteckt, sondern fix angeklemmt.
Fällt wohl eben nicht unter SKII. Oder ist ein Grenzfall und so der Willkür des Prüfers ausgesetzt.
Fassung selbst Kunststoff, ist auf Metallgewinde auf Metallgestell aufgeschraubt.

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realistir  14.08.2018, 13:07
@atoemlein

Installationsprüfer machen normalerweise nur eine Installationsprüfung vor Inbetriebnahme einer neu errichteten Elektroanlage! Was also hat der hier zu suchen, und wieso glaubt der, bereits sinngemäß geprüfte Anlagenteile erneut prüfen zu müssen? Erkläre mal die genaueren Zusammenhänge, also wieso dieser Prüfer meint, eine Berechtigung für solche Prüfungen zu haben.

Dieser Typ wird einer von diesen Prüfern sein, die sich nur auf angebliche VDE Vorschriften berufen und sich auf keine Diskussionen einlassen wollen.
Mir müsste dieser Herr die angebliche VDE Vorschrift vorlegen zur Einsichtnahme und Kontrolle ob diese Vorschrift überhaupt auf den vorliegenden Fall zutreffend ist.

Erstens ist diese Lampe kein bewegliches Teil mit einer Steckvorrichtung!
Zweitens ist irgendeine Gefährdung bei normaler Anwendung so gut wie ausgeschlossen. Hypothesen kann er sich sparen, wenn der Himmel runter fällt, sind nicht nur alle Spatzen tot.

Mir müsste der eine sehr gute Begründung für eine Erdung vorlegen und genaustens erklären wie diese Erdung bautechnisch erfolgen sollte.
Wenn diese Lampe kein Zeichen für Schutzklasse besitzt, ist es seine Aufgabe, diese Lampe genauer zu betrachten, ob diese nicht schon konstruktionsbedingt die Schutzklasse 2 erfüllt.

Von welcher Firma, welchem Auftraggeber wurde der geschickt und wieso gibt es für den einen Auftrag, Begründung? Wer schießt hier mal wieder mit Kanonen auf Spatzen? Was wäre, wenn du sagst diese Lampe genügt den normalen Anforderungen? Wie lange hängt diese Lampe schon und wieso hast du diesen angeblich irgendeiner Vorschrift nicht genügenden Sache bisher schadlos überlebt?

Begründe mal periodischer Installationsprüfer, und das in Privathaushalten. Bzw er sollte mal seine angeblichen Berechtigungen vorlegen, begründen können, auf welche angebliche Vorschrift sich sein tun bezieht.

Periodische Prüfungen kenne ich nur in Betrieben, und dann bekommen die geprüften Geräte ein Prüfsigel usw. In privaten Bereichen ist sowas nicht vorgeschrieben, und wenn er das behauptet, sollte er das entsprechend mit Bezug auf angebliche Vorschrift XYZ nachvollziehbar belegen können.
Ansonsten hat er das Gebäude zu verlassen.

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atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 15:16
@realistir

Ich rede von der Schweiz.
Das meist ist ähnlich, einiges ist halt anders.

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Das Thema „Erreichbarkeit“ ist ziemlich heikel und taucht in den Normen und der Überschrift „Schutz durch Abstand“ auf. Schutz durch Abstand bedeutet: Schutz durch Anordnung außerhalb des Handbereichs und das widerum, Abstand > 2,5 m im Handbereich zu anderen leitfähigen Teilen. In der Praxis nicht oder nur unter speziellen Bedingungen zu realisieren.

Geerdet werden sollten die „Gehäuseteile“ in denen die Fassungen montiert sind. Man nehme (das wollte ich immer mal schreiben;) ) eine 3 adrige Leitung und verbinde den Schutzleiter mit einer Messing-/ Metallfassung und diese dann mittels Gewindehülse mit dem Leuchtenkorpus.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

atoemlein 
Beitragsersteller
 13.08.2018, 23:44

aber eben:

schau dir diesen Lampentyp im Bild an.
Ich kann doch nicht ein dreiadriges Kabel mit 1,5 mm^2 an diesen filigranen Gestänge entlangführen, nur um den Schutzleiter runter zur Lampenfassung bzw. zum Haupt"gehäuse" zu bringen!
Bestend ist eine diskrete zweipolige schwarze Leitung von 0,75 oder 1 mm^2.
Und die Erdung sollte nachgerüstet werden.
-> Darf ich einen separaten schwarzen Leiter als Schutzleiter hinzufügen? Denn ich kann ihn nirgends im Gestänge verstecken, und in der Rosette zu erden reicht sicher nicht, weil keine garantierte Leitfähigkeit über die lockeren Kettenglieder zur Umfassung der Lampensockel.
Und Draht oder Litze?

