Sind digitale Rückspiegel die Zukunft?
Ich habe seit über einem Jahr ein Auto mit digitalen Außenrückspiegeln und bin nicht wirklich zufrieden damit.
An die geänderte Position des Blickes statt in den Spiegel in den Monitor innen, habe ich mich schnell gewöhnt. Auf der Beifahrerseite ist der Blickwinkel ja ähnlich. Bei nasskaltem Wetter beschlagen jedoch die Kammeras. Man hat dann ein Bild als wäre es nebelig. Da der Beschlag innen ist, hilft auch drüberwischen nicht.
Der größte Nachteil ist allerdings, dass man den Abstand und die Geschwindigkeit von nachfolgenden Fahrzeugen schlechter einschätzen kann. Man schaut ja nur auf einen 2D Monitor und hat kein 3D Bild wie in einem echtem Spiegel.
Natürlich gibt es auch kleine Vorteile. Das Auto ist 10cm schmaler gegenüber dem Modell mit herkömmlichen Spiegeln und der Cw Wert ist geringfügig besser.
2 Antworten
Digitale Außenspiegel gibt es ja nun schon ein paar Jahre, je nach Modell als aufpreispflichtiges Extra oder sogar serienmäßig (zum Beispiel beim Honda E als Kleinwagen waren die soweit ich weiß, von Anfang an Serienausstattung). So richtig hat sich diese Technik bisher aber anscheinend nicht, zumindest ist mir noch keine Zunahme an Fahrzeugen mit digitalen Außenspiegeln aufgefallen, deswegen gehe ich davon aus, dass sich langfristig nicht viel daran ändern wird und die klassischen Spiegel weiterhin nicht von der elektronischen Variante verdrängt werden.
Keine Ahnung, ob die Nachteile, die du genannt hast, damit zu tun haben oder die Käufer nicht bereit sind, für sowas einen Aufpreis zu bezahlen. Vielleicht liegt es auch am gewöhnungsbedürftigen Design der Kameras, die auf den ersten Blick wirken (bei Audi zum Beispiel) als sei der eigentliche Spiegel abgefahren worden und nur die Halterung übrig geblieben 🤔.
Ich glaube, weil es die von dir erwähnten Nachteile gibt, bleibt es aktuell eine Spielerei in ein paar wenigen Fahrzeugen.