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ProfDrDrStrom  14.08.2018, 00:01
@atoemlein

Meine Empfehlung ist 3 x 0,75qmm inkl. PE durch die Kette pfriemeln und anschliessen. Den Baldachin würde ich zusätzlich auch mit an den Schutzleiter anklemmen.

Das Design der Leuchte basiert auf Kerzen als Leuchtmittel, das ist ja offensichtlich. Im Ursprung war an Elektrik nicht zu denken. Das die Leitungen die Leuchten nicht authentischer machen versteht sich auch, also bleibt der „Kronleuchter“ so gesehen immer ein Kompromiss.

SK II ist keine Option, denn wenn ggf. eine Leitung kaputt geht ( die Ketten sind ja beweglich ) bekommt sie u.U. auch Kontakt zum Metallkörper des Leuchters und dann wäre SK I die bessere Wahl.

Bitte nur flexibel ( Litze ) und keine Einzelader nachfummeln.

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Man zieht eine 3-polige Leitung ein und erdet das Gehäuse. Gibt diverse Ösen dafür.


atoemlein 
Beitragsersteller
 13.08.2018, 21:04

Ist mir klar.
Leider hab ich das Bild zu meiner Frage vergessen, sorry.
Schau bitte das nachgelieferte Bild in einer eigenen Antwort und dann ergänze deine Antwort wenn möglich, das Bisherige bringt mir nichts.

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XObelixxxx  15.08.2018, 11:37
@atoemlein

du kannst auch 3 x 0,5mm² Litze nehmen, die ist bis 9A belastbar.

Sogar 3 X 0,25mm² mit 4A reicht noch aus. Du hast niemals über 900W da am leuchten.

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Hier noch das Bild zu meiner Frage.
Dass man "das Gehäuse" erden muss, ist mir klar, aber wo beginnt das Gehäuse bei so einer Lampe, und mit welchem Draht oder Litze darf/muss man runterfahren zum Hauptgehäuse?

Bild zum Beitrag

 - (Technik, Technologie, Strom)

kuku27  14.08.2018, 09:53

Ist alles was ich sehe leicht und aus Plastik dann wird sie schutzisoliert sein, ist das ganze schwer und metallisch dann sicher nicht.

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atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 11:08
@kuku27

metallisch, schwer.
Lampenleitung zweiadrig doppelmantelig, aber eben ohne Schutzleiter.
wie die Fassung genau erschlossen sind, sieht man nicht, ob's da potentielle Knickstellen gibt.

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realistir  14.08.2018, 13:22
@atoemlein

Wieso ist das so schwer zu verstehen? Es gibt an der Lampe keine Teile die im Zusammenhang mit der Elektrik bewegliche Teile besitzt! Knickstellen stellen keine Gefahr dar, wenn diese Knickstellen nicht bewegt werden!

Das einzig bewegliche elektrische an dieser Lampe ist der Anschluss oben an die Stromversorgung. Dieser Anschluss muss so ausgelegt sein, dass keine Gefährdung bei der Anbringung/Aufhängen und anschließen an das Stromnetz erfolgen kann.

Nochmal, es gibt keine beweglichen elektrischen Teile an der Lampe, und wenn die Lampenfassungen den Bedingungen im Sinne von Schutzisolierung genügen, ist diese Lampe gemäß SKII einzuordnen.

Da der obere Anschlussbereich nicht gezeigt wird, ist dazu keine konkrete Aussage machbar. Evtl erfüllt dieser Bereich auch die Anforderungen für SKII.

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atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 14:27
@realistir

Ist denn das so schwer zu verstehen? Ich würde die ja auch nicht erden, aber der Kontrolleur will es so.

Die Ketten sind hochbeweglich, da hindurch läuft die Zuleitung (aber keine Erdung), und der Kontakt zum Gehäuseteil, wo die Lampensockel sind, ist nicht gewährleistet.

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realistir  14.08.2018, 14:58
@atoemlein

Ich glaube nicht mehr an einen Kontrolleur! Ich habe dich weiter oben gebeten zu erklären wieso ein angeblich periodischer Prüfer im Hause ist, auf welche Grundlage und angebliche Berechtigung sich dieser Prüfer beziehen will. Darauf gab es keine Antwort von dir.

Es gibt keine periodischen Prüfungen in Privathaushalten, Prüfungen sind nur in Betrieben vorgeschrieben und betreffen meistens nur bewegliche elektrische Geräte mit einer Steckvorrichtung.

Es gibt im privaten Bereich zwar diese Kundendienstler für sogenannte weiße Ware, die aus diversen Gründen gerne angebliche Sicherheitsprüfungen (an den Geräten die unter weiße Ware fallen) machen wollen.

Wohlgemerkt wollen. Die wollen vor allem eines, Geld verdienen und bedienen sich dabei gerne in einem Bereich in dem sich die Verbraucher (und sie selber sich nicht gut) nicht auskennen. Das genauer erläutern würde hier zu weit führen.(Geldmacherei)

Also nochmal, auf was genau beruft sich dieser Prüfer, wer beauftragte den für welche genauen Tätigkeiten und Bezug auf welche technische Vorschrift?

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atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 15:20
@realistir

Schweiz.
Da gibt es alle 20 Jahre Pflicht zur Installationskontrolle auch in jedem Privathaushalt.
Warum eine Deckenlampe unter "Installation" fallen sollte und er die prüft, ist mir auch nicht klar, kenne die Normen zuwenig. Wohl weil sie eben fix mit der Installation verbunden (nicht gesteckt) ist, und weil bei uns auch jeder Laie x-beliebige Lampen an jede Lampenstelle anklemmen darf.

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realistir  14.08.2018, 17:34
@atoemlein

Du bist eine harte Nuss. Ist es so schwer zu verstehen dass mir Aussagen wie "Schweiz" als Begründung für solcherlei wirken von angeblichen Installationsprüfern nicht genügen und ich dich gebeten habe, dieser Prüfer sollte seine Tätigkeiten erstmal aufgrund nachvollziehbarer Sicherheitsvorschriften belegbar machen. Falls der sich auf VDE beruft oder VDS oder sonstiger Herausgeber sollte er die entsprechende Nummer der Vorschrift benennen, dir Prüfzeit zum recherchieren gewähren und erst wieder erscheinen, wenn seine Tätigkeiten faktisch belegbar sind.

Ich fand bei meinem recherchieren angeblicher Vorschriften der Schweiz einzig ein Unternehmen mit Namen ETAVIS das allerdings auf Angebotsbasis Sicherheitsüberprüfungen vornimmt.

Ein Angebot muss hoffentlich nicht genauer erläutert werden! Ein Angebot ist keine Pflichtprüfung. Soweit mein derzeitiger Infostand. Ich könnte gewisse Kreise von VDE und Universitäten befragen wie angebliche Vorschriften in der Schweiz geregelt sind. Also jetzt letztmalig meine Frage, wer hat den beauftragt und auf welche konkrete Vorschrift incl. Nummernverzeichnis beruft sich diese Prüfung.
Kommt nun wieder eine Null acht fünfzig Antwort, bin ich raus.

Übrigens, wirst du nicht nachdenklich bezüglich alle 20 Jahre? Es wird dann evtl billigend in Kauf genommen dass es Tote innerhalb der 20 Jahren bis zur nächsten Prüfung geben könnte usw? Demnächst recherchiere ich mal genauer, denn ich glaube diese Versionsbegründung von dir vorläufig nicht mehr.

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RareDevil  14.08.2018, 17:53
@realistir

Ich weiß nicht, warum Du hier diskutierst und die Antwort von Atoemlein in Frage stellst. google mal nach "Schweiz 20Jahre Installation Kontrolle" und Du bekommst alle vorschriften, wenn Dir das noch nicht reicht, ruf einen Elektriker in der Schweiz an und frage.

Die ersten 3 Treffer hab Ich Dir schon mal zum nachlesen verlinkt...

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20012238/index.html

https://www.hev-schweiz.ch/news/detail/News/gefahren-erkennen-und-beseitigen/

https://www.ekz.ch/de/private/bauen/installationskontrolle.html

Alle 20 Jahre sowie bei Handänderungen nach Ablauf von fünf Jahren seit letzter Kontrolle zu überprüfen sind alle übrigen Installationen ( z.B. Wohnbauten).

Ist ein Auszug aus dem letzten Link...

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atoemlein 
Beitragsersteller
 14.08.2018, 22:22
@realistir

Wenn du nichts glaubst und selber so schlecht recherchierst, macht diese Unterhaltung keinen Sinn. Danke dir trotzdem für die (vergebliche) Mühe.

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realistir  14.08.2018, 22:46
@RareDevil

haha, wieso diskutierst du hier, welche technischen Verständnisse hast du denn?
Erstens sind "Behauptungen" noch lange keine Beweise/Fakten!
Zweitens regeln deine verlinkten "Empfehlungen" einzig die sogenannten TAB also technischen Anschluss-Bedingungen einer Elektroanlage an das schweizerische Stromversorgungsnetz, sonst nichts!

Das bedeutet, ähnlich wie in Deutschland gilt der Hausanschlusspunkt mit der ersten Trennmöglichkeit als Endpunkt für die Zuständigkeiten des Netzversorgers.

Wenn diese Empfehlungen darauf beruhen, es sollten alle 20 Jahre die TAB geprüft werden, gelten diese Empfehlungen nur bis zum Übergabepunkt Hausanschlusspunkt Sicherungstrenner. Hausinterne Dinge sind davon ausgenommen

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Man muss es auch verstehen können ;-)
Hier Auszüge aus deinen Verlinkungen, reduziert auf das Wesentlichste.

Branchenempfehlung
Werkvorschriften CH

Technische Anschlussbedingungen (TAB) für den Anschluss von Verbraucher-, Energieerzeugungs- und Speicheranlagen an das Niederspannungsnetz

Beim vorliegenden Dokument handelt es sich um ein Branchendokument des VSE. Es ist Teil eines umfassenden Regelwerkes für die Elektrizitätsversorgung im offenen Strommarkt. Branchendokumente beinhalten branchenweit anerkannte Richtlinien und Empfehlungen zur Nutzung der Strommärkte und der Organisation des Energiegeschäftes und erfüllen damit die Vorgabe des Stromversorgungsgesetzes

(StromVG) sowie der Stromversorgungsverordnung (StromVV) an die Energieversorgungsunternehmen

Anwendungsbereich

Die Branchenempfehlung „Werkvorschriften CH“ regelt die technischen Bedingungen der Verteilnetzbetreiber

(VNB) für den Anschluss von Verbraucher–, Energieerzeugungs- und Speicheranlagen an das Niederspannungsverteilnetz.

1.5 (Haus) - Anschlusspunkt (AP) und Verknüpfungspunkt (V)

(1) Es ist zwischen den Orten (Haus) - Anschlusspunkt und Verknüpfungspunkt (Abbildung 2) zu unterscheiden.

(2) Für Berechnung und Beurteilung der Netzrückwirkungen sind gemäß der Definition (Haus-)Anschlusspunkt und Verknüpfungspunkt relevant.

(3) Als (Haus-)Anschlusspunkt werden im Niederspannungsverteilnetz die Eingangsklemmen des Anschluss-Überstromunterbrechers festgelegt.

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Werkvorschriften CH (WV CH 2018) spezielle Bestimmungen der EKZ

Juli 2018 2

Die speziellen Bestimmungen ergänzen die WV CH 2018 mit betriebseigenen Bestimmungen für das Erstellen bzw. den Anschluss von elektrischen Installationen an das Verteilnetz der EKZ.
(Gleiches wie davoriges)

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Technische Bedingungen für den Parallelbetrieb von EEA mit dem Netz der EKZ

1 Geltungsbereich

Diese Bestimmungen gelten für alle Energieerzeugungsanlagen (EEA), die mit dem Netz der EKZ zeitweise oder dauernd zusammengeschaltet, beziehungsweise parallel betrieben werden.

Allerdings fand ich beim recherchieren einiges was unter NIV fällt, und das werde ich mir genauer anschauen.

Zwischenzeitlich möchte ich bewusster machen, Alles ohne Ausnahmen ist relativ, somit auch alle angeblichen Sicherheiten!

Danke dir (RareDevil) für deinen Hinweis den es in einem Link zu finden gab. Das bearbeiten dieser Information bedarf einiger Zeit. [Stichwort NIV]

Atomlein, wie ist dein Kenntnisstand bezüglich RCD/FI in der Schweiz. Sind die nur für Badezimmer empfohlen oder auch grundsätzlich für Lampenstromkreise bzw Allgemeinstromkreise. Wie überprüft der Prüfer das ordnungsgemäße funktionieren eines RCD/FI? Nur per Prüftaste, oder wird das ausgiebiger geprüft?

Soweit ich bei meinen Recherchen erkennen konnte gibt es gewisse Vorbedingungen. Hersteller von elektrischen Geräten haben eine entsprechende Pflicht, ihre in den Handel und somit Gebrauch kommenden Geräte, Betriebsmittel müssen gewisse Bedingungen ab Herstellung erfüllen.

Sofern du diese Lampe nicht selbst hergestellt hast, solltest du dich an den Hersteller wenden, falls dieser noch ermittelbar ist. (Rechnung, Kaufbeleg etc)

So werde noch einiges betreffend NIV zu lesen haben. ;-)

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realistir  14.08.2018, 22:52
@atoemlein

Glauben ist eine Sache. ich glaube keine Behauptungen, die angebliche Beweise sein sollen. Zur Erinnerung, es gibt immer zwei Seiten auch im juristischen Bereich gibt es nicht nur Anklage und Anklagevertreter.

Okay, meine erste Recherche war nicht gut, ich habe jedoch weiter recherchiert und kam auf interessante Anhaltspunkte. Ich verwende nicht gerne Google, Bing usw, sondern neutralere Suchmaschinen die keine Suchanfragen personalisieren.

Ich bleibe am Thema dran.

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RareDevil  15.08.2018, 06:02
@realistir
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Man muss es auch verstehen können ;-)
Hier Auszüge aus deinen Verlinkungen, reduziert auf das Wesentlichste.

Ja, wer lesen kann.

Gesetzliche Grundlagen
Die Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen ( NIV, 734.27 ) verpflichtet Eigentümer, ihre Installationen nach der Erstellung und dann in festgelegten Abständen überprüfen zu lassen. Die entsprechenden Sicherheitsnachweise müssen von den Eigentümern aufbewahrt werden.
Neue Installation müssen vor der Übergabe an den Eigentümer durch den Installateur überprüft werden. Er hält die Ergebnisse in einem Sicherheitsnachweis fest. Bei Installationen mit einer Kontrollperiode von weniger als 20 Jahren ist der Eigentümer zudem verpflichtet, nach der Übernahme der Installationen innerhalb von sechs Monaten eine unabhängige Abnahmekontrolle durchführen zu lassen.
Bestehende Installationen müssen in festgelegten Abständen von einem unabhängigen Kontrollorgan oder von einer akkreditierten Inspektionsstelle geprüft werden. Die Aufforderung zur periodischen Kontrolle erfolgt durch die EKZ mindestens sechs Monate vor Ablauf der Kontrollperiode.

*Aus der EKZ-Seite

Die Werkvorschriften und die speziellen Bestimmungen der EKZ regeln die Erstellung und den Anschluss von elektrischen Installationen an das Niederspannungs-Verteilnetz der EKZ.

Werksvorschriften sind also ein Zusatz, wie die Anschlüsse ect realisiert werden müssen, aber die NIV734.27 schreibt es vor, damit die Haushalte versorgt werden dürfen. Und die NIV schreibt auch, das die entsprechenden Unterlagen fristgerecht eingefordert werden. Somit fordert der Energieversorger, das die Dokumente vorliegen und eingereicht werden.

Aus Kapitel 4 - Absatz 3 Art.36 der NIV:

Die Netzbetreiberinnen fordern die Eigentümer, deren elektrische Installationen aus ihrem Niederspannungsverteilnetz versorgt werden, mindestens sechs Monate vor Ablauf der Kontrollperiode schriftlich auf, den Sicherheitsnachweis nach Artikel 37 bis zum Ende der Kontrollperiode einzureichen.

Im Anhang 1 steht dann entsprechend noch drin, welche Anlagen in welcher Prüfperiode geprüft werden müssen, und da fallsen "Alle sonstogen Installationen", also auch die in Privathaushalten unter die 20-Jahre frist.

Nach dem, was also dort in dem Zusammenhang steht, verlangen die Netzbetreiber die Prüfnachweise und fordern diese sogar ein. Das ist für mich Beweis genug, das es gemacht werden muss. Die Seite der EKZ richtet sich an Privatpersonen.

https://www.beobachter.ch/eigentum/elektrokontrolle-muss-das-sein

Ist noch ein offizieller Artikel dazu ;) und anschließend noch eine PDF:

Kundeninformation der AEW Energie AG an Wohn- und Hauseigentümer

Außerdem wurde NUR von Dir in Frage gestellt, ob die 20 Jahre sein müssen oder nicht, und nicht von Atoemlein. Er hat ja nur den Umfang in Frage gestellt, ob eine festinstallierte Lampe geprüft werden muss, und wie diese Lampe letztendlich geerdet sein muss, da das angemerkt werde. Er wird schon wissen, ob er um die Kontrolle drum rum kommt, oder ob die in seinem Land vorgeschrieben ist. Auch wenn er vlt nicht die Gesetze und Bestimmungen dazu direkt nennen kann.

Ich hab aber keine Lust noch weiter zu der Gesetzeslage zu diskutieren. Glaub es oder nicht, mir egal.

